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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Steinkäuze akzeptieren Nistkästen auch in der Stadt
Zwischenüberschrift:
Bruterfolg auf Reiterhof-Gelände im Stadtteil Nahne
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Steinkäuze sind ziemlich wählerische Tiere, wenn es um ihre Umgebung geht. Einen Steinkauznistkasten in Nahne direkt neben der Autobahn im Gewerbegebiet aufzuhängen erscheint auf den ersten Blick also sinnlos. Doch es funktioniert.
Das hätte ich absolut nicht für möglich gehalten″, sagt Friedhelm Scheel, Leiter der Naturschutzjugend innerhalb der Arbeitsgemeinschaft für Naturschutz Tecklenburger Land (ANTL) beim Blick in den Steinkauznistkasten. Ein Brutpaar hatte es sich dort den Winter über gemütlich gemacht, nun ist es fort. In Osnabrück hat sich die Zahl der erfassten Steinkauzbrutpaare somit von 15 auf 16 erhöht. Dabei sei anfangs gar nicht klar gewesen, ob der gesichtete Steinkauz die Brutstätte überhaupt annehmen würde. Wir hatten anfangs Zweifel, ob hier nicht zu viel Reitbetrieb herrscht″, erzählt Christian Potthoff, Inhaber des Reiterhofs Potthoff, der ebenso erstaunt ist über den ungewöhnlichen Gast.
Hermann Siuts, Wasserschutzberater bei der Landwirtschaftskammer, hatte im Februar 2014 beim Blick aus seinem Büro am Schölerberg einen Steinkauz gesichtet. Ich dachte erst, er sei aus dem Zoo entflogen, doch ich sah ihn morgens und abends.″ Er kontaktierte Scheel, der den Kasten an einen Baum auf dem Nahner Reiterhof anbrachte. Ich habe den Steinkauz seitdem nicht mehr vor meinem Fenster gesehen. Er hat die Brutstelle also wohl dankend angenommen″, so Siuts.
Die Nistkästen werden zum großen Teil von Scheel und seiner AG selbst gebaut und anschließend an zahlreichen Orten der Region befestigt. Damit die Steinkauzmännchen es in ihren Kästen gemütlich haben, sorgt der Westerkappelner vor: Meist nehme ich die oberste Schicht Laub und häcksle es klein.″ Damit wird der Kasten gefüllt und dient quasi als Matratze, da Steinkäuze selbst kein Nistmaterial eintragen.
Kathrin Paepenmöller vom Fachbereich Umwelt und Klimaschutz der Stadt Osnabrück durfte Scheel schon einmal beim Anbringen von Nistkästen in Darum begleiten. Sein Engagement habe auch dort zum Erfolg geführt, berichtet sie. Der Fachbereich unterstütze die ehrenamtliche Arbeit mit kleinen Zuschüssen, etwa fürs Kilometergeld oder für die Reparaturen der Nistkästen.
Für Friedhelm Scheel hängt der Erfolg nicht zuletzt davon ab, dass Grundstückseigentümer wie Christian Potthoff die Anbringung der Kästen auf ihrem Gelände zulassen. Man könne die Population der Steinkäuze weiter verbessern, meint Scheel. Man müsse dafür nur mutig sein und die Augen offen halten″.

Bildtext:

Misstrauisch blickt er drein, der Steinkauz. Wenn es um sein Quartier geht, ist er wählerisch. Foto: imago/ Nature in Stock

So sieht ein Nistkasten aus: Kathrin Paepenmöller, Friedhelm Scheel, Christian und Victoria Potthoff und Hermann Siuts (von links) demonstrieren, wie Steinkäuze sogar in der Nähe von Menschen und Gewerbeansiedlungen heimisch werden können. Foto: Egmont Seiler
Autor:
flom


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