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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Die Hase wird Straße
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Originaltext:
Die Hase wird Straße

Wenn bei den letzten Verhandlungen mit den Anliegern keine besonderen Schwierigkeiten auftreten, kann die Überbrückung der Hase im Abschnitt zwischen der Wittekindstraße und der Georgstraße noch in diesem Jahr beginnen! Diese Prognose mag zwar gewagt erscheinen, nachdem seit Jahren ohne sichtbaren Erfolg über die Haseüberbrückung diskutiert wird, aber die Tatsache, daß die Mehrzahl der Haseanlieger diesem Projekt sehr aufgeschlossen gegenübersteht und daß der Rat der Stadt für die neue " Hasestraße" im Stadtzentrum einen Betrag von 1, 3 Millionen DM in den außerordentlichen Etat eingesetzt hat, darf optimistisch stimmen. Das um so mehr, als mit dem Bau des Merkur-Parkhauses am Haseufer praktisch bereits der Anfang mit der Haseüberbrückung gemacht wurde. Neben dem Parkhaus wird schon jetzt die Stützmauer für die Überbrückung der Hase in das Flußbett getrieben. Ihren architektonischen Schwerpunkt wird die Überbrückung der Hase in einem Projekt der Firma Meinders & Elstermann finden, die über der neuen " Hasestraße" eine dreigeschossige Luftbrücke von einem Haseufer zum andere plant - einen " Hasetrakt", der die Betriebsräume an der Große Straße und an der Möserstraße verbindet, ohne das Projekt der Haseüberbrückung zu beeinträchtigen, da der Überbau erst in Höhe des zweiten Geschosses beginnt.
" Technisch ist die Überbrückung der Hase im Abschnitt zwischen der Wittekindstraße und der Georgstraße kein Problem", versicherte uns Baudirektor Darenmöller, der Leiter des Tiefbauamtes der Stadt. " Wenn die Grundstücksverhandlungen abgeschlossen sind, können wir die Ausschreibungen herausgeben und mit den Arbeiten anfangen. " Voraussetzung dafür ist allerdings, daß der Rat die im außerordentlichen Etat vorgesehenen Mittel in Höhe von 1, 3 Millionen DM durch einen besonderen Beschluß freigibt. Aber die Einstellung des Rates zum Projekt der Haseüberbrückung ist im allgemeinen positiv, so daß von dieser Seite keine Verzögerungen zu erwarten sind.
Welche Funktion und welche Bedeutung einer im Abschnitt zwischen der Wittekindstraße und der Georgstraße zur Straße werdenden Hase zukommt, ist eine Frage, die bei dem hohen Schwierigkeitsgrad, der sowohl für den ruhenden als auch für den fließenden Verkehr an Osnabrücks Hauptgeschäftsstraße besteht, besondere Würdigung verdient. Aufgabe der neuen " Hasestraße" zwischen Wittekind- und Georgstraße wird vor allem die Entlastung der Großen Straße sein.
In direkter Beziehung für den ruhenden (Park- und Lade-) Verkehr, der dann von dem Abschnitt zwischen Georgstraße und Neumarkt an die Rückseite dieser Häuser - nämlich an die Hase - verlegt werden kann. Indirekt wird von der Überbrückung der Hase natürlich auch der fließende Verkehr auf der Großen Straße profitieren - und nicht zuletzt der Fußgänger, dessen Gehwegbereich dann nicht mehr von parkenden Fahrzeugen eingeengt wird, wie es heute auf dem größten Teil der Strecke vom Neumarkt bis zur Georgstraße der Fall ist. Allerdings muß hier insofern eine kleine Einschränkung gemacht werden, als die völlige " Befreiung" der Großen Straße vom ruhenden Verkeh erst dann erreicht werden kann, wenn auch die Bemühungen um eine " rückwärtige Versorgung" der Geschäftshäuser zwischen dem Jürgensort und dem Neumarkt von Erfolg gekrönt sind - durch eine Funktionserweiterung der Großen Hamkenstraße, die etwa der Bedeutung der zukünftigen Haseüberbrückung entspricht.
Nimmt man das Projekt der Überbrückung der Hase zwischen Witekind- und Georgstraße etwas näher unter die Lupe, so ergibt sich für die - von der Wittekindstraße her - rechte Seite folgende Situation: Im Anschluß an das Kaufhaus Merkur - hier ist zwischen dem Kaufhaus und dem früheren Gelände der Stadtsparkasse (jetzt Amt für öffentliche Ordnung) bereits der Anfang der " Hasestraße" gemacht - entsteht zur Zeit das Merkur Parkhaus, an das sich - nach der Planung - eine Parkhauserweiterung bis zur " Luftbrücke" des " Osnabrücker Tageblattes" anschließen soll. Weiter folgt an dieser Seite die Firma Hartmann, die den Anschluß zur Georgstraße herstellt, wo bereits - durch den Parkplatz! - ebenfalls ein Teilstück der Überbrückung der Hase Wirklichkeit ist. Etwas anders liegen die Verhältnisse auf dem - von der Wittekindstraße her - linken Abschnitt der Haseüberbrückung. Zwischen dem früheren Gebäude der Stadtsparkasse und der Firm Meinders & Elstermann - an die sich bis zur Firma Wüsthoff an der Georgstraße mehrere hochgezogene Geschäftshäuser anschließen - liegen mehrere Gartengrundstücke am Haseufer. Sie sollen - nach der Planung - von einem zweigeschossigen Ladentrakt " abgelöst" werden, der die architektonische Verbindung zwischen der früheren Stadtsparkasse und dem " Osnabrücker Tageblatt" herstellt. Ob und in welcher Form sic die Planung verwirklichen läßt, wird ausschließlich von den Anliegern abhängen, für die zweifellos der Verlust ihrer bisher ruhigen Gärten an der Hase ein schmerzlicher Verlust ist.
Obwohl die Überbrückung der Hase zwischen der Wittekind- un der Georgstraße in erster Linie für den ruhenden Verkehr - und hier in erster Linie für die Versorgung der Anlieger - bestimmt ist, werden selbstverständlich auch die Belange des Fußgängers berücksichtigt. Zu beiden Seiten der neuen " Hasestraße" sind Gehwege vorgesehen, und außerdem wird - etwa in der Mitte zwischen Wittekind - und Georgstraße - eine Fußgängerverbindung mit der Großen Straße geschaffen. Ob der Fußgänger darauf anspricht und ob dadurch die " Hase"- Parallelstraße eine Zukunft als Geschäftsstraße hat, ist eine Frage, die heute noch niemand beantworten kann. In Bälde beantwortet werden muß jedoch die Frage, wie der Verkehr in die neue " Hasestraße" hinein- und wieder herausgeschleust werden soll. Naheliegend ist dabei die vorgesehene Lösung, vo der Wittekindstraße her nur dem nach rechts abbiegenden Verkehr die Einfahrt zu gestatten, während von und zur Georgstraße Einfahrt und Ausfahrt erlaubt sind.
Sollten sich die optimistischen Erwartungen auf einen baldigen Abschluß der noch laufenden Anliegerverhandlungen bestätigen, wäre es durchaus denkbar, daß unmittelbar nach Beendigung der Untertunnelung des Neumarktes - wenn also der Verkehr wiederüber diesen Zentralpunkt des Osnabrücker Verkehrs rollen kann - mit der Überbrückung der Hase begonnen werden kann. Spätestens ein Jahr nach dem " ersten Spatenstich" wäre die Brücke zwischen Wittekind- und Georgstraße dann vollendet. Es liegt jedoch auf der Hand, daß damit die Überbrückung der Hase nicht abgeschlossen sein wird. Sollte dieses Projekt die Erwartungen erfüllen, werden wir kurze Zeit später über neue " Hasebrücken" diskutieren. Beispielsweise zwischen Georg- und Herrenteichsstraße. Bei der Raumnot des Verkehrs, unter der Osnabrück leidet, liegt eine unserer letzten Chancen tatsächlich in der Hase!


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