User Online: 1 | Timeout: 14:34Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Bremst neue Rutsche die Eintrittspreise im Nettebad?
Zwischenüberschrift:
Stadtwerke Osnabrück: Attraktionen gut für die Wirtschaftlichkeit
Artikel:
Kleinbild
 
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Alles rutscht im Nettebad, nur die Eintrittspreise nicht: Macht der Bau der Trichterrutsche einen Besuch in Osnabrücks Spaßbad noch teurer? Die Antwort: Jein.
Die Nachricht von der geplanten Erweiterung des Rutschenturms noch in diesem Jahr hat die Massen elektrisiert: Allein auf der Facebook-Seite von noz.de wurde unser Artikel seit Sonntag über 2200-mal mit Gefällt mir! markiert, außerdem dreihundertfach geteilt. Dazu hinterließen die Nutzer mehr als 1000 Kommentare.
Unter zahllose Jubelstimmen mischten sich dabei auch viele besorgte Leser. Ihre Annahme: Wegen der neuen Attraktion würden die schon jetzt von vielen Osnabrückern als hoch empfundenen Eintrittspreise im Nettebad weiter steigen. Stimmt das? Zur künftigen Bäderpreisentwicklung können wir noch nichts sagen″, teilten die Stadtwerke Osnabrück am Montag auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Der Bau der Trichterrutsche sei allerdings eine Maßnahme, um bei stetig steigenden Kosten mögliche Preisanpassungen aufzuhalten bzw. moderat zu gestalten″. Soll heißen: Wenn der Nettebad-Besuch demnächst mal wieder mehr kostet, dann nicht wegen, sondern trotz der neuen Rutsche.
Sie trage wesentlich dazu bei, die Wirtschaftlichkeit unserer Bäder zu verbessern″, erklärt Sprecher Marco Hörmeyer. Wie alle anderen Attraktionen sorge die Trichterrutsche für eine längere Verweildauer der Gäste und somit für höhere Umsatzerlöse. Auf diese Weise verringere sich das jährliche Bäderdefizit, welches aktuell bei vier Millionen Euro liege (2003: acht Millionen Euro).
Mithin würden alle Schwimmer in Osnabrück davon profitieren, ob sie nun auf Spektakel stehen oder lieber in Ruhe ihre Bahnen ziehen. Unsere Attraktionen wie die Sloop oder die neue Rutsche sichern die Angebote der Daseinsvorsorge wie das Schul- und Vereinsschwimmen″, betont der Stadtwerke-Sprecher. Allein diese würden 60 Prozent des jährlichen Fehlbetrags im Bäderbetrieb ausmachen.
Was aber treibt die Eintrittspreise in Nettebad, Schinkelbad und Moskaubad, wenn nicht die großen Investitionen? Gründe für Preiserhöhungen sind nach Angaben der Stadtwerke Osnabrück vor allem die kontinuierlich steigenden Energie- und Personalkosten″ oder auch nicht zu beeinflussende Entscheidungen″ wie die höhere Besteuerung der Saunabesuche seit Juli 2015. Trotzdem könnten Badegäste in Osnabrück Geld sparen, so Hörmeyer. Die günstigsten Tarife gebe es für Stammgäste.
Beispielsweise würden die Stadtwerke als Ausgleich für steigende Preise″ seit November 2015 eine Mitgliedschaft im hauseigenen Schwimmclub anbieten. Für monatlich 44 Euro erhalten Kunden ein halbes Jahr lang Zutritt zu Nettebad (90 Minuten), Schinkelbad und Moskaubad. Vielschwimmer haben den Monatsbeitrag bei mehr als zwei Besuchen in der Woche wieder raus.″

Bildtext:

In einen Abwärtsstrudel geraten Badegäste in der neuen Trichterrutsche, wie sie im Nettebad Osnabrück gebaut werden soll. Die Eintrittspreise hingegen steigen vermutlich weiter wegen solcher Investitionen aber vergleichsweise langsam, sagt der städtische Betreiber. Foto: Therme Erding

Kommentar:

Bei auswärtigen Besuchern sitzt das Geld locker
Im Nettebad erzielen die Stadtwerke Osnabrück den höchsten Umsatz durch Besucher aus einem Umkreis von mehr als 50 Kilometern. Wegen der längeren Anreise ist deren Verweildauer höher″, erklärt Bäderchef Wolfgang Hermle. Eine punktuelle Auswertung von 2013 auf Basis von Postleitzahlen-Angaben der Gäste habe gezeigt, dass Osnabrücker pro Besuch höchstens 5, 50 Euro im Nettebad lassen. Bei Auswärtigen, die zum Teil aus Holland, von der Nordseeküste und aus dem Ruhrgebiet anreisen würden, betrage der Umsatz bis zu 40 Euro.
2015 wurden im Nettebad laut offizieller Statistik 744 408 Besucher gezählt. Im Jahr zuvor waren es 732 140 Badegäste. Erwachsene bezahlen für einen 90-minütigen Besuch im Sport- und Freizeitbad montags bis freitags regulär 5, 60 Euro. Pro angebrochene 20 Minuten mehr werden 70 Cent fällig. Tageshöchstsatz: 11, 20 Euro. Ermäßigt kostet der Eintritt 3, 60 Euro. Kinder unter vier Jahren zahlen 2, 30 Euro. Der Kostenstopp ist hier bei 9, 20 Euro erreicht. Familien (zwei Erwachsene, zwei Kinder) zahlen zwischen 14, 60 und 25, 80 Euro. (sst)
Autor:
sst


Anfang der Liste Ende der Liste