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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Was krabbelt denn da...?
Zwischenüberschrift:
Ferienkinder untersuchen den Waldboden auf dem Schölerberg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Vom Kindergarten bis zum Seniorenheim die Leute denken bei Boden: , Da laufe ich drauf, da baue ich Häuser drauf.′ Aber da steckt auch eine Menge Leben drin.″ Der Biologe Ulrich Strobel vom Umweltbildungszentrum hat mit Ferienkindern den Waldboden auf dem Schölerberg untersucht.
Osnabrück. Strobel hatte den Grashüpfer″, das Umweltmobil des Museums am Schölerberg, dabei. So konnten die Kinder durch das Mikroskop klitzekleine Tierchen in ihrer vollen Pracht betrachten.
Wer momentan im Wald auf dem Schölerberg spazieren geht, der kann die Spuren des Starkregens nicht übersehen. Überall sind Furchen unverkennbar. Die hat das Wasser gegraben″. Der starke Regen hat für Erosion gesorgt. Dadurch, dass der Boden vom Regenwasser abgetragen wurde, sind auch viele Tiere weggeschwemmt worden und gestorben, sagte Ulrich Strobel.
Die Kinder, die am Montag mit dem Umweltmobil unterwegs waren, wurden im Boden unterhalb des ehemaligen Zoo-Eingangs dennoch fündig. Unter dem Mikroskop im Grashüpfer″ schauten sie sich ihre Funde in starker Vergrößerung an.
Das sieht ja aus wie eine Kackwurst″, meinte Benjamin (10). „ Hast du schon mal eine Kackwurst mit Beinen gesehen?″, entgegnete Ulrich Strobel. Was sie sahen, war ein Saftkugler. Der gehört zur Gruppe der Tausendfüßler und rollt sich bei Gefahr instinktiv zusammen. Und die Lampen des Mikroskops bedeuteten für den kleinen Saftkugler Gefahr. Denn Bodentiere mögen keine Helligkeit, wie Strobel erklärte: Wenn sie das Licht sehen, wissen sie, dass die Amsel sie sehen kann.″ Und der Vogel mag die Tiere, die sonst im Boden leben, zum Fressen gern.
Nachdem sie die Zwerg-Asseln, Bodenschnecken und Saftkugler wieder freigelassen hatten, gingen die Mädchen und Jungen erneut auf die Pirsch. Sie sammelten Blätter vom Boden auf und untersuchten sie dann mit Pinzetten. Marcel (9) deutete auf seine Handfläche. Darauf war ein kleiner schwarzer Punkt zu erkennen. Das ist ein Käfer″, meinte er. Bevor er ihn aber unter das Mikroskop legen konnte, war er schwupps verschwunden. Wahrscheinlich ist das Tier vom Winde verweht worden. Vielleicht war es aber auch kein Käfer, sondern ein Springschwanz. Dieses Tier hat unter seinem Körper eine Art Gabel, mit deren Hilfe es sich wegschleudern kann. Weit kommt es aber nicht. Es ist nur etwa zwei Millimeter kurz.

Bildtext:

Die Ferienkinder Johann, Julian und Linus (alle 7 Jahre alt) werden den Boden zu ihren Füßen von jetzt an mit anderen Augen sehen.

Foto: Egmont Seiler
Autor:
Thomas Wübker


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