User Online: 1 | Timeout: 19:12Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Freude über T-Shirts und Rucksäcke
Zwischenüberschrift:
Zum 25. und möglicherweise letzten Mal verbringen Tschernobyl-Kinder eine Freizeit in Osnabrück
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
30 Ferienkinder aus der weißrussischen Region Gomel sind vergangene Woche in Osnabrück eingetroffen. Es ist die 25. Ferienaktion des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Osnabrück für von der Atomkatastrophe in Tschernobyl betroffene Kinder.
Osnabrück/ Wallenhorst. Die Landeskirche Hannovers hat bisher insgesamt 26 000 Gästen aus Gomel die Erholung in Niedersachsen ermöglicht. Neben Osnabrück sind dieses Mal 18 weitere Kirchenkreise an der Hilfsaktion beteiligt. Die Freizeit in gesunder Umgebung soll das durch die noch immer hohe Verstrahlung in Gomel belastete Immunsystem der Kinder stärken.
Nach Ankunft der Ferienkinder wurde das für die Anreise benutzte Flugzeug in Hannover für den Rückflug mit spendenfinanzierten Medikamenten und medizinischen Hilfsgütern für die Kinderabteilungen der Gomeler Krankenhäuser beladen.
Für insgesamt vier Wochen sind die 30 Kinder und sieben Begleitpersonen zu Gast bei Familien in Osnabrück und Umgebung. Nach einem Stadtrundgang und einem Empfang im Rathaus folgten sie am Freitag zunächst der Einladung in die Kleiderkammer der Wallenhorster Andreasgemeinde: Eine große Freude für die überwiegend Acht- bis Dreizehnjährigen: Neugierig durchforsteten sie T-Shirt- und Hosenstapel, Spielzeug und Rucksäcke, bis alle das Passende gefunden hatten.
So ausgestattet, kann das spannende Freizeitprogramm starten, das neben Spielen, Ausflügen und Besichtigungen auch besondere Attraktionen bereithält: einen Zoobesuch etwa, einen Segel- oder Motorflug in Achmer, einen Tag an der Nordsee. Und immer wieder Schwimmen in verschiedenen Osnabrücker Bädern: Die Kinder bekommen hier ersten Schwimmunterricht, organisiert von den Stadtwerken. Meist schaffen zehn von ihnen zum Abschluss das Seepferdchen′″, sagte Karl-Heinz Rolfes, Beauftragter des Kirchenkreises.
Die beiden Jungen Dimitri (10) und Danila (12) sind zum ersten Mal in Osnabrück. Alle Kinder möchten zur Freizeit nach Deutschland″, meinte die begleitende Lehrerin und Dolmetscherin Tatjana Basutowa. Aber das Angebot der Gastfamilien setze automatisch Grenzen. Die Heimatschulen entscheiden bei der Auswahl mit.″
Im Laufe der Jahre haben sich viele Kontakte zwischen Gastfamilien und den Menschen in Weißrussland entwickelt. Umso bedauerlicher ist die Tatsache, dass für Karl-Heinz Rolfes, der die Hilfsaktion nach zahlreichen Jahren nun zum letzten Mal durchführt, bislang kein Ersatz gefunden wurde. Und auch die langjährigen ehrenamtlichen Betreuer vom Arbeitskreis Hilfe für Tschernobyl-Kinder″ suchen dringend Nachfolger. Wenn wir die nicht finden, ist das die letzte Freizeit in Osnabrück″, befürchtete Marita Corzilius, die von Anfang an mitgewirkt hat. Dabei macht es so viel Spaß, das alles in der Gruppe zu unternehmen und zu sehen, wie fröhlich die Kinder sind″, sagte sie.

Bildtext:

In der Kleiderkammer der Wallenhorster Andreasgemeinde konnten sich die sogenannten Tschernobyl-Kinder″, die aus der Region Gomel stammen, Kleidungsstücke und Spielsachen aussuchen. Foto: Egmont Seiler
Autor:
Gisela Kriz


Anfang der Liste Ende der Liste