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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Großer Name für eine grüne Wiese
Zwischenüberschrift:
Stadt und Hochschulen weihen Nelson-Mandela-Platz ein
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Bildung ist die mächtigste Waffe, um die Welt zu verändern″, hat Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela einmal gesagt. Bei der offiziellen Eröffnung des nach ihm benannten Platzes am Fuße des Westerbergs am Entree des neuen Uni- und Hochschulcampus ist das Zitat häufiger zu hören.
Osnabrück. Schließlich erklärt es doch, wieso die Stadt Osnabrück ausgerechnet diesen Platz an der Ecke von Sedan- und Barbarastraße für die Benennung als Nelson-Mandela-Platz vorgeschlagen hat und wieso die Hochschulen diesem Vorschlag (das Gelände gehört dem Land Niedersachsen und nicht der Stadt Osnabrück) gerne zugestimmt haben. Dass die Eröffnung zudem im Rahmen des aktuell stattfindenden Afrika-Festivals vorgenommen wird, ist außerdem die volle Absicht der Beteiligten, von den Abläufen her hätte dies nämlich auch schon eher passieren können.
So aber ergibt sich die Gelegenheit, dass Denis Goldberg, Schirmherr des Afrika-Festivals sowie Weggefährte Mandelas und wie dieser über 20 Jahre in Südafrika inhaftiert, als Ehrengast einige Wort zur Eröffnung des Platzes sagen kann. Ihm gelingt der ergreifendste Part des offiziellen Festakts.
Der 83-jährige schildert in deutscher Sprache, unterbrochen von einigen englischen Sätzen, zahlreiche Anekdoten aus der Zeit mit dem Friedensnobelpreisträger. Dass er diesen immer nur Nel″ genannt habe, während selbiger ihn immer nur Boy″ nannte, weil er ja so viel jünger war, gehört ebenso dazu, wie seine persönliche Charakterisierung des Idols als Leser, Studenten und leidenschaftlichen Mann.
Ihm und auch der Gruppe der Partnerkirchengemeinde des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Melle, die mehrere Lieder vorträgt, zu denen neben Afrikas Nationalhymne auch der Mandela-Song gehört, merkt man die tiefe Ergriffenheit und die Bewunderung für den Namensgeber des Platzes an.
Im Vergleich dazu routiniert spulen Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert sowie die Präsidenten der Hochschulen, Universitätspräsident Wolfgang Lücke und Hochschulpräsident Andreas Bertram, ihre Grußworte ab. Griesert rekapituliert in seinen Worten unter anderem das Leben des südafrikanischen Friedensnobelpreisträgers und verweist ausdrücklich auf dessen Politik der Versöhnung, die ihm ebendiese Auszeichnung eingebracht hat. Mandelas Vermächtnis ist das Streben nach eine Welt freier gleicher Menschen ohne Rassismus demokratisch regiert und sozial organisiert″, sagt der Oberbürgermeister in seinem Grußwort.
Hochschulpräsident Andreas Bertram verweist auch auf die Zusammenarbeit der Hochschulen mit der Nelson Mandela Metropolitan University in Port Elizabeth in Südafrika und betont, dass der prominente und belebte Platz des gemeinsamen Campus für diese Namenswahl trefflich geeignet ist.
Gemeinsam mit seinem Kollegen Wolfgang Lücke von der Universität versichert er, dass der Platz zudem nicht im aktuellen Zustand bleiben soll. Auf der aktuell recht rustikal wirkenden Blumenwiese könne er sich zum Beispiel ein Arboretum südafrikanischer Bäume vorstellen. Beide Präsidenten versichern, dass die Hochschulen schon noch irgendwo Geld finden werden, um die Gestaltung des Platzes in Angriff zu nehmen″.
Zudem planen die Hochschulen eine Adressänderung, sodass zukünftig zumindest die Bibliothek offiziell am Nelson-Mandela-Platz liegen könnte. Auch die Umbenennung einer internen Zuwegung auf dem Gelände der Hochschulen können sich die Präsidenten vorstellen. Aktuell ist das aber noch Zukunftsmusik.

Bildtext:

Noch ist der Nelson-Mandela-Platz vor allem eine unbebaute Wiese. Aber das soll sich ändern. Fotos: Swaantje Hehmann

Ruth Kadali hat ein Bild von Mandela mitgebracht, der von vielen Südafrikanern Madiba″ genannt wurde.
Autor:
Ullrich Schellhaas


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