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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Mit Massenmails für Glyphosat-Verbot
Zwischenüberschrift:
Rolf Brinkmann und sein Verein Ecovillage: Immer in mehreren Kampagnen aktiv
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Europäische Union entscheidet in den nächsten Tagen, ob das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat weiterhin zugelassen wird. In Osnabrück setzt sich der Verein Ecovillage schon seit Jahren für ein Verbot des umstrittenen Pestizids ein. Aber das ist nur eine von mehreren Kampagnen von Rolf Brinkmann und seinen Mitstreitern.
Ecovillage das sollte ursprünglich ein Ökodorf in der Stadt werden. Der Architekt Rolf Brinkmann hatte die Idee in den 90er-Jahren, träumte von einer Siedlung ökologisch denkender Menschen, die nicht nur ihr privates Glück, sondern auch das der Gemeinschaft verfolgen. Deshalb gehörte zum Konzept ein Gemeinschaftshaus. Aber der Spaltpilz ging um, und das Projekt scheiterte.
Brinkmann engagierte sich als Nächstes dafür, Fußgängern einen ebenerdigen Überweg über den Neumarkt zu widmen, statt sie durch den Tunnel zu zwingen. Im Jahr 2000 war es so weit. Aber der Agenda-Arbeitskreis, den der umtriebige Rentner leitete, entzweite sich. Inzwischen kämpft der Neumarkt-Pionier für einen gänzlich autofreien Platz. In der Stadtbahninitiative setzt er sich für einen schienengebundenen Nahverkehr ein.
Aus der Ökodorf-Initiative wurde der gemeinnützige Verein Ecovillage, dem nach Auskunft des Vorsitzenden rund 50 Mitglieder angehören nicht nur in Osnabrück, sondern bundesweit″, wie Brinkmann betont, weil einige in Berlin oder Hamburg wohnen. Ihnen und fast 2000 weiteren Adressaten schickt der Öko-Aktivist mehrmals pro Woche einen Newsletter mit Informationen über die Schädlichkeit von Massentierhaltung, Gentechnik oder Glyphosat.
Zum harten Kern″ von Ecovillage gehören die ehemalige Lehrerin Mäggi Eisermann und der Bio-Bäckermeister Markus Knuf. Gemeinsam haben sie Filmvorführungen und Vortragsveranstaltungen mit prominenten Kritikern auf die Beine gestellt, die auf eine unerwartete Resonanz stießen.
Aus der Gemeinschaftssiedlung ist am Ende doch noch etwas geworden. Rolf Brinkmann wohnt jetzt in einem von 19 ehemaligen Britenhäusern, die zum Projekt Sonne 1″ in der Dodesheide gehören. Das Ökodorf ist etwas kleiner geraten und etwas weniger öko, das Gemeinschaftshaus lässt noch auf sich warten. Aber dazu will sich der einstige Initiator lieber nicht äußern. Bei Ecovillage kann er den Ton angeben, in der Siedlergemeinschaft haben inzwischen andere das Sagen.
Kontakt: www.ecovillage.de oder ecovillage@ gmx.de
Autor:
rll


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