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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Am Piesberg hat der letzte Akt begonnen
Zwischenüberschrift:
Finaler Bauabschnitt der Deponiestilllegung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
An einer Stelle in dem Bauabschnitt 3.2″ genannten Gebiet auf dem Piesberg ist noch ersichtlich, wie es früher einmal auf der Mülldeponie ausgesehen hat. Doch in sechs bis acht Wochen wird auch dieser Teil mit einer Kunststoffdichtungsbahn abgedeckt sein.
Osnabrück. Seit 1998 wird an der Abdichtung, Rekultivierung und Nachsorge der Deponie gearbeitet. Nachdem 1999, 2001 und 2012 drei Abschnitte abgedichtet worden sind, ist nun der vierte und letzte Abschnitt an der Reihe. Auf der 5, 4 Hektar großen Fläche ist zum Teil noch sichtbar, wie es auf dem Piesberg aussah, als die Mülldeponie noch in Betrieb war. Plastikfetzen von blauen Müllsäcken liegen überall verstreut, Haushalts- und Sperrmüll, Industrie- und Gewerbeabfälle dümpeln vor sich hin.
Auf den angrenzenden Flächen ist hingegen bereits zu sehen, wie sich die Natur über die Jahre den Piesberg zurückerobert hat. Das soll in Zukunft auch mit dem letzten Bauabschnitt geschehen. Dafür wird seit Mittwoch daran gearbeitet, dass über die gesamte Fläche eine 2, 5 Millimeter dicke Kunststoffdichtungsbahn verlegt werden kann. 2, 5 Millimeter das mag auf den ersten Blick gering erscheinen. Doch das aus PEHD (Polyethylen mit hoher Dichte) bestehende Material ist bombenfest, versichern die Verantwortlichen. Es soll zuverlässig verhindern, dass zum einen Regenwasser durch das Kies-Sand-Gemisch fließt, das auf der Kunststoffdichtungsbahn aufliegt, und zum anderen verhüten, dass Deponie-Gase in die Luft geraten.
Apropos Gase: Thorsten Cramer, Bauleiter der Firma Köster, Auftragnehmer der Bauarbeiten, weist darauf hin, dass es während der kommenden sechs bis acht Wochen zu einer Geruchsbildung kommen kann, die je nach Windrichtung und Temperatur auch in den angrenzenden Stadtteilen wahrgenommen werden könnte.
Das Material der Kunststoffdichtungsbahn ist im Übrigen nicht nur fest, sondern auch teuer. Ein Quadratmeter dieser Bahn koste 100 Euro, berichtete Diplom-Ingenieur Rudolf Hellmer, Projektleiter des Osnabrücker Servicebetriebs, beim Ortstermin am Donnerstag. Insgesamt bezifferte er die Kosten für den Bauabschnitt 3.2″ auf 4, 75 Millionen Euro. Die Gesamtkosten für die Stilllegung und Rekultivierung der Mülldeponie belaufen sich auf etwa 30 Millionen Euro.
Dazu kommen Nachsorgekosten in Höhe von rund 53 Millionen Euro. Die gesamten Kosten in Höhe von 83 Millionen Euro seien durch Rückstellungsguthaben des Deponiebetriebs bis zu seiner Schließung am 31. Mai 2005 gedeckt, so Hellmer.
Mit der Rekultivierung des Bauabschnitts 3.2″ soll im Frühjahr 2017 begonnen werden, so Hellmer. Die gesamten Nachsorge- und Rekultivierungsarbeiten dauern noch bis ins Jahr 2045 an. Die Deponie selbst ist noch bis 2037 in Betrieb. Auf dem Piesberg wird aber nur noch Grünabfall, Sonderabfall oder sonstiger Müll von Kleinanlieferern angenommen.

Bildtext:

Die Arbeiten auf der ehemaligen Mülldeponie auf dem Piesberg dauern sechs bis acht Wochen. In dieser Zeit kann es zu Geruchsbildung kommen. Fotos: Thomas Wübker

So sieht es noch im Bauabschnitt 3.2″ aus. Seit Mittwoch sind dort Raupen und Bagger aktiv, um die Fläche abzudichten und zu rekultivieren.
Autor:
Thomas Wübker


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