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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Altlasten verzögern Bauprojekt
Zwischenüberschrift:
Wohngebiet An der Rennbahn eröffnet – Bis zu 250 Tonnen Kupferschlacke im Boden
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Spielplatz und Freigelände des Baugebietes An der Rennbahn sind offiziell der Öffentlichkeit übergeben worden. Dazu pflanzte Investor Wilfried Lintker zwei Kastanienbäume als Ersatz für einen versehentlich gefällten Baum. Die Sanierung der Straße verzögert sich derweil. Schuld sind Altlasten.
osnabrück. Wie zwei Torwächter stehen sie an den steinernen Enden des Lärmschutzwalls in der Einmündung zum neuen Wohngebiet: Bei den Arbeiten auf dem Baugebiet zwischen der Hermann-Ehlers-Straße und An der Rennbahn hatte Lintker entgegen den Vorgaben der Stadt eine Kastanie gefällt. Die zwei Nachkömmlinge stehen und gedeihen nun symbolisch an der Einfahrt der Siedlung und werden hier künftig Anwohner und Besucher begrüßen.
Das Gebiet ist sicherlich ein Mehrwert für Sutthausen″, sagt der Unternehmer. In Sachen Optik und Orientierung sei das rund zehn Hektar große Gelände harmonisch in den Stadtteil eingegliedert. Hartes Ringen″ habe es im Vorfeld zwischen Investor und Stadt gegeben, sagt Claudia Galitz, Vorstandsmitglied der CDU Sutthausen und ehemaliges Ratsmitglied. Es wurde hart verhandelt, mit super Ergebnis″, findet Galitz. Schließlich müsse ein Interessenausgleich stattfinden, von dem letztendlich alle Seiten profitieren.
Der angelegte Spielplatz jedenfalls erfreue sich bereits großer Beliebtheit unter den Bewohnern, erzählt Lintker. Mit der neu angelegten Wegeführung werde der Spielplatz jetzt auch von außen und somit für alle Sutthausener einfacher zugänglich. Einer der nächsten Schritte sei die Sanierung der Straße An der Rennbahn. Eigentlich sollte diese schon abgeschlossen sein. Bei den Straßenarbeiten wurden aber Altlasten in Form von 200 bis 250 Tonnen Kupferschlacke festgestellt, die zunächst entsorgt werden müssen, wie Stadtsprecher Sven Jürgensen auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigt.
Das ist nichts Ungewöhnliches″, betont Jürgensen. Die belasteten Materialen seien vor allem in den 1950er- und 1960er-Jahren im Straßenbau eingesetzt worden. Altlasten in Form von Schlacken kommen immer mal wieder vor. Vereinfacht hängt das mit der Lebensdauer der Straßen und Kanäle zusammen.″ Diese würden nach rund 50 bis 60 Jahren erneuert, damit sei jetzt die Phase, in der solche Altlasten während Bauarbeiten häufiger auftreten könnten.
Um den neuen Querschnitt der Straße umsetzen zu können, müssten die Materialien aufgenommen werden, so Jürgensen. Eine Wiederverwendung sei aus bautechnischen und ökologischen Gesichtspunkten nicht möglich. Gefahren für die Anwohner bestünden aber nicht, betont der Sprecher.
Mit einem geregelten Verfahren werde die Schlacke nach und nach mit dem Straßenbau entsorgt und zu einer geeigneten Deponie gebracht. Bei geschätzten Kosten von 60 bis 70 Euro pro Tonne würden sich die gesamten Entsorgungskosten auf rund 10 000 bis 20 000 Euro belaufen. Die Sanierung werde sich voraussichtlich um etwa sechs bis acht Wochen verzögern, so Jürgensen. Die Straße befinde sich derzeit noch im ursprünglichen Zustand und sei voll nutzbar.

Bildtext:

Zwei neue Kastanien wurden als Ersatz für einen gefällten Baum im neuen Wohngebiet in der Straße An der Rennbahn in Osnabrück-Sutthausen gepflanzt. Den Spaten setzte an: Wilfried Lintker (Lintker Unternehmensgruppe) zusammen mit Marius Keite und Claudia Galitz (CDU Sutthausen), Kathrin Kühn und Marius Sobkowiak (Bauplanung und - begleitung/ IPW Ingenieurplanung) sowie Garten- und Landschaftsbauer Georg Redemann (Volbers-Redemann).

Foto: Thomas Osterfeld
Autor:
David Hausfeld


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