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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wo kommt die Trasse 16 unter die Erde?
Zwischenüberschrift:
Mittwoch ergänzende Antragskonferenz zur geplanten 380-kV-Leitung von Wehrendorf bis Gütersloh
Artikel:
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Originaltext:
Dass die geplante 380-kV-Trasse 16 im Osnabrücker Land teilweise in die Erde gebaut werden kann, wirbelt die Planungen kräftig durcheinander. Am Mittwoch, 27. April, findet eine ergänzende Planungsrunde statt.
Osnabrück. Erstmals sind auch die Bürgerinitiativen (BI) zu der sogenannten Antragskonferenz eingeladen, die nicht öffentlich stattfindet. Und erstmals geht es direkt um die komplette Trasse von Bad Essen-Wehrendorf durch Bissendorf über Osnabrück-Lüstringen, Hilter-Borgloh und Melle-Wellingholzhausen bis zur Landesgrenze nach Gütersloh. Bislang war Netzbetreiber Amprion, der die Leitung im Auftrag des Bundes für die Energiewende bauen soll, abschnittsweise vorgegangen und hatte den Fokus ausschließlich auf den Bau einer Freileitung gelegt. Doch dann ist im Dezember 2015 die Trasse 16 im Energieleitungsausbaugesetz überraschend zur Erdkabel-Pilotstrecke aufgestiegen. Die Bürgerinitiativen entlang der Trasse hatten genau dies gefordert.
Amprion betont allerdings, dass wohl kaum die komplette mehr als 40 Kilometer lange Leitung unter die Erde komme. Im Gesetz seien nur Teilerdverkabelungen zu Testzwecken vorgesehen und diese müssten außerdem wirtschaftlich sein. Erdkabel sind bislang teurer als Freileitungen. Aber wo genau kommen nun die Kabel in die Erde?
Grundsätzlich möglich ist alles, sogar eine komplett neue Trasse, erläutert Bernhard Heidrich vom Amt für regionale Landesentwicklung. Seine Behörde wird im Raumordnungsverfahren Amprion vorschreiben, in welchen groben Trassenkorridoren das Unternehmen Untersuchungen anstellen muss dabei geht es nun auch um sämtliche Fragen, die den Boden betreffen, vom Grundwasser bis hin zu Vögeln, die auf dem Boden brüten. Bislang waren diese Aspekte kein Thema. Alle Ideen und Bedenken können bei der ergänzenden Antragskonferenz auf den Tisch kommen. Teilnehmer sind neben den BIs die Kommunen, Umweltverbände und alle sonstigen Träger öffentlicher Belange.
Gerade rund um Lüstringen und weiter nach Süden im Bereich Voxtrup wäre es bei einer Freileitung kaum möglich, alle Mindestabstände zu Wohnhäusern einzuhalten. Eine Erdverkabelung sehen die Anwohner als die einzige Lösung an. Frank Vornholt, Sprecher der Bürgerinitiative Keine 380-kV-Freileitung am Teuto″, hält es für einen guten Schritt″, dass auch die BIs nun bei der Antragskonferenz angehört werden. Für uns bedeutet das ein Stück weit Transparenz″, sagt er und bekräftigt die Forderung, die Trasse mindestens dort in die Erde zu legen, wo die Abstände zu Wohnhäusern nicht eingehalten werden können.

Bildtext:

So könnte es im Osnabrücker Land aussehen: Das Bild zeigt die Erdkabel-Pilottrasse in Raesfeld. Foto: dpa
Autor:
Sandra Dorn


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