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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wüstenbewohner säen Wildblumen
Zwischenüberschrift:
Optische Aufwertung der Schreberstraße – Anlieger greifen zur Harke
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Bewohner des Stadtteils Wüste haben am Samstag in der Schreberstraße Wildblumen ausgesät. Die Initiative wird unterstützt von der Hochschule Osnabrück und der Stadtverwaltung.
Osnabrück. Mit einer Harke den Boden bearbeitend, war auch Brigitte Busch dabei. Ich will die Nachbarschaftshilfe in unserem Stadtteil unterstützen, denn hier hilft man sich. Und außerdem macht mir Gärtnern auch richtig Spaß″, sagte sie. Gut 60 Bewohner der Wüste taten es ihr gleich und halfen am Samstagvormittag mit, eine Wildblumensaat auf einem rund 800 Quadratmeter großen Streifen anzulegen.
Initiative Brückenschlag″ nennt sich die Aktion, die vordergründig mit einem Wildblumenmix ein erstes öffentliches Zeichen setzen will. Der Hintergrund: Es geht neben der optischen Aufwertung der Schreberstraße um Bewusstseinsbildung. Die Straße, die vor über 30 Jahren eine Verkehrsanbindung der Stadt teile Westerberg und Sutthausen für Autos werden sollte, wird nun in den Köpfen als Fuß- und Radweg verankert″, sagte Wolfgang Timm, der Vorsitzende der Wüsteninitiative.
Optimal wäre diese, laut Stadtbaurat Frank Otte, wirklich nachhaltige Westtangente″, wenn eine Brücke den Pappelgraben überspannen könnte. Dann könnte man auf meist autofreiem Weg von Sutthausen zum Westerberg gelangen, so die Vorstellungen. Genau darauf will die Brückenschlag-Initiative aufmerksam machen.
Angestoßen haben diese Idee die Wüstenbewohner selbst. Sie hörten von unserem Engagement in Haste und wollten mitmachen″, erzählte Daniel Janko von der Hochschule Osnabrück. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt Urbane Interventionen″. Dessen Ziel: Menschen dafür zu begeistern, ihren Stadtteil selbst zu gestalten. Das Geld dazu kommt vom Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz. Das Ganze ist ein Pilotvorhaben, was von der Nationalen Stadtförderungspolitik unterstützt wird.
Ich finde das in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert″, sagte Stadtbaurat Otte bei der Ansaat-Aktion. Die Bürger setzten sich für ihren Stadtteil ein, steigerten den Wohlfühlfaktor in der Wüste und böten mit den Wildblumen auch einen Lebensraum für Bienen.
Denn bei den von der Stadt bezahlten und später auch zu pflegenden Wildblumen handelt es sich um einen Mix aus regionaltypischen Wildpflanzenarten. Auf sie fliegen neben den Honigbienen auch die artverwandten Wildbienen.
Am 28. und 29. Mai wird die Brückenschlag-Initiative fortgesetzt. Dann sollen die Bewohner mit dem Künstler David Rauer Ideen sammeln, wie der Pappelgraben nicht nur baulich, sondern auch künstlerisch, symbolisch und spielerisch überbrückt sein könnte.

Bildtext:

Wildblumen für die Wüste: Am Samstag packten Bewohner des Stadtteils Wüste bei der Ansaat von Wildblumen in der Schreberstraße mit an.

Foto: Thomas Osterfeld.
Autor:
Stefan Buchholz


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