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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Hohe Kosten durch Aufkleber
 
Lästig und teuer
Zwischenüberschrift:
Auf vielen Schildern in Osnabrück kleben Sticker
Artikel:
Kleinbild
 
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Aufkleber, die auf Verkehrsschilder, Stromkästen und Laternen kleben, kosten die Stadt viel Geld. In mühsamer Kleinarbeit entfernen Mitarbeiter des Osnabrücker Servicebetriebs die Sticker in unregelmäßigen Abständen.

Sie sind ein Ärgernis für viele Bürger, aber auch für die Stadt, für Hausbesitzer und Unternehmen. Die Rede ist von Aufklebern, die auf Verkehrsschildern, Strom- oder Verteilerkästen, Mülltonnen und Laternenmasten kleben.
Osnabrück. Diejenigen, die sie dort befestigen, tun ihre politische Meinung kund, nutzen sie als kostenlose Werbeflächen oder denken sich gar nichts weiter dabei. Diejenigen aber, die diese Aufkleber aufwendig wieder abkratzen müssen, bezahlen dafür einen Haufen Geld.
Scheiß Preußen Münster″ ist etliche Male auf Aufklebern auf einem Richtungsschild an der Buerschen Straße zu lesen. Das regt eine 63-jährige Lengericherin furchtbar auf. Sie parkt dort an Werktagen ihr Auto und sieht die Missfallensbekundung eines VfL-Fanclubs deswegen sehr häufig. Angesichts der Zwischenfälle, die von den gewaltbereiten Anhängern beider Clubs verübt wurden, empfindet die Dame diese Aufkleber als Scheinheiligkeit, wie sie sagt.
Die Aufkleber sind eine lästige Angelegenheit, weil sie nur mit großem Aufwand zu entfernen sind″, sagt Stadtsprecher Sven Jürgensen über die Sticker-Plage. In unregelmäßigen Abständen werden die Aufkleber von Mitarbeitern des Osnabrücker Servicebetriebs (OSB) mit Spachteln und Lösungsmitteln entfernt in mühsamer Kleinarbeit. Jürgensen ärgert sich nicht nur über den Aufwand, sondern auch darüber, dass praktisch nie jemand beim Kleben erwischt wird.
Im juristischen Sinne stellt dies eine Sachbeschädigung dar. Die werde aber polizeilich nur verfolgt, wenn sie zur Anzeige gebracht wird, erklärt Polizeisprecherin Anke Hamker. Eine Strafverfolgung gestaltet sich jedoch äußerst schwierig, da die Täter meist unerkannt bleiben. Auch wenn auf den Aufklebern für ein bestimmtes Produkt geworben wird, kann dem Produzenten nun einmal nicht nachgewiesen werden, dass er selbst die Aufkleber angebracht hat. Deswegen kann beispielsweise auch der VfL Osnabrück nicht dafür belangt werden, wenn seine Fans Aufkleber mit Missfallensbekundungen gegenüber dem Lokalrivalen oder auch einfach nur dem Vereinslogo in der Stadt befestigen.
Auch Clubs bringen gerne Aufkleber mit griffigen Slogans unters angeheiterte Partyvolk. Dass sich so mancher Betreiber insgeheim nicht unbedingt ärgert, wenn die Nachtschwärmer diese dann auf dem Heimweg flächendeckend in der gesamten City verteilen, darf zwar unterstellt werden aber beweisen, dass genau das von vorneherein die Idee hinter der Marketingaktion war, lässt es sich natürlich nicht.
Anke Hamker erzählt, dass sie mal einen jungen Mann in flagranti ertappt hat. Zu diesem Zeitpunkt trug sie keine Uniform und war nicht als Polizistin erkennbar. Sie redete dem Jungen ins Gewissen, und der ließ daraufhin von seinem Handeln ab, berichtet sie weiter. Vielen Leuten ist nicht klar, welchen Schaden sie damit anrichten. Die Täter zahlen jahrelang, wenn sie erwischt werden.″

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Bildtext:
Missfallensbekundungen gegenüber dem Fußballverein Preußen Münster kleben auf vielen Verkehrsschildern in Osnabrück. Die Aufkleber verursachen bei der Entfernung hohe Kosten.
Foto:
Thomas Wübker
Autor:
Thomas Wübker


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