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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Nur ohne Autos – oder ganz sperren?
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zur aktuellen Diskussion über die Gestaltung des Neumarkts, u. a. zum Artikel Neumarkt soll Fußgängerzone werden″ (Ausgabe vom 31. März).
„, Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen′ dieser mittlerweile mehr als bekannte Ausspruch von unserem Altkanzler Helmut Schmidt könnte in der aktuellen Neumarkt-Debatte nicht treffender sein. Und diese Vision lautet momentan bei einigen Neumarkt-Öffnungs-Verfechtern , zurück zur Autostadt′ – […] dies ist ein Fall für […] den Lungenspezialisten. […]
Bei der Wahl einer Stadt als Berufs- und Lebensmittelpunkt werden neben kulturellen und wirtschaftlichen Aspekten die gesundheitlichen Rahmenbedingungen immer wichtiger. Wie sollte da eine rückwärtsgewandte Verkehrspolitik mit einem Mehr an CO2, einem Mehr an Geräuschimmission eine Antwort auf urbanen und gesellschaftlichen Mehrwert sein? Eine Antwort kann und muss in einer Stärkung und Neuausrichtung des ÖPNV liegen; eine Antwort muss in einer Höherbewertung und Neudefinition von Fahrrädern und E-Bikes beim Bewältigen dieser Herausforderung liegen. Warum etwa schafft es die europäische Haupt- und Großstadt Kopenhagen momentan, das Paradebeispiel dafür zu sein, wie verhältnismäßig geringe städtebauliche Investitionen einen Großteil der Bürger dazu bewegt, sich individuell mit Muskelkraft durch die Stadt zu bewegen? […] Warum sollte es uns Osnabrückern nicht genauso wie im zoologischen Bereich gelingen, auch hier Münsteraner Mittelmäßigkeit einfach besser zu machen? Schadstoffreduktion, Verkehrssicherheit und eine neue urbane Osnabrücker Identität sehe ich als keine Vision, sondern einen mehr als machbaren und umsetzbaren Plan, der von breiten Teilen der Bürger unterstützt wird. […] Deswegen sollte der Neumarkt nur der Anfang einer mehr als überfälligen Diskussion um , eine Stadt von und für Menschen und Bürger′ sein.″
Thorsten Droll
Osnabrück

Auch für Busse sperren
Gemäß Ratsantrag soll der Neumarkt Fußgängerzone werden bei Beibehaltung des Busverkehrs und Sperrung für Pkws. Die Neugestaltung soll das Ziel haben, , die Menschen zum Verweilen anzuregen und das Zusammenwachsen von Alt- und Neustadt zu fördern′.
Diese Zielsetzung ist richtig und zukunftsweisend, aber mit Fortsetzung des Busverkehrs nicht erreichbar beziehungsweise nur eine halbherzige Lösung, weil die Diesel-Busse für wenigstens die nächsten fünf bis acht Jahre für Luftverschmutzung und Lärm sorgen. Eine nachhaltige und wirklich zukunftsorientierte Lösung kann nur die komplette Sperrung des Neumarkts für Busse und Pkws sein! Dann könnte der Neumarkt zu einem Zentrum einer neuen Lebensqualität zum Wohle der Osnabrücker Bürger und Besucher entwickelt werden, insgesamt eine einmalige Chance für unsere Stadt.
Seit Jahren/ Jahrzehnten hat der Rat meines Erachtens eine halbherzige, aber keine nachhaltige Verkehrspolitik betrieben. Es fehlt ein zukunftsorientiertes Gesamt-Verkehrskonzept, aus dem Einzelentscheidungen abgeleitet werden können. Wohin mit den Bussen? Der Rat sollte vorurteilsfrei prüfen lassen, ob das neue Umsteigezentrum vom Neumarkt zum Beispiel zum Hauptbahnhof, Güterbahnhof oder woanders hinverlegt werden könnte. Es wäre wünschenswert, wenn der Rat endlich Mut zeigen würde zu einer wirklich nachhaltigen Entscheidung zum Wohle der Bürger. Falls der Rat weiterhin eine Verkehrspolitik der Halbherzigkeit fortsetzen und den Neumarkt nur für Busse freigeben würde, so halte ich eine solche Entscheidung für einen Fehler und plädiere bis zum Vorliegen eines zukunftsorientierten Verkehrskonzeptes für die Öffnung des Neumarkts für alle Verkehrsteilnehmer.″
Peter Ehlers
Osnabrück

Warum Radverkehr?
Ein verfrühter Aprilscherz? In seiner Quintessenz bedeutet der Vorschlag : Wasch mich, aber mach mir den Pelz nicht nass! Die Beibehaltung des Busverkehrs in der Fußgängerzone Neumarkt bringt keine Verbesserung , sondern nur das Elend der Johannisstraße auf diesen wichtigsten Platz der Stadt . Und die Zulassung des Radverkehrs dort riecht fatal nach vorauseilendem Gehorsam vor der Osnabrücker Radfahrer-Lobby, die offensichtlich schon ihre trojanischen Pferde in die Amtsstuben geschmuggelt hat. Man sieht ja förmlich bereits vor sich, wie sorglose Mütter mit kleinen Kindern von rücksichtslosen Radrowdys umgefahren werden. Warum dann nicht gleich auch den Radverkehr in der Großen Straße zulassen? So ist der Vorschlag nichts Halbes und nichts Ganzes. […]″
Dr. Alexander Fischer
Osnabrück

Zum Glück zwingen
Wer Menschen zu ihrem Glück zwingt, erntet Undank, weiß der Volksmund. Noch schlimmer, wenn beständiges Glück durch augenfällige Vernunft ersetzt werden soll: Der Neumarkt ohne freie Fahrt für Pkw und Lkw widerspricht osnabrück-spezifischen Gründen des öffentlichen Wohls, wie wir tagtäglich über viele Stunden auf dem Neumarkt beobachten können: Alles steht, nichts rollt, nichts geht voran, wenige Lkw, viele Pkw und der Busverkehr ruhen mit laufenden Motoren. Es sind in Osnabrück nicht etwa die Familie, nicht Angehörige oder Freunde, die motivieren, Zeit effektiv zu nutzen und sich auf den Feierabend zu freuen: Allen voran befriedigt offensichtlich das Leiden im selbstentfachten Stau im Zentrum der Stadt und genießt höchste Wertschätzung. Sexy Neumarkt-Stau mehr öffentliches Wohl geht nicht. Nur so kann man am Stammtisch mitreden und bedauert werden.″
Martin Sturm
Osnabrück

Bildtext:

Für den Neumarkt stehen die Weichen seit dieser Woche auf Autofrei″. Foto: Moritz Frankenberg
Autor:
Thorsten Droll
 
Peter Ehlers
 
Dr. Alexander Fischer
 
Martin Sturm


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