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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Die Vogel-Villa im eigenen Garten
Zwischenüberschrift:
Jetzt Nistkästen aufhängen – Am Lernstandort Noller Schlucht werden Häuschen handgemacht
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück/ Dissen. Die Brutsaison von Amsel, Drossel, Fink und Star steht unmittelbar bevor. Unsere heimischen Vögel halten nun nach geeigneten Nistplätzen Ausschau. Die richtige Zeit, um ihnen mit Nistkästen die " Wohnungssuche" zu erleichtern.
In den Gärten und Siedlungsgebieten gibt es nur noch wenig alten Baumbestand mit natürlichen Höhlen. Zudem werden zur besseren Isolierung an alten Gebäuden Lücken und Löcher geschlossen, die zuvor Schwalben und Mauerseglern Unterschlupf boten. Und auch in den " aufgeräumten" Wäldern wird es für die Vögel nicht gerade einfacher, einen Nistplatz zu finden, da immer weniger Totholz liegen bleibt.
Um Vögeln einen Platz zu bieten und mehr Artenvielfalt in den eigenen Garten zu holen, ist das Anbringen von Nistkästen eine von vielen Möglichkeiten. " Dabei sollte man nicht nur die klassischen Meisenkästen mit rundem Einflugloch aufhängen, sondern auch andere Kästen für Vogelarten wie Grauschnäpper oder Zaunkönig, die in Halbhöhlen brüten", empfiehlt der Vorsitzende des
Nabu (Naturschutzbund Deutschland) Osnabrück, Andreas Peters.
Der Meisenkasten sei " gut geeignet als Einsteigermodell", da die Chancen groß sind, dass dieser auch im Siedlungsbereich von den Vögeln angenommen werde. Nicht nur Meisen, auch viele andere Arten brüten in geschlossenen Nisthöhlen. Je nachdem, welcher Durchmesser für das Einflugloch gewählt wird, wird der Kasten von unterschiedlichen Vogelarten bevorzugt. Reicht für Blaumeise oder Tannenmeise ein Durchmesser von 26 bis 28 Millimetern, benötigt der Haussperling 35 Millimeter, der Star sogar 45 Millimeter und der Gartenrotschwanz ein ovales Einflugloch, circa 48 Millimeter hoch und 32 Millimeter breit.
Mit einem Halbhöhlenkasten hingegen hilft man den Vogelarten, die auf Brutnischen oder Spalten angewiesen sind. Damit Katzen oder Marder keinen Zugang zu den Halbhöhlen haben, sollte ein derartiges Modell an einem für die Räuber unzugänglichen Ort wie einer Hauswand aufgehängt werden. Eine Blechplatte an der Vorderfront, an der sich Katze oder Marder nicht festkrallen können, schützt zusätzlich.
" Ein Nistkasten sollte in mindestens zwei bis drei Meter Höhe hängen", weiß Andreas Peters. Sind mehrere Nistkästen vorhanden, sollten sie nicht zu dicht zueinander angebracht werden und wenn am Baum, dann mit rostfreien Alunägeln oder Drahtbügeln. Sonst wird der Baum beschädigt. Natürlich darf ein Kasten niemals in der prallen Sonne hängen. " Bei der Ausrichtung des Einfluglochs scheiden sich die Geister. Ich denke, ob nun Ost oder West ist nicht so wichtig, nur die Wetterschlagseite sollte es nicht unbedingt abbekommen", meint der Nabu-Experte.
Die Häuschen, die wir aufhängen, sind im Gegensatz zu den natürlichen Höhlen Luxusvillen für die Vögel." Nistmaterial schaffen die Vögel selbst heran. Spätestens vor der neuen Brutsaison, sprich im Februar, sollte ein Nistkasten gereinigt werden, um Krankheiten zu vermeiden. Es sei gar nicht so kompliziert, einen Nistkasten selber zu bauen. Das weiß auch Josef Gebbe, Diplom-Biologe und Leiter der Umweltbildung am Lernstandort Noller Schlucht in Dissen. Mit Kinder- und Jugendgruppen baut das Team des Lernstandorts im Auftrag der Naturschutzstiftung Landkreis Osnabrück Nistkästen auch für größere Arten wie Schleiereule oder Steinkauz.
Bauanleitungen für Nistkästen sowie fertige Kästen gibt es beim Nabu, im Naturschutzzentrum am Schölerberg in Osnabrück und auch beim Lernstandort Noller Schlucht in Dissen.

Bildtext:

Luxus-Immobilien für die Vögel: Viktoria Klink, FÖJlerin beim Nabu, präsentiert einen Höhlenkasten (links), und Nina Schneider, NABU-Praktikantin, zeigt einen Halbhöhlen-Nistkasten. Foto: Carolin Hlawatsch
Autor:
hla


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