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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Stadt Osnabrück legt Datenbank Migration an
Zwischenüberschrift:
Künftig Grundlage für die Integrationsarbeit der Kommune
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Die Stadt Osnabrück baut eine Datenbank Migration, die ständig fortgeschrieben wird. Sie liefert wichtige Detailinformationen für die Integrationsarbeit der Stadt und hat nach Einschätzung der Stadt bundesweit Modellcharakter.
Die Integrationsbeauftragte Seda Rass-Turgut und Dirk Ohde vom städtischen Fachdienst Geodaten stellten die Datenbank dem Sozialausschuss vor. Dabei hoben sie hervor, dass die gesammelten Daten strengen Sicherheits- und Datenschutzbestimmungen unterliegen. Zugang habe ausschließlich ein kleiner Kreis, für den die Daten jedoch von großer Bedeutung seien.
In Osnabrück lebten am Tag der Präsentation 2531 geflüchtete Männer, Frauen und Kinder, dazu kommen 161 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Das ist nur ein winziger Ausschnitt aus der Datensammlung. Sie umfasst Altersgruppen, künftig Nationalitäten und Wohnungen. Auf der Grundlage dieser Daten kann die Stadt erkennen, in welchen Stadtteilen künftig wie viel mehr Kinder in die Schule gehen oder einen Platz im Kindergarten brauchen. Durch regelmäßige Meldungen soll die Datei immer auf dem neuesten Stand bleiben, sagte Rass-Turgut.
Die Vorstandskonferenz der Stadt hatte die Integrationsbeauftragte im September vergangenen Jahres mit der Moderation des Prozesses zur Erstellung der Datenbank beauftragt. An den Beratungen zum Aufbau nahmen Vertreterinnen und Vertreter vieler städtischer Fachbereiche teil, unter anderem Strategische Steuerung und Rat, Personal und Organisation, Recht und Datenschutz, Schule und Sport sowie Kinder, Jugendliche und Familien.
Datenschutz gewährleistet
" Verknüpft mit Rauminformationen, ermöglicht die Datenbank beispielsweise eine Belegungsübersicht der Gemeinschaftsunterkünfte und löst althergebrachte Erfassungsmethoden zur Verwaltung der Unterkünfte ab", schreibt Rass-Turgut in einem Bericht für die Ratsausschüsse: " Personenbezogene Daten werden geschützt. Die vom Bundesgesetzgeber in Folge des neuen Flüchtlingsausweises aggregierte " ID" für Flüchtlinge wird ins System aufgenommen."
Mit der Datenbank könnten Bevölkerungsdaten tabellarisch, grafisch oder räumlich tagesaktuell in " Echtzeit" aufbereitet werden. Damit sei es erstmals möglich, aktuelle amtliche Daten für die Prozesssteuerung oder die Öffentlichkeitsarbeit ohne besonderen Personaleinsatz abzurufen, schreibt Rass-Turgut weiter. Zurzeit sei die Datenbank mit einem Programm der Ausländerbehörde verknüpft. Geplant ist, sie nacheinander auch mit den Programmen für Sozialleistungen und Jugendhilfe zu verbinden.
Um die Datensammlung zu komplettieren, seien auch Verknüpfungen mit dem Jobcenter und der Arbeitsverwaltung erwünscht. Dies sei jedoch von der Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg abhängig. Eine entsprechende Nachfrage in Nürnberg habe die Vermutung der Stadt bestätigt, dass die Osnabrücker Datenbank deutschlandweit Modellcharakter habe, berichtet Ohde. Osnabrück sei die erste Stadt, die eine solche Datenbank führe. Die Agentur für Arbeit wolle nun erst einmal einen Arbeitskreis einrichten.
Die Datenbank wird nach den Osterferien noch im Schul- und Sportausschuss, im Ausschuss für Feuerwehr und Ordnung sowie im Jugendhilfeausschuss vorgestellt.

Bildtext:

Wie viele geflüchtete Frauen und Kinder leben in Osnabrück? Diese und viele andere Antworten zu den verschiedensten Daten liefert die Datenbank Migration. Symbolfoto: dpa
Autor:
S.


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