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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Autobahn 30 zwischen Osnabrück und Lotte bis 2029 sechsspurig
Zwischenüberschrift:
Bundesverkehrswegeplan: Details für die vordringlichen Projekte bekannt gegeben
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die A 30 zwischen dem Lotter Kreuz und dem Osnabrücker Südkreuz wird nach dem Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans bis 2029 sechsspurig, der Lückenschluss A 33-Nord soll erst 2033 vollendet werden.
Osnabrück. Das geht aus dem jetzt vom Bund freigeschalteten Informationssystem für die im Verkehrswegeplan enthaltenen Einzelprojekte hervor. Zuvor hatte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt bereits Mitte März einen Entwurf mit rund 1000 Projekten vorgestellt, die es in den Gesamtplan geschafft haben. Zu den nun veröffentlichten Details für die Projekte unserer Region gibt es nun Kritik.
Der stellvertretende Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr im Geschäftsbereich Osnabrück, Frank Engelmann, zeigt sich überrascht darüber, dass der Entwurf die Dauer der noch ausstehenden Planung für die A 33-Nord zwischen der A 33 in Belm und der A 1 nördlich von Wallenhorst mit elfeinhalb Jahren und die Bauphase mit zusätzlichen vier Jahren angibt. Engelmann rechnet damit, dass die maßgeblichen Ausbaugesetze im Bundestag erst im kommenden Jahr beschlossen werden. Das hieße, dass die A 33-Nord zwischen der A 33 in Belm und der A 1 nördlich von Wallenhorst erst im Jahre 2033 vollendet würde. Engelmann hält das für eine " eher pessimistische Sichtweise".
Bislang plant seine Behörde mit der Einleitung der Planfeststellung 2018 und einem Planfeststellungsbeschluss bis 2020. " Ohne eine Klage würde der Bau bereits 2021 beginnen und bis Mitte 2025 fertig", prognostiziert er. Da eine Klage aber wahrscheinlich sei, erwartet Engelmann eine Fertigstellung bis Mitte 2028. Engelmann glaubt, dass der Bund einen weitaus umfangreicheren Klagezeitraum mitberücksichtigt habe.
Lärmschutz und Tunnel
Besonders kurios ist aus Sicht des Beamten, dass der sechsstreifige Ausbau der A 30 zwischen Lotte und Osnabrück bereits 2029 fertig sein soll und vier Jahre weniger Planungszeit vorgesehen sind als für die A 33-Nord. Immerhin sind das Raumordnungsverfahren und die Linienbestimmung für die A 33-Nord schon abgeschlossen, beim sechsstreifigen Ausbau der A 30 würde die Planung erst 2017 losgehen. Allerdings sieht er in dem Ausbau der A 30 eine ganz andere Planungsdimension als bei der A 33-Nord. " Das eine ist der Bau einer Straße auf der grünen Wiese. Das andere ist der Ausbau einer Straße im fließenden Verkehr. Bei einer Autobahn mitten in der Stadt durch Sutthausen, Hellern und Nahne ist sehr viel Lärmschutz zu schaffen. Voraussichtlich wäre eine Teilabdeckelung der A 30 nötig." Zudem müsse neben ohnehin benötigten neuen Brücken über Tunnel, Tröge und Galerien nachgedacht werden.
Engelmann weist zudem darauf hin, dass es zudem zwei weitere wichtige Projekte in den " vordringlichen Bedarf" geschafft haben: der zweistreifige Neubau der Ortsumfahrung Bad Iburg auf der B 51 und der zweistreifige Neubau der Ortsumfahrung Ueffeln nördlich von Bramsche auf der B 218.
Für den sechsspurigen A-30-Ausbau auf dem 11, 5 Kilometer langen Teilstück
zwischen dem Lotter Kreuz und dem Osnabrücker Südkreuz sind Gesamtkosten von 143 Millionen Euro vorgesehen.
Eine Erklärung, weshalb die A 30 schneller ausgebaut als die A 33-Nord neu gebaut werden soll, wäre die neue Priorisierung im Bundesverkehrswegeplan. Während es der A-30-Ausbau in die neue höchste Kategorie " vordringlicher Bedarf Engpassbeseitigung" geschafft hat und damit als besonders dringliches Projekt eingestuft wird, hat es der mit Gesamtkosten von 87 Millionen Euro geplante Bau der A 33-Nord nur in den " vordringlichen Bedarf" geschafft.
Der Sprecher des niedersächsischen Verkehrsministeriums, Stefan Wittke, sagt zur Einstufung des Ausbaus der A 30 bei Osnabrück in die neue höchste Kategorie: " Der Bundesverkehrsminister hat durchaus die Erwartung geäußert, dass die definierten Engpässe mit Priorität angegangen werden sollen." Allerdings sagt er auch, dass es " wenig Sinn habe, ein priorisiertes Projekt, bei dem man planerisch schon auf der Zielgeraden ist, liegen zu lassen, um bei einem womöglich noch wichtigeren Vorhaben bei null anzufangen".

Bildtext:

Das Autobahnkreuz in Lotte aus der Vogelperspektive: Um Staus zu vermeiden, soll die A 30 zwischen dem Osnabrücker Südkreuz und dem Lotter Kreuz bis 2029 sechsspurig werden. Bereits jetzt steht fest: Das Autobahnkreuz Lotte/ Osnabrück ist den bestehenden und zu erwartenden Verkehrsverhältnissen nicht gewachsen. Vermutlich wird bereits in disem Jahr begonnen, das Lotter Autobahnkreuz zu erneuern.

Archivfoto: Gert Westdörp
Autor:
Jean-Charles Fays


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