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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Gewalt ist in jeder Form abzulehnen
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Gewalt ist in jeder Form abzulehnen

Zum Artikel " 450 Menschen gegen , Abgleiten nach rechts′" (Ausgabe vom 26. Februar) und dem Leserbrief von Dr. Friedemann Neuhaus " Einige Gründe, die gegen , rechts′ sprechen" (Ausgabe vom 10. März).

" Der Leser gibt auf die Frage , Was spricht eigentlich gegen rechts′ die Antwort: Weil es Morde und andere Untaten durch rechts′ gibt und gab, so der Holocaust, die Fememorde in der Weimarer Republik und die Morde des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU).

Diese Antwort befriedigt nicht, weil eine solche Argumentation natürlich auch spiegelbildlich gegen links′ möglich ist.

Die Mordopfer von Stalin und Mao Tse-tung übertrafen an Zahl diejenigen von Hitler, und die RAF hat mehr Menschen umgebracht (34) als die Mörder des sogenannten NSU (10). Rechte Gewalt ist kein ausreichendes Argument gegen rechts′, so wenig wie linke Gewalt ein Argument gegen links′ ist. Gewalt ist in jeder Form abzulehnen. Man kann nicht die Gewalt von Autonomen begrüßen und die Gewalt von Neonazis verdammen. Umgekehrt natürlich auch nicht."

Annette Buchholz

Wallenhorst

" Die Frage , Was spricht eigentlich gegen rechts′ beantwortet der Leser mit der Aufzählung rechter Gewalt: Mord an Millionen Juden, Morde an Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht und anderen Politikern in der Weimarer Republik und schließlich die Mordserie des NSU. Folgt man dieser Argumentation, könnte man auch eine Aufzählung linker Gewalt machen und behaupten, dies spräche gegen , links′.

Mao hat mehr Menschen umbringen lassen als Hitler, Stalin kaum weniger und 20 Prozent der Kambodschaner (1, 6 von 8 Millionen) sind Opfer der Roten Khmer unter Pol Pot geworden. Linke Gewalt spricht nicht gegen , links′, und rechte Gewalt spricht nicht gegen , rechts′ Gewalt ist immer abzulehnen, gleichgültig, ob sie von linker oder rechter Politik angewendet wird. Einen Unterschied sollte man weder zwischen , rechten′ und , linken′ Mördern noch zwischen Opfern rechter und linker Gewalt machen.

Es ist eine schöne Tradition, am Jahrestag der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht (15. Januar 1919) der Ermordeten alljährlich in einer großen Demonstration zu gedenken. Eine Gedenkfeier oder gar Demonstration für die ermordeten Siegfried Buback, Jürgen Ponto, Hanns Martin Schleyer, Alfred Herrhausen, Detlev Rohwedder und andere von der RAF Ermordeten gibt es leider nicht."

Karsten Landwehr

Melle
Autor:
Annette Buchholz
 
Karsten Landwehr


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