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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
"Das war das Tageshighlight"
Zwischenüberschrift:
Fastenmahl in der Herz-Jesu-Kirche: Nur wenige Gäste, aber tolle Stimmung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Bischof Franz-Josef Bode hat in der Herz-Jesu-Kirche mit Wohnungslosen und anderen Bedürftigen gleich zwei Jubiläen gefeiert. Die meisten Plätze bei dem Fastenmahl blieben allerdings leer.

Osnabrück. Mit knapp 100 Gästen waren deutlich weniger Teilnehmer als erwartet gekommen. Das fand der Bischof zwar etwas enttäuschend die Stimmung bei dem Essen, das vom Chor der Straßenzeitung Abseits begleitet wurde, war aber trotzdem gut.
" Für mich war das heute das Tageshighlight", meinte Carola Lorberg, eine Besucherin der Wärmestube, die bei dem Essen dabei war. Außerdem kommen die rund 400 Portionen Putengulasch, die in der Kirche übrig geblieben sind, trotzdem noch bei den Menschen an, mit denen Bode bei dem Fastenmahl den 25. Jahrestag seiner Bischofsweihe sowie 20 Jahre Amtszeit in Osnabrück feiern wollte: Was nicht verputzt wurde, wird an die Wärmestube, die Tageswohnung für wohnungslose Menschen und die Übernachtungsstätte Laurentiushaus weitergegeben und dort aufgetischt.
In den drei Einrichtungen lagen zuvor Einladungsplakate und Anmeldezettel für das Fastenmahl aus, außerdem wurde im " Forum am Dom" darauf hingewiesen. " Es hatten sich vorher mehr Gäste angemeldet, und wir wissen bisher nicht, warum nicht alle gekommen sind. Ob wir es wiederholen und bei welchem Anlass, entscheiden wir erst noch ich würde es aber gerne noch einmal machen", meinte der Bischof, der bei dem Essen durch die Reihen ging, sich mit an die Tische setzte, freundliche Gespräche mit den Gästen führte und dann an einem Tisch auch mit ihnen aß.
Bode hatte zu Beginn in einer kurzen Ansprache deutlich gemacht, dass er sich mit dem Fastenmahl für die Weihnachtsfeiern in den drei Einrichtungen bedanken wollte, an denen er sich seit seinem Amtsantritt 1999 jedes Jahr beteiligt hat. Jeweils am Heiligen Abend ist er in der Wärmestube und im Laurentiushaus zu Gast, bereits einige Tage vorher in der Tageswohnung. " Wir sitzen da immer so schön und warm zusammen da dachte ich, dass es mal eine Gegeneinladung geben sollte", meinte Bode. Ihm sei es wichtig, seine Jubiläen nicht nur mit den " Hochkopferten" zu feiern, betonte er weiter.
Seine Einladung kam gut an bei Gästen wie Peggy, einer Besucherin der SKM-Tageswohnung. " Nette Geste", meinte die Frau, die später auch auf den Bischof zuging und ihm einen persönlichen Dank für die Einladung aussprach.
Neben Besuchern der Hilfsstellen waren auch einige Hauptamtliche und Helfer aus den Einrichtungen sowie Mitarbeiter des Generalvikariats bei dem Essen dabei. Das Mahl (es bestand aus Putengulasch mit Salzkartoffeln, Reis und Salat) wurde von Andreas Schowe, Küchenchef im Osnabrücker Paulusheim, und seinem Team zubereitet. Als freiwillige Helfer waren noch 16 weitere Mitarbeiter des Paulusheims dabei.
Von ihnen wurden bereits tags zuvor für insgesamt 452 Personen die Tische in der Kirche eingedeckt. Beim Essen wurden von ihnen die Speisen serviert, und hinterher waren sie dafür zuständig, wieder " Klarschiff" in der Kirche zu machen. Passend zum schönen Anlass, waren alle mit schwarzen Hosen und weißen Oberteilen bekleidet.
Wie Schowe erklärte, waren genug Essen für 500 Personen vorhanden. Vorbild des Fastenmahls waren nach Angaben von Bistums-Pressesprecher Hermann Haarmann die Weihnachtsessen der internationalen Gemeinschaft " Sant Egidio", zu denen seit 1982 jeweils Wohnungslose, Bettler und andere bedürftige Menschen in eine römische Kirche zum Essen eingeladen werden.

Bildtext:

Die meisten Plätze in der Herz-Jesu-Kirche blieben am Donnerstag leer.

Foto:

Michael Gründel
Autor:
Jens Lintel


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