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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Neue Räume für Patientenschule am Schölerberg
Zwischenüberschrift:
Kinderhospital bietet Platz für individuelle Betreuung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Mit neuen Räumen startet die Patientenschule im Kinderhospital Osnabrück in den Schulalltag. Der Unterricht spielt insbesondere bei psychisch erkrankten Kindern eine besondere Rolle, und der regelmäßige Gang in den Klassenraum will gelernt sein. Somit ist eine bessere und individuellere Behandlung der Kinder möglich.
Für die meisten Kinder geht es jeden Tag in die Schule, doch manchen fällt dieser Alltag besonders schwer. " Mobbing, Depressionen und familiäre Probleme sind keine Seltenheit", weiß Gerd Patjens, Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Kinderhospitals Osnabrück. Um psychisch angeschlagenen Kindern wieder in den geregelten Schulalltag zurückzuführen bietet das Kinderhospital am Schölerberg die Patientenschule an. Jetzt wurden komplett neue Räume geschaffen, damit sich " die kleinen Patienten wohlfühlen können", sagt Patjens.
Kinder, die seit einem Jahr nicht mehr die Schule besuchen, sind keine Seltenheit im Kinderhospital Osnabrück. " Oft wurden schon Ordnungsstrafen und Bußgelder fällig", weiß Patjens. Schule ist ein zentrales Thema bei jeder therapeutischen Behandlung, fast " immer hat Schule eine Bedeutung bei psychischen Erkrankungen", sagt der Chefarzt. Deswegen sei es umso wichtiger, die Schule bei den Behandlungen zu berücksichtigen.
In Niedersachsen zeigt sich ein uneinheitliches Bild der Klinikschulen. " Verpflichtende Krankenschulen scheinen politisch nicht gewollt zu sein", sagt Patjens. Osnabrück ist eines der wenigen Angebote Niedersachsens. In Abstimmung mit den Therapeuten wird der Stundenplan zusammengestellt. Doch in einem Klassenraum werden Kinder unterschiedlichster Jahrgänge und Schulformen gemeinsam unterrichtet. " Die Herausforderung ist, individuell auf die Kinder einzugehen", sagt Christel Kocks, Lehrerin an der Patientenschule.
Mit rund 360 Quadratmetern bietet die neue Patientenschule viel Platz. Neun Unterrichtsräume sind geschaffen worden, und alle Einrichtungen wurden komplett saniert. Die etwas kleineren Klassenräume bieten Platz für bis zu vier Kinder, damit eine individuelle Betreuung möglich ist. " Wir sind nun eine richtige Schule", sagt Verwaltungsdirektor Wilfried Siemering. Gebaut wurde diese in einem separaten Gebäude. Die Kinder müssen so nicht mehr quer durch das Hauptgebäude, sondern einen richtigen Schulweg absolvieren. " Die Schule ist so viel näher an der Realität", sagt Patjens.

Bildtext:

Neue Räume für die Patientenschule im Kinderhospital (von links): Wilfried Siemering, Dr. Gerd Patjens, Stefan Wehnert, Wilfried Gillmann, Hannelore Trimpe und Benno Schomaker. Foto: Swaantje Hehmann
Autor:
apap


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