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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Professor hält A 33-Nord für überflüssig
Zwischenüberschrift:
Infoveranstaltung mit dem Osnabrücker Wirtschafts- und Verkehrsgeografen Jürgen Deiters am 2. März
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Der Bau der A 33-Nord mache für den Bund keinen Sinn: Dieser Meinung ist der Osnabrücker Wirtschafts- und Verkehrsgeograf Prof. Dr. Jürgen Deiters.
Belm/ Wallenhorst. Der Professor im Ruhestand hat sich die Daten der Verkehrserhebung von 2013 und Prognose für 2030 vorgenommen und nachgerechnet. Ein Ausbau der A 30 zwischen dem Osnabrücker Südkreuz und dem Lotter Kreuz von vier auf sechs Streifen würde völlig ausreichen, um die erwarteten Verkehrsmengen zu bewältigen, sagt er. Und mehr noch: Der innerregionale Verkehr könne durch Maßnahmen wie Ampelanlage an den Zufahrten auf der A 30 so reduziert werden, dass sogar ein Ausbau der A 30 nicht mehr nötig sei, meint Deiters.
Deiters begründet seine Thesen damit, dass lediglich ein Drittel der erwarteten Fahrzeuge auf der A 33-Nord dem Fernverkehr auf der Nord-Süd-Achse zuzuordnen sei. Der Rest sei Regionalverkehr. Heißt: Die A 33-Nord würde überwiegend dem Regionalverkehr zugutekommen. " Aus Sicht derer, die die Mittel zu vergeben haben, macht das keinen Sinn", sagt Deiters. Denn die Mittel vergibt der Bund. Außerdem würde die A 33-Nord Neuverkehr erzeugen.
Schon immer hatten die Autobahngegner den A 30-Ausbau (die sogenannte Variante " Null-Plus") als Argument gegen den Lückenschluss zwischen der A 33 bei Belm und der A 1 nördlich von Wallenhorst ins Feld geführt. In der Meldung des Landes Niedersachsen von Wunschprojekten für den neuen Bundesverkehrswegeplan sind beide Varianten enthalten Neubau der A 33-Nord und Ausbau der A 30. Im aktuell gültigen Verkehrswegeplan von 2003 fehlt die A 30; die A 33-Nord wurde darin mit " vordringlichem Bedarf" eingestuft.
Eigentlich wollte sich Jürgen Deiters die Kosten-Nutzen-Analyse vornehmen, die im Zuge der Neuaufstellung des Bundesverkehrswegeplans erstellt werden soll. Nur war an die nicht heranzukommen und Gegner wie Befürworter und Planer warten seit Monaten auf den Entwurf des Plans, dessen Vorstellung vom Bundesverkehrsministerium immer wieder aufgeschoben wurde.
Warum betreibt Deiters überhaupt diesen Aufwand? " Aus fachlichem Interesse", sagt er. Er habe schon jahrelang den Streit um den Lückenschluss verfolgt – " Lückenschluss" hält er übrigens für den völlig falschen Begriff.
Die Details seiner Berechnungen wird Prof. Dr. Jürgen Deiters am Mittwoch, 2. März, um 19 Uhr im Saal Lingemann in Rulle vorstellen und zum Diskutieren über seine Thesen einladen.
Autor:
Sandra Dorn


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