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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Die Skandalgeschichte, die keine ist
Zwischenüberschrift:
Warum im Stadtteil Westerberg auf einem Regenrückhaltebecken gebaut wird
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Geht es noch mit rechten Dingen zu, wenn ein Regenrückhaltebecken verschwindet und an seiner Stelle ein stattliches Wohnhaus gebaut wird? Über diese Frage wird auf dem Westerberg gerade aufgeregt diskutiert. Wir haben nachgehakt, konnten aber keinen Skandal aufdecken.
Osnabrück. Das fragliche Grundstück im Stadtteil Westerberg gehört zweifellos zu einer der besten und gefragtesten Wohnlagen Osnabrücks. An der Ecke Schoeller straße/ Maximilian-Kolbe-Straße befand sich lange Zeit eine Grünfläche mit einer Mulde. Nach starken Niederschlägen sammelte sich darin gelegentlich etwas Regenwasser, das sonst vielleicht die Keller der umliegenden Häuser geflutet hätte.
Dass ein vermögender Bauherr ausgerechnet auf diesem beschaulichen Grundstück am Rande des Botanischen Gartens sein Traumhaus errichten würde, weckt Verschwörungsfantasien. Am Westerberg wird gemutmaßt, das Baurecht sei wohl mit unlauteren Mitteln vorübergehend außer Kraft gesetzt worden. Ist es aber nicht, wie unsere Nachfrage ergab. Schon der Bebauungsplan Nr. 142 aus dem Jahr 1982 habe die Fläche für den Wohnungsbau ausgewiesen, sagt Franz Schürings, der Leiter des Fachbereichs Städtebau. Das später angelegte Regenrückhaltebecken sei ein Provisorium gewesen, das die Stadt nur bis zum endgültigen Ausbau der Kanalisation gebraucht habe.
Für die ordnungsgemäße Ableitung des Regenwassers sind die Stadtwerke zuständig. Im Quartier am Botanischen Garten haben die kommunalen Ver- und Entsorger 2009 die Kanäle erneuert, wie Sprecherin Nicole Seifert bestätigt. Vorher war das Regenwasser zusammen mit dem Schmutzwasser durch einen Mischkanal abgeflossen. Wegen des engen Durchmessers hätte es da schon mal zu Überlastungen kommen können mit unappetitlichen Folgen. Seit das Trennsystem mit separaten Schmutz- und Regenwasserkanälen in Betrieb ist, brauchen die Stadtwerke das Rückhaltebecken nicht mehr. Und damit hat sich die Skandalgeschichte erledigt.

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Bildtext:
Hier darf gebaut werden: Das Regenrückhaltebecken an der Ecke Schoellerstraße/ Maximilian-Kolbe-Straße wird nicht mehr benötigt.
Foto:
Gert Westdörp
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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