User Online: 3 | Timeout: 11:12Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO-Archiv | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Lehren aus der Jahrhundertflut
Zwischenüberschrift:
Stadt Osnabrück zieht neue Grenzen für Überschwemmungsgebiet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Im Überschwemmungsgebiet darf nicht gebaut werden. Schon beim Pflanzen von Sträuchern gelten Einschränkungen, damit das Hochwasser im Ernstfall rasch abfließen kann. Die Stadt zieht neue Grenzen für das Überschwemmungsgebiet der Hase und veröffentlicht jetzt die Pläne.
Osnabrück. Überschwemmungsgebiete werden ausgewiesen, damit einem Fluss genug Raum bleibt, über die Ufer zu treten, ohne größeren Schaden anzurichten. Für den Hochwasserschutz sind die Grundstückseigentümer selbst verantwortlich. Sie müssen Vorsorge treffen, dass Keller nicht überflutet und Einrichtungsgegenstände nicht durchnässt werden.
Das Jahrhunderthochwasser im August 2010 hat Millionenschäden angerichtet, die zum Teil vermeidbar gewesen wären. Immerhin verdanken ihm die Planer aber auch wertvolle Erkenntnisse darüber, wo man in Osnabrück im Ernstfall nasse Füße bekommen kann. Diese Daten hat der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in die Festsetzung für das neue Überschwemmungsgebiet eingearbeitet.
Dabei mussten teilweise erhebliche Unterschiede zwischen Theorie und Praxis aus der Welt geschafft werden. Nach den ersten Berechnungen sollte schon bei einem 20-jährigen Hochwasser ein Teil des Hafens überflutet werden. Doch das passierte nicht einmal beim Jahrhunderthochwasser vor sechs Jahren. Die Fachleute der Stadt runzelten schon die Stirn, als sie auf den Hochwasserkarten eine Seenplatte entdeckten, die vom Kollegienwall bis in die Wüste reichte. Aber nur auf dem Papier. Bei genaueren Untersuchungen stellte sich heraus, dass sich ein Fehler eingeschlichen hatte.
Mit der Bürgerbeteiligung, die jetzt beginnt, sollen weitere Fehler ausgebügelt werden, die möglicherweise noch nicht entdeckt wurden. Die Unterlagen zum Überschwemmungsgebiet können beim Fachbereich Umwelt und Klimaschutz, Hannoversche Str. 6–8, Zimmer 2 C 18, eingesehen werden. Alternativ stehen alle Unterlagen vom 17. Februar bis 16. März auch im Internet als Download zur Verfügung: www.osnabrueck.de/ uesg. Die Dateien müssen heruntergeladen und im Zielordner entpackt werden. Jeder Betroffene kann bis zum
31. März Einwendungen erheben. Für Rückfragen steht Tobias Andree, Telefon 0541/ 323-2461, zur Verfügung.

Bildtext:

Land unter: So sah es beim Jahrhunderthochwasser im August 2010 in Hellern aus. Foto: Archiv/ Gert Westdörp


Anfang der Liste Ende der Liste