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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Supermülltonnen werden nachgebessert
Zwischenüberschrift:
Fehlersuche in den USA – Bis auf Weiteres nur Öffnen mit der Hand möglich
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Nach Problemen mit dem Fußpedal sind die Türen der acht Big-Belly-Supermülltonnen in der Innenstadt ausgetauscht worden. Die Osnabrücker müssen in den kommenden Wochen den Müllschacht mit der Hand
öffnen.
Osnabrück. Alles auf Anfang: Die zum Jahreswechsel auf der Großen Straße aufgestellten acht Mülltonnen haben ihre Erwartungen nicht erfüllt. Ein Produktionsfehler am Fußpedal hat die Testphase des Osnabrücker Servicebetriebes (OSB) unterbrochen. Die Türen der Geräte wurden zum Hersteller in die USA transportiert, um dort den Fehler zu beheben. Die Ersatz-Bellys müssen mit der Hand geöffnet werden.
Großer Bauch heißen die Geräte übersetzt: Der große Bauch fasst 125 Liter Müll. Doch dank einer solarbetriebenen Presse wird der Inhalt so zusammengequetscht, dass bis zu 900 Liter hineinpassen. Der OSB verspricht sich von den Hightech-Tonnen vor allem Einsparungen. Die gefräßigen Bellys sollen die Sonntagsleerung überflüssig machen. Das verringert die Personalkosten, zumal sonntags ein Zuschlag von 25 Prozent fällig ist.
Doch von Anfang an gab es Probleme mit der Mülltonne. Das lag offensichtlich am Pedal: Darüber wurde zwar die Klappe geöffnet, um den Müll zu entsorgen. Anschließend schloss sich die Öffnung aber nicht mehr automatisch. Als Folge wurde der Inhalt nicht gepresst.
Ende vorletzter Woche waren deshalb alle Pedal-Türen ausgetauscht worden. Alexander Rochlitz, Geschäftsführer der Elmshorner Firma German Ecotec, die Big Belly in Deutschland vertreibt, war am Dienstag nach Osnabrück gekommen, um das weitere Vorgehen zu erläutern. In Osnabrück seien die ersten Bellys mit Pedalöffnung aufgestellt worden, sagte Rochlitz. Inzwischen seien die Pedal-Bellys in vielen anderen deutschen Städten in Betrieb genommen worden, aber nur in Osnabrück gebe es diese gravierenden Probleme.
Darüber werde sich jetzt der Hersteller in den USA den Kopf zerbrechen, sagte Rochlitz. Wann sich die Tonnen wieder hygienisch mit dem Fußpedal öffnen lassen, konnte er nicht sagen: " Nicht übermorgen und nicht nächste Woche, aber ich hoffe, dass in einigen Wochen alles erledigt ist."
Aufgrund der Probleme könne der OSB auch noch nichts zu den erhofften Einsparungen sagen, bedauerte OSB-Stadtservice-Leiter Hans Schröder. Deshalb werde der drei bis sechs Monate dauernde Testbetrieb neu gestartet, wenn die funktionstüchtigen Big Bellys wieder aufgestellt sind. Der Stadt entstünden durch die Reparatur und Transporte keine Kosten. Rochlitz betonte bei der Gelegenheit, dass Big Belly kein Luxusprodukt sei. Zum einen helfe es, Kosten zu sparen, zum anderen sei es nicht so teuer wie allgemein verbreitet wird: " Der Preis liegt unter 6000 Euro."
Hans Schröder nutzte den Besuch des Geschäftsführers, um auf weitere Probleme im Umgang mit Big Belly aufmerksam zu machen, etwa die recht kleine Öffnung für Zigarettenkippen. Das sei so gewollt, erläuterte Rochlitz: " Wenn ein Aschenbecher qualmt, dann sind das meist nicht die Kippen, sondern Papiertaschentücher." Aus diesem Grund sei die Öffnung klein gehalten. Er denke aber über einen größeren Hinweis für Raucher nach.
Drei der Big Bellys wurden mit Pfandregalen ausgestattet, weil Pfandsammler aus diesem Mülltonnentyp Flaschen und Dosen nicht mehr herausfischen können. In den Halterungen finden sich allerdings fast ausschließlich Wegwerfbecher. Das, so stellte Rochlitz klar, sei kein Problem des Herstellers, sondern ein Anwenderfehler.

Bildtext:

Im Herstellerland USA würden die Pedal-Türen der Mülleimer jetzt auf Fehler untersucht, sagte Alexander Rochlitz, dessen

Firma Big Belly in Deutschland vertreibt. Links Hans Schröder vom Osnabrücker ServiceBbetrieb.

Foto:

Michael Gründel
Autor:
Ulrike Schmidt


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