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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Eilige Fracht aus dem Steinbruch
Zwischenüberschrift:
Bürgerforum diskutiert über Gefahren auf der Holsten-Mündruper Straße
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Voxtruper fordern Geschwindigkeitsbegrenzungen für die Holsten-Mündruper Straße. Im Bürgerforum empörten sie sich über mangelndes Engagement der Stadt.
Osnabrück. Es ist die Straße zum Steinbruch. Hier gehen Spaziergänger, Eltern schieben Kinderwagen, Wanderer suchen die Idylle; viele Radfahrer und Autos teilen sich mit ihnen die Holsten-Mündruper Straße und mit Steinen beladene Lastwagen, die bis zu 70 Stundenkilometer schnell fahren dürfen. Sie flößen vielen Anwohnern Angst ein, die im Bürgerforum Voxtrup in Wut umschlug. Während der vergangenen Jahre stand der Schwerlastverkehr auf der Holsten-Mündruper Straße auf der Tagesordnung. Stets scheiterten Bürger mit ihrem dringenden Wunsch, die Geschwindigkeit je nach Abschnitt auf 30 oder 50 Stundenkilometer zu begrenzen. Dem Regelwerk nach scheint diese Straße nicht für derlei Eingriffe vorgesehen zu sein. Damit wollen sich die Nachbarn nicht zufriedengeben.
Ein Anwohner wollte von der Verwaltung wissen: " Wie viele Lkw-Fahrten haben im Jahr 2015 insgesamt vom und zum Steinbruch in Holsten-Mündrup über die Holsten-Mndruper Straße stattgefunden?" Auf diese Frage fehlt die Antwort. Hartmut Damerow vom Osnabrücker Servicebetrieb (OSB) trug vor: " Zahlen zu den Lkw-Fahrten liegen im OSB nicht vor." Offenbar hat ein Anwohner von der benachbarten Bauerschaft Voxtrup selbst nachgezählt. Sein Ergebnis: " Es fahren hier 30 bis 50 Lastwagen pro Stunde." Er bezeichnete die Steinfrachter als " unerträglich". " Ich bin jedes mal überglücklich, wenn ich heil in meine Einfahrt komme."
Ein weiterer Anwohner schloss sich seinen Forderungen nach Geschwindigkeitsbegrenzungen an, schien jedoch zu resignieren: Solche Forderungen würden " immer abgetan": " Man will nichts machen." Dass ihre Klagen stets zu verhallen scheinen, empört die Nachbarn. Einer von ihnen meinte, die Anwohner würden " mundtot gemacht". August Hüdepohl hatte vor knapp zwei Jahren einen Brief an Oberbürgermeister Wolfgang Griesert geschrieben und darin das Verkehrsaufkommen als " unnormal für eine dörfliche Wohnstraße" beschrieben. Nun stellte er sogar in Aussicht, persönlich die Kosten für Verkehrsschilder mit Tempobegrenzungen zu übernehmen.
Kerstin Lampert-Hodgson kündigte für den SPD-Ortsverein Voxtrup eine Verkehrsbegehung am Mittwoch, 24. Februar, an. Eva-Maria Westermann (CDU) wies darauf hin, dass über die Holsten-Mündruper Straße mehrmals im Stadtentwicklungsausschuss diskutiert worden war ohne ein Ergebnis, über das sich die Anwohner hätten freuen können. Bürgermeisterin Karin Jabs-Kiesler, zeigte Verständnis für den Ärger. " Hier besteht offenbar eine ganz dringende Notwendigkeit", angesichts der Gefahren etwas zu unternehmen.
Auch dass die Straße in ihrer Substanz Schaden nehmen könnte, beschäftigt einen Anwohner. Er fragte ob sich der Betreiber des Steinbruchs an den Instandhaltungskosten für die Holsten-Mündruper Straße beteiligt. Das sei nicht der Fall, berichtete Damerow vom OSB. Es sei schließlich auch nicht vorgesehen, dass Straßennutzer wie Speditionen im Hafen die Kosten für die Instandhaltung von Straßen herangezogen würden. Gleichwohl engagiere sich der Betreiber des Steinbruchs in Holsten-Mündrup: " In Bezug auf die Beseitigung von Verschmutzungen ist der Betreiber in der Regel kooperativ."
Autor:
Jann Weber


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