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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Neue Flüchtlingsunterkunft eingeweiht
Zwischenüberschrift:
Platz für 400 Schutzsuchende im ehemaligen Finanzamt Osnabrück-Land
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die neue Flüchtlingsunterkunft an der Hannoverschen Straße ist jetzt offiziell eingeweiht und umbenannt worden. Das teilen die Malteser mit. Zuvor war das Finanzamt Osnabrück-Land in dem Gebäude untergebracht.
Die Malteser Osnabrück wurden im vergangenen Herbst vom niedersächsischen Innenministerium beauftragt, eine Notunterkunft im ehemaligen und bis dahin leer stehenden Finanzamt-Land für 400 Flüchtlingen aufzubauen.
Nach dem " Haus Malta" in Diepholz ist die Osnabrücker Einrichtung nach Angaben der Malteser die zweite Notunterkunft des Hilfsdienstes in der Diözese Osnabrück. Am Montag, 8. Februar, soll sie in Betrieb genommen werden. Kurz vor der Einweihung sei die offizielle schriftliche Beauftragung seitens des Innenministeriums eingetroffen, heißt es in der Pressemitteilung. Leiten wird die Einrichtung künftig Norbert Wemhoff.
An der Fassade des Gebäudes musste den Angaben zufolge eine Notfalltreppe angebracht werden, auf dem Innenhof stehen jetzt moderne Duschcontainer. Elektro-, Brandschutz- und Heizungsanlagen wurden überholt, neue Bodenbeläge eingebaut. In der den Hygienevorschriften entsprechenden Kantineneinrichtung soll künftig das vom Marienhospital zubereitete Essen ausgegeben werden.
Bei der offiziellen Einweihung mit rund 60 Gästen, darunter Vertreter der Caritas, der Stadtverwaltung und der katholischen Pfarreiengemeinschaft Osnabrück-Süd, die im Keller eine Kleiderkammer betreiben wird, bedankte sich Octavie van Lengerich bei allen Helfern. Die Diözesanleiterin der Malteser nannte dabei Ehren- und Hauptamtliche, Behörden und Handwerksunternehmen. Katastrophenschutzkräfte der Malteser hatten in den vergangenen Tagen für die Bestückung der Zimmer für zwei bis acht Personen mit Betten und Matratzen gesorgt.
" Die Flüchtlingshilfe erinnert uns an die Ursprünge der Malteser-Geschichte zur Kreuzritterzeit. Im 11. Jahrhundert gründeten erste Ordensmitglieder in Jerusalem ein Hospital zur Versorgung der Kriegsopfer und Flüchtlinge", erläuterte van Lengerich. So sei es folgerichtig, dass die Notunterkunft nun einen passenden Namen trage. Diözesanseelsorger Diakon Harald Niermann segnete alle Räume und taufte das Gebäude auf den Namen " Haus Johannes", nach dem Schutzpatron der Malteser.
" Wir möchten den Hilfesuchenden hier wieder ein erstes Dach über dem Kopf geben, vor allem aber menschliche Zuwendung", wird Niermann in der Pressemitteilung zitiert. " Wir werden die Ankommenden deshalb nicht mehr Flüchtlinge nennen, sondern Gäste", so Wemhoff weiter.
Die Notunterkunft wird zukünftig 21 Mitarbeiter beschäftigen, von Hausmeistern und Küchenpersonal über Service- und Verwaltungskräfte bis zu Sozialpädagogen und Erzieherinnen für die Kinderbetreuung. Das ehrenamtliche Ärzteteam der Malteser-Migranten-Medizin wird tageweise hausärztliche Sprechstunden anbieten.

Bildtext:

Diözesanseelsorger Diakon Harald Niermann segnete alle Räume und taufte das Gebäude auf den Namen " Haus Johannes". Foto: Malteser/ Brakweh
Autor:
pm/sph


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