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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Flüchtlinge willkommen in Osnabrücker Kleingärten
Zwischenüberschrift:
Vereine Deutsche Scholle und Süd verkünden ihr Motto: "Wir wollen es schaffen"
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Zum 100-jährigen Bestehen wird im Kleingartenverein " Deutsche Scholle" Ende Februar das Programm " Querbeet Umweltbildung und innovative Flüchtlingsintegration" gestartet, mit dem Flüchtlinge in die praktische Arbeit des Vereins integriert werden sollen. Flüchtlingsfamilien sollen hier die Chance erhalten, die eigene " Scholle" nach ökologischen Prinzipien zu bewirtschaften.
Parallel dazu werden Veranstaltungen angeboten, durch die die Vereinsmitglieder mehr über Fluchtursachen und den Hintergrund der geflüchteten Familien erfahren können. Die Deutsche Scholle und der ebenfalls beteiligte, 90 Jahre alte Kleingartenverein Süd wollen die Möglichkeit bieten, soziale Bindungen und gegenseitiges Verständnis aufzubauen, Sprachkenntnisse zu verbessern, Obst und Gemüse für den Eigenbedarf anzubauen und sich in ökologischen Anbaumethoden und anderen Umweltthemen fortzubilden. Die Gärten sollen vor allem Frauen und Kindern, die in Gemeinschaftsunterkünften leben, einen erholsamen und sicheren Rückzugsort bieten und durch das gemeinsame Interesse am Gärtnern für Spaß und gegenseitige Annäherung sorgen.
Die Deutsche Scholle knüpft mit diesem Modell an die eigene Geschichte an. Der Verein entstand im Ersten Weltkrieg, als viele Menschen in Osnabrück Zuflucht suchten. Um den dringenden Bedarf an Lebensmitteln zu decken, wurde der Kleingartenverein gegründet.
Menschen aus 15 Ländern der Welt sind heute unter den mehr als 700 Mitgliedern. Der Verein hat in seiner 100-jährigen Geschichte viele Erfahrungen mit der Integration von Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft gesammelt. " Wir freuen uns auf die neuen Pächter, die ein weiteres Stück zur Schönheit und Vielfalt in unseren Gärten beitragen werden", sagt der Vorsitzende Emil Zuleia auch im Namen des Kleingärtnervereins Süd: " Wir hoffen, dass sich auch viele andere Vereine für die Idee der Integration öffnen."
Das Modellprojekt wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt. Initiator ist das internationale Kinderhilfswerk terre des hommes Deutschland. Getragen wird das Projekt von der gemeinnützigen Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe mbH Outlaw und den beiden Kleingartenvereinen. Die Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Hochschule Osnabrück begleitet das Projekt, um die Erfahrungen für weitere Integrationsprojekte auswerten zu können.
Ebenfalls beteiligt sind die Osnabrücker Künstlerinnen Christine Vennemann und Margit Rusert. Die Mitglieder der Ateliergemeinschaft m 82 an den Martinihöfen setzen sich seit einigen Jahren künstlerisch mit dem Thema " Fluchtursachen" auseinander. " Dieses neue Projekt versteht sich als Modell zur Stärkung der Integration von Flüchtlingen", erläutert Birgit Dittrich, Projektverantwortliche bei terre des hommes.
Das Kinderhilfswerk ermögliche interkulturelle Begegnungen von Menschen, die das Interesse an Natur und Umwelt zusammenführt. Bei diesen Begegnungen stehe nicht das Trennende unterschiedlicher Nationalitäten im Vordergrund, sondern es werde das gegenseitige Verständnis für die Hintergründe und Probleme von Migration gefördert.

Bildtext:

Flüchtlinge bereichern das Leben in Deutschland ebenso wie die Küche. Foto: Archiv/ dpa
Autor:
pm/S.


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