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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wann kommt der Hochwasserschutz?
Zwischenüberschrift:
Bürgerforum diskutiert über den Förderantrag für Gretesch und Lüstringen – Ärger um Parkplatzsuche
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Sorge vor dem Hochwasser, Ärger um den Parkplatzmangel und der Wunsch nach einem längeren Radweg am Haseufer darüber diskutierte das Bürgerforum Darum/ Gret esch/ Lüstringen.

Der Statistik nach war es ein Jahrhunderthochwasser: 2010 erwischte es vor allem die Siedlung Sandforter Straße mit den östlich davon gelegenen Adressen rund um die Poststraße. Die Welle vom Belmer Bach überschwemmte Keller. Bürger wünschen sich eine Schutzwand zwischen der Mindener Straße und der Sandforter Straße. Der Rat hat Ende vergangenen Jahres beschlossen, dass die Stadt für den Hochwasserschutz in Lüstringen und Gretesch bis zu 30 Prozent der Kosten tragen würde. Die Kosten für den Hochwasserschutz werden auf 350 000 Euro geschätzt. Der größte Teil müsste über das Land gezahlt werden.

Wird etwas daraus? Oberbürgermeister Wolfgang Griesert berichtete im Bürgerforum, dass die Stadt noch keinen Förderantrag stellen könne, weil es derzeit noch keine Richtlinien dafür gebe. Der Niedersächsische Städtetag rechne damit, dass die Förderrichtlinie im kommenden März steht. " Wenn die Förderrichtlinie raus ist, werden wir den Antrag stellen", kündigte Griesert an. Es sei aber nicht zu erwarten, dass der Hochwasserschutz schon in diesem Jahr gebaut werden könne. Über den noch etwas vagen Zwischenstand sagte der Oberbürgermeister: " Es geht voran wenn auch nur langsam." Offen bleibt auch die Frage, inwieweit die Anwohner zur Kasse gebeten werden. Eine " angemessene" Beteiligung der Hauseigentümer sei jedenfalls " ein gutes Signal".

Über den Verkehrsfluss ärgern sich Anwohner des Stadtteils offenbar täglich. Die oft vergebliche Parkplatzsuche entlang der Mindener Straße auf Lüstringer Gebiet beschäftigt unter anderem den Bürgerverein des Stadtteils, der den Vorschlag eines Bürgers unterstützt, einen neuen Parkplatz zu schaffen. Die Idee: Eine Wiese, die stadtauswärts auf der linken Seite der Mindener Straße kurz vor Burg Gretesch liegt und teils mit Schilf bewachsen ist, könnte aufgefüllt und damit um einen Meter auf das Niveau der Mindener Straße erhöht und mit Splitt abgedeckt werden. Die Wiese könne dann als gebührenfreier Parkplatz dienen und bei Veranstaltungen für " Park & Ride". Doch die Verwaltung kann sich mit der Idee nicht anfreunden. Wie der Fachbereich Städtebau erläuterte, dient die Schoeller′sche Wiese dem Flächennutzungsplan nach als Regenrückhaltebecken und als Überschwemmungsgebiet. Auch befinde sie sich in einem ökologisch hochwertigen Zustand.

Oberbürgermeister Griesert weiß: " Wir haben zu wenig Stellplätze." Eine Chance für Verbesserungen entlang der Mindener Straße werde dann kommen, wenn sie östlich der Autobahn neu ausgebaut werde. Jörn Keck setzt dagegen auf eine Forderung des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), dem er angehört: Eine weitere Bushaltestelle am Tie könne Entlastung schaffen. Darüber ärgerte sich ein Anwohner: " Wir können nicht die Leute bevormunden nach dem Motto: Der Autofahrer ist schuld, die Leute sollen mit dem Bus fahren."

Vielleicht könnten sie auch mit dem Fahrrad fahren. Anwohner schlugen vor, den Haseuferweg bis nach Lüstringen-Ost zu verlängern mit möglichst geringem Aufwand. In Zeiten knapper Kassen könnte es der Verwaltung nach noch dauern, bis der Wunsch Wirklichkeit wird, doch Oberbürgermeister Griesert würde sich ebenfalls über einen Radweg an der Hase freuen, zumal es dann nicht nur den Bus als Alternative gebe. Auch seien die Radfahrer dann nicht mehr den Gefahren der Mindener Straße ausgesetzt.

Bildtext:

Hier wird es eng: Auf dem Lüstringer Teil der Mindener Straße ist es oft schwer, einen Parkplatz zu finden auch Verbote tragen dazu bei. Ob es die Sorge um den Außenspiegel ist, die dazu verleitet, auf dem Radweg zu parken? Foto: Michael Gründel
Autor:
Jann Weber


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