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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Kartbahn-Initiative fühlt sich von Politikern übergangen
Zwischenüberschrift:
Weiter Streit um Rennbahn am Nettebad
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Die Gegner der E-Kartbahn am Nettebad fühlen sich von der Politik nicht ernst genommen. CDU und SPD hätten die Bürgerbeteiligung nur als " Formsache angesehen", heißt es in einem Schreiben.
Die Bürgerinitiative für den Erhalt des grünen Fingers in Osnabrück wehrt sich gegen den Bau einer Rennbahn für Elektro-Karts. Am kommenden Donnerstag berät der Ausschuss für Stadtentwicklung, am Dienstag, 2. Februar, will der Stadtrat (ab 17 Uhr, Rathaus) die Änderung des Flächennutzungsplanes abschließend erörtern und eine Entscheidung treffen.
Die in der Bauleitplanung vorgeschriebene Bürgerbeteiligung sei von CDU und SPD " nur als Formsache angesehen" und die über 500 schriftlichen Einwendungen von Bürgern nicht ernst genommen worden, heißt es in einem von Kathrin Kiehl, Wolfgang Schäfer, Heide Nordmann und Helene Stab unterzeichneten Schreiben an die Redaktion. Die Bürgerinitiative erneuert darin ihre grundsätzliche Kritik an dem Konzept der E-Kartbahn. Das finanzielle Risiko sei zu hoch, das Naherholungsgebiet im Nettetal werde beeinträchtigt und eine zusätzliche Verkehrsbelastung geschaffen. Die Bürgerinitiative hält den Stadtwerken vor, gar nicht nach Alternativestandorten etwa in der ehemaligen Kaserne am Limberg gesucht zu haben.
Die Stadtwerke wollen die E-Kartbahn bauen und betreiben. Die Gewinnprognose der Stadtwerke von 300 000 Euro jährlich sei zu optimistisch, so die Bürgerinitiative, die auf im Bundesanzeiger veröffentlichte Bilanzen anderer Kartbahnen verweist. Die Initiative kritisiert, dass die Stadtwerke dem Bund der Steuerzahler die Einsicht in den Geschäftsplan verweigert hätten.
Stadtwerke-Sprecher Marco Hörmeyer verweist auf die Konkurrenzsituation. " Wir bewegen uns in einem Wettbewerbsmarkt", so Hörmeyer, " da bitte ich um Verständnis, dass wir diese Zahlen nicht offenlegen können, auch nicht dem Bund der Steuerzahler." Einen Alternativstandort hätten die Stadtwerke in der Tat nicht erwogen, weil das Konzept auf der Nähe zum Nettebad beruhe, sagte Hörmeyer. " Wir wollen ja gezielt Synergien nutzen: alles an einem Ort, kurze Wege, sich ergänzende Angebote."
Hörmeyer bekräftigte, dass weder eine Indoorspielhalle noch ein Hotel geplant seien. Der erste Masterplan des Planungsbüros habe diese Komponenten enthalten, diese Ideen würden nicht weiterverfolgt.
Ursprünglich hatten die Stadtwerke geplant, im Herbst 2015 mit dem Bau der E-Kartbahn an der Vehrter Landstraße zu beginnen. Ein mutmaßlicher Formfehler in der Öffentlichkeitsbeteiligung verzögerte die Umsetzung. Um auf Nummer sicher zu gehen, startete die Bauverwaltung die öffentliche Auslegung noch einmal. Der angepeilte Eröffnungstermin im November 2016 ist dadurch nicht mehr zu halten.

Bildtext:

Demo gegen die Kart-Bahn am Nettebad am Sonntag, 24. Januar 2016. Foto: Thomas Osterfeld
Autor:
pm/hin


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