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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Angebliche Vergewaltigung: Demo vor dem Rathaus
Zwischenüberschrift:
Hunderte Teilnehmer schimpfen auf Flüchtlinge
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Vor dem Rathaus in Osnabrück haben am Sonntag mehrere Hundert Menschen demonstriert. Ihr Anliegen: Sie fordern Aufklärung im Fall eines 13-jährigen Mädchens aus Berlin, das angeblich vergewaltigt worden sein soll.
Die Versammlung stand unter dem Titel: " Wir fordern Aufklärung im Fall des 13-jährigen Mädchens aus Berlin." Das Motto bezieht sich auf angebliche Geschehnisse aus der Hauptstadt. Demnach sollen Flüchtlinge die 13-Jährige vergewaltigt haben. Die Polizei in Berlin bestreitet, dass es eine Entführung oder einen Missbrauch gegeben hat. Russische Medien hatten hingegen ausführlich über die angeblichen Verbrechen berichtet.
Angst stand im Vordergrund bei der Demo, an der mehrere Hundert Menschen teilnahmen. " Finger weg von unseren Kindern", stand beispielsweise auf einem Plakat. Für die Demonstranten stand trotz Dementi der Berliner Polizei fest, dass das 13-jährige Mädchen von Flüchtlingen vergewaltigt wurde. Vorfälle wie dieser und die Ereignisse aus Köln hätten das Vertrauen der Bevölkerung in Politik, Polizei und Medien unwiderruflich untergraben, erklärte ein Teilnehmer. Regierung und Presse würden Straftaten von Asylbewerbern verschweigen, hieß es weiter. " Wir haben doch nur Angst um unsere Kinder. Und wenn man etwas gegen Flüchtlinge sagt, wird man gleich als Nazi beschimpft", sagte eine Teilnehmerin.
Die angebliche Vergewaltigung aus Berlin diente den Teilnehmern als Beweis dafür, dass Angela Merkels Flüchtlingspolitik gescheitert ist. " Man muss doch nur die Augen aufmachen. Dann sieht man, dass die Multikulti-Politik verfehlt ist", meinte ein Demonstrant. Einige Teilnehmer berichteten, dass sie selbst Straftaten von Flüchtlingen miterlebt hätten. " Nicht jeder Moslem ist ein Gewalttäter, aber die meisten Gewalttäter sind Moslems", war zu hören.
Zahlreiche Teilnehmer der Demo hätten selbst einen Migrationshintergrund, hieß es weiter. Sie und ihre Familien hätten früher aber erkannt, dass man sich an die Gesetze und Bräuche des neuen Landes anpassen müsse. Die Flüchtlinge würden dies heute dagegen nicht machen. " Die Flüchtlinge denken doch, sie können machen, was sie wollen", sagte ein Teilnehmer. Härtere Gesetze und eine Obergrenze seien notwendig, um den Flüchtlingsstrom zu begrenzen.
In den kommenden Wochen soll es weitere Demos geben, sickerte es während der Veranstaltung durch, die nach Auskunft der Polizei friedlich verlief.

Bildtext:

Mehrere Hundert Menschen demonstrierten am Sonntag vor dem Rathaus in Osnabrück.

Foto:

Marion Trimborn
Autor:
Nico Buchholz
 
Christian Lang


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