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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Bürger in Eversburg werden über Gebühr belastet
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel " Eversburger vom Verkehr genervt" erhielten wir folgende Zuschrift von Mitgliedern der Initiative " Leben in Eversburg" (Ausgabe vom 12. Dezember).

"[...] In Eversburg ist leider eingetreten, was die Initiative ' Leben in Eversburg' vor der Ansiedlung der Spedition Koch am Fürstenauer Weg im Jahre 2011 prophezeit hatte: Der Schwerlastverkehr hat erheblich zugenommen.

Es geht auch hier um Lärm und Abgase sowie Verkehrsgefährdung. Dies bezieht sich im Prinzip auf den gesamten und ohnehin auch durch chaotisch eingestreute Gewerbebetriebe erheblich benachteiligten Stadtteil, der auch darunter leidet, in einem Atemzug mit dem Areal ' Hafen' genannt und dadurch abgewertet zu werden.

Seinerzeit war offiziell von 700 Lkw-Bewegungen der Spedition Koch pro Tag ausgegangen worden mit Zuwächsen von , fünf bis zehn Prozent′ pro Jahr. Die Initiative hatte errechnet, dass es wohl eher auf ein drei- bis vierfaches zusätzliches Lkw-Aufkommen täglich hinausläuft und dies sieht auch heute realistischer aus.

Diese Verkehre finden natürlich auch nachts statt. Unter anderem geht es um die Klöcknerstraße, die besonders von Lärm und Abgasen belastet ist, worunter die anliegende schöne Wohnsiedlung Wippchenmoor, die nördlich auslaufende Piesberger Straße und der einzige Kinderspielplatz direkt an der Klöcknerstraße sehr leiden. Hier muss schon mal angefangen und Abhilfe durch eine einfache Lärmschutzwand geschaffen werden, auf deren Bau die Initiative seit Jahren drängt.

Hinsichtlich der durch den Rangierverkehr der Hafenbahn stark belasteten Bahnquerung der Brückenstraße, welche in Folge zu lang andauernden Staus aller Fahrzeuge auf dieser verkehrsreichen Straße führt, wurde versichert, dass durch eine Ausdehnung des Gleisnetzes im Bereich der ehemaligen Winkelhausenkaserne künftig eine Lösung greifen werde, durch die sich Rangierfahrten der Güterzüge bis in den Kreuzungsbereich mit der Brückenstraße erübrigten.

Die Praxis wird zeigen, ob dann wieder von einer zeitnahen Notfallversorgung für Bürger in Haste und Pye gesprochen werden kann; momentan stehen auch Einsatzfahrzeuge bis zu zehn Minuten vor diesem Bahnübergang.

Das gleiche Problem beschäftigt seit Jahren die Bürger in weiteren Teilen Eversburgs; schon seit Jahrzehnten fordern die Bürger eine Unterführung der Bahngleise im Verlauf der Atterstraße. Auf eine diesbezügliche Anfrage im letzten Bürgerforum gab es die Auskunft, dass es die Bahn abgelehnt habe, hier aufgrund der Kosten über eine Unterführung zu reden. Entlarvend war, dass der Stadtbraurat auf Nachfrage nicht beantworten konnte, wie viel diese Maßnahme kosten würde.

Alles in allem führt die weitere Verdichtung von Speditionen und Logistikern im Stadtgebiet nicht zur Entspannung der aufgezeigten Situation.

Ein schwacher Trost war es, als Herr Hus als Sprecher des städtischen Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt ausführte, dass die Ansiedlung der Spedition Koch nötig gewesen sei, um durch zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen den städtischen Haushalt zu entlasten. Hier muss gefragt werden, inwieweit es sinnvoll ist, die Bürger in ihrer Lebensqualität und Nachtruhe zu stören ohne immissionsmindernde Maßnahmen voranzutreiben.

Nach unserer Einschätzung ist das Maß von Beeinträchtigungen der betroffenen Bürger hier deutlich überschritten. Die dringende Forderung kann nur lauten: Aktives Vorgehen der Verantwortlichen zur Verbesserung der Lebensqualität in Osnabrück."

Gudrun Brinkmann

Michael Clausing
Autor:
Gudrun Brinkmann


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