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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Interesse an Wärmebildern reißt nicht ab
Zwischenüberschrift:
Stadt und Stadtwerke überwältigt: Schon 1150 Hauseigentümer haben sich intensiver beraten lassen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Das Interesse an Wärmebildern von Hausdächern in Osnabrück reißt nicht ab. Ein halbes Jahr nach der Veröffentlichung der Ergebnisse haben schon 33 500 Interessierte die Internetseiten mit den bunten Fotos aufgerufen, die von einem Flugzeug aufgenommen wurden. Monatlich kommen mehr als 1000 dazu.

Rot deutet auf Wärmeverluste hin, Blau auf gute Dämmung. Doch das kann täuschen. Deshalb empfehlen Detlef Gerdts vom Fachbereich Umwelt und Klimaschutz der Stadt und Stadtwerke-Vertriebsleiter Klaus Siedhoff, die kostenlose Beratung der Stadtwerke am Nikolaiort in Anspruch zu nehmen. Dabei erklären Fachleute, wo die Schwachstellen der Energiebilanz zu suchen sind. Meist lautet der Rat, einen unabhängigen Energieberater der Verbraucherzen trale mit einem Gebäude-Check zu beauftragen.

Stein ins Rollen bringen

Gerdts und Siedhoff sind überwältigt vom anhaltenden Interesse an den Thermografiebildern. Unter www.osnabrueck.de/ thermografie können die Fotos aufgerufen werden, die eine Spezialkamera an Bord einer Grand Cessna Caravan in einer kalten Februarnacht aufgenommen hat. 1150 Hauseigentümer haben sich inzwischen intensiver beraten lassen.

Damit sei ein wichtiger Schritt des Masterplans 100 % Klimaschutz auf den Weg gebracht, bekundet Masterplanmanagerin Birgit Rademacher. Als Erfolg wird die Thermografiebefliegung angesehen, wenn möglichst viele Eigentümer von Häusern mit ungünstiger Wärmebilanz ihre Außenwände und Fenster sanieren oder ihre Heizungsanlagen erneuern.

Wie oft dieser Stein schon ins Rollen gekommen ist, wissen die Verantwortlichen zwar noch nicht. Die Beratung werde aber gut angenommen, sagt Herbert Kreke vom Kundenzentrum der Stadtwerke. Im Frühjahr will er nachfragen, in wie vielen Fällen dem guten Rat eine gute Tat gefolgt ist.

Im Gegensatz zu anderen Städten, aber auch zu den Nachbargemeinden Belm und Wallenhorst hat die Stadt Osnabrück die Fotos ihrer Thermografieaktion als interaktive Karte ins Internet gestellt. Hauseigentümer, die keine Veröffentlichung wünschen, konnten (und können) ihre Dächer unkenntlich machen lassen, ohne dafür eine Begrünung angeben zu müssen. Dieses Vorgehen hatte der Fachbereich Umwelt und Klimaschutz mit der Datenschutzbeauftragten des Landes Niedersachsen abgestimmt. Tatsächlich machten nur etwa 150 von 50 000 Eigentümern von dieser Möglichkeit Gebrauch sehr zur Überraschung der Umwelt- und Datenschutzexperten, wie in einer Pressemitteilung angemerkt wird.

Inzwischen haben sich auch andere Städte für diese Art der Veröffentlichung interessiert. Sie bietet den Vorteil, dass auf die kostenträchtige Versendung von Einwilligungserklärungen und deren weitere Bearbeitung verzichtet werden kann.

Bildtext:

Blau deutet auf eine geringe Wärmeabstrahlung hin, Rot ist ein Alarmzeichen. Exakte Schlüsse aus Thermografiebildern erfordern allerdings eine detailierte Untersuchung.

Foto:

Stadt Osnabrück
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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