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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Ein Wassertropfen geht auf Reisen
Zwischenüberschrift:
Viertklässler aus Atter gewinnen bundesweiten Umweltwettbewerb
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. " Das ist richtig cool", freute sich der zehnjährige David darüber, dass er und die anderen Viertklässler der Grundschule Atter beim Bundeswettbewerb " Blaues Wunder" des Vereins Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit (bezev) gewonnen haben. Sie hatten ein Bilderbuch gemalt und geschrieben, in dem es um einen Wassertropfen geht, der vom afrikanischen Staat Malawi nach Deutschland und wieder zurück reist. " Wir wollten die Unterschiede im Umgang mit Wasser in beiden Ländern darstellen", erklärte Fahed (10).

Das Bilderbuch war eine Gemeinschaftsproduktion aller Viertklässler. Je zwei Kinder haben jeweils an einem Kapitel gearbeitet, erklärte Lehrerin Anja Hirschmann, die das Projekt in der Grundschule zusammen mit ihrer Kollegin Anke Müller begleitet hat. " Die Arbeit war ein bisschen schwer, aber auch gut", meinte Wesley (9). Michelle (9) erzählte, sie habe einen Wassertropfen gemalt, der in einem Fluss in Malawi schwimmt und sich die Gegend anguckt. " Der hatte auch Augen", ergänzte sie.

Die Geschichte vom Wassertropfen, der in einem See in Malawi geboren wurde und über eine Wolke nach Deutschland und wieder zurück nach Afrika reist, sei ihnen einfach eingefallen, berichtete Liam (9). " Geschichten ausdenken muss man können", meinte er.

Dass ausgerechnet Malawi eine wichtige Rolle in dem Buch spielt, hat natürlich einen Grund: Die Grundschule Atter hat seit vielen Jahren eine Verbindung in das südostafrikanische Land. Dort entstand der Verein Magi, der sich um Mädchen kümmert, ihnen Bildung und ein Dach über den Kopf gibt. Durch das Engagement für Magi sind die Atteraner Schüler mit den Verhältnissen in dem Land vertraut. Das diente ihnen auch als Inspiration für ihr Bilderbuch. " In Malawi gehen die Leute vorsichtig mit Wasser um, weil es da nicht so viel regnet wie hier", brachte es Fahed auf den Punkt.

Durch den Wettbewerb haben die Viertklässler auch etwas für sich gelernt. Sie gehen nun sparsamer mit Wasser um und lassen zum Beispiel den Wasserhahn nicht so lange laufen, erzählten sie.

Der Vergleich zwischen den beiden Ländern sei für den begev entscheidend gewesen, sagte Valentyna Stokov, Sprecherin des Vereins. " Es ist gut, dass es den Kindern bewusst geworden ist." Der Verein mit Sitz in Essen setzt sich für Menschen mit Behinderung in der ganzen Welt und für Inklusion ein. Der Wettbewerb " Blaues Wunder" solle Kinder zu nachhaltigem Lernen führen, so Stokov. In Atter ist dieses Ziel offenbar erreicht worden.

Bildtext:

Den ersten Preis im Bundeswettbewerb " Blaues Wunder" bejubeln die Viertklässler der Grundschule Atter. Foto: David Ebener
Autor:
Thomas Wübker


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