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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Aus Emotionen werden Bilder
Zwischenüberschrift:
Wie EMA-Schüler nach den Terroranschlägen von Paris spontan ein Kunstprojekt auf die Beine stellten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Nach den Anschlägen in Paris haben die Schüler des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums ihre Gedanken und Emotionen aufgeschrieben. Für alle sichtbar hängen ihre Bilder nun in der Schule.

Aufgehängt auf Leinen, zwischen Säulen und an den Wänden, findet man in der Eingangshalle seither die Reaktionen der Schüler auf die Attentate aber auch auf andere schlimme Ereignisse in der Welt. Es sind sehr unterschiedliche Motive, abgefasst in verschiedenen Sprachen, und aufs Papier gebannte Gedanken mal in Farbe, mal in Schwarz-Weiß. " We pray for Paris We pray for the world" (" wir beten für Paris wir beten für die Welt") lautet das gemeinsame Motto des Projekts. Es steht vor allem für Toleranz, Frieden und Freiheit.

" Wir sind eine Schule, in der viele unterschiedliche Menschen lernen und arbeiten. Integration und Toleranz sind uns sehr wichtig. Deswegen freue ich mich sehr und bin stolz, dass unsere Schüler ganz eigenständig die Initiative ergriffen und diese Idee zu einem so tollen Projekt umgesetzt haben", sagte Schulleiter Hartmut Bruns bei der Vorstellung der kurzfristig ins Leben gerufenen Ausstellung. Die Schüler selbst präsentierten dabei einige Bilder, erzählten die Geschichte ihres Projekts und untermalten ihre Gedanken auch mit Musik: " The Hanging Tree" und die " Ode an die Freude" wurden von einigen Schülern vorgespielt. Außerdem luden sie zu einer Schweigeminute zum Gedenken an Opfer von Terror und Krieg ein.

Bei der Umsetzung ihres Projekts hatten Schüler, Lehrer und die Schulleitung eng zusammengearbeitet. Im Unterricht wurde über die Anschläge gesprochen, um danach persönliche Emotionen niederzuschreiben oder zu malen. " Die Idee kam allein von den Schülern. Ich habe am Montag nach den Anschlägen eine Frankreich-Fahne mit in den Unterricht der 8c gebracht. Wir haben dann gemeinsam Gedanken und Gefühle aufgeschrieben. Die Schüler fanden, dass es ja nicht nur um Paris gehen solle, sondern auch um viele andere Orte. In diesem Rahmen entstand die Idee, allen in der Schule die Möglichkeit zu geben, ihre Gedanken aufzuschreiben und zu teilen", beschreibt der Lehrer Alexander von Essen das Zustandekommen.

Gemeinsam mit der 9b stellte die Klasse 8c das Projekt schließlich auf die Beine, fragte dafür zunächst den Schulleiter um Erlaubnis und motivierte dann Lehrer und andere Schüler zum Mitmachen. " Wir haben an alle Schüler des Schulzentrums E-Mails geschrieben, dass wir uns freuen, wenn sie sich beteiligen. Innerhalb von zwei oder drei Tagen war die erste Leine so voll, dass wir neue aufhängen mussten. Die Beteiligung und der Austausch zwischen Schülern und Lehrern war wirklich schön", erzählt Hannah Lassek aus der 9b.

Auch, was aus den Bildern anschließend wird, ist bereits geklärt: Die Schüler wollen ihre Werke zu einem Buch binden lassen und dieses an die Partnerschule in Angers schicken.

Bildtext:

Unter anderem an Wäscheleinen hängen die Bilder in der EMA-Eingangshalle.

Foto:

Michael Gründel
Autor:
Sarah Homberger


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