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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Das macht dann 20 Euro, bitte
Zwischenüberschrift:
Gestrige Polizeikontrolle zeigt: Neumarkt-Sperrung wird noch immer von vielen Autofahrern ignoriert
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Einmal mit dem Auto über den gesperrten Neumarkt fahren? Macht 20 Euro. Gestern kontrollierte die Polizei zwischen neun und elf Uhr mal wieder den Verkehr, der an dieser Stelle eigentlich gar nicht fließen dürfte. 30 Autofahrer wurden zur Kasse gebeten.

Was zählt ein Verbot, das keiner kontrolliert? Wer die Antwort auf die Frage will, kann sich an den Neumarkt stellen. Die Schilder sprechen eine klare Sprache. Und groß genug sind sie eigentlich auch: Durchfahrt verboten, Linienverkehr, Baustellenfahrzeuge und Radfahrer frei. Trotzdem rollen Tag für Tag etliche Pkw über den gesperrten Neumarkt. Gestern allerdings nicht völlig ungebremst: Diesmal wartete die Polizei.

Man kann zu der Sperrung des Neumarkts unterschiedlicher Meinung sein, über die Auslegung von Verkehrsschildern sollte dagegen Konsens herrschen bei den meisten Schildern sogar europaweit: Und das Verkehrszeichen 250 spricht laut StVO eine klare Sprache: Genau ab der Stelle, wo das Zeichen angebracht ist, gilt das " Verbot für Fahrzeuge aller Art" so der offizielle Titel in Fahrtrichtung.

Wer sich am gestrigen Vormittag trotzdem über den Neumarkt traute, hatte gute Chancen, einen von drei Polizisten kennenzulernen. Die winkten die Verkehrssünder an den Straßenrand, fragten freundlich nach Führerschein und Fahrzeugpapieren, um den Fahrer dann über den Verstoß aufzuklären und zur Kasse zu bitten: Einmal verbotswidrig über den Neumarkt, das macht 20 Euro.

Die Ertappten reagierten unterschiedlich. Die üblichen Ausreden: Ich bin fremd hier, ich kenne mich nicht aus, ich habe die Schilder nicht gesehen, mein Navi hat doch gesagt . . . Der Hinweis, dass einen das Verbot ohnehin nicht interessiere, wäre ja auch im Angesicht der Staatsgewalt eher unklug gewesen.

Da aber etliche Autofahrer den " Schleichweg" über den Neumarkt nutzen, hatte einige von ihnen auch diesmal wieder Glück: Immer dann, wenn alle drei Beamten gerade mit den Formalitäten beschäftigt waren, konnten weitere Verkehrssünder unbehelligt weiterfahren.

Bildtext:

Es gibt auch eine Quittung.

Reichlich Kundschaft: Am Dienstag kontrollierte die Polizei mal wieder den Verkehr. Foto: Frank Wiebrock
Autor:
Frank Wiebrock


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