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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Abendgymnasium will europäische Umweltschule werden
Zwischenüberschrift:
Gegen Plastikbecher und Lebensmittelverschwendung – Weitere Schulen bewerben sich
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Mit zwei selbst gewählten Handlungsfeldern im Bereich Umwelt nimmt das Abendgymnasium Sophie Scholl erstmals am Projekt " Umweltschule in Europa/ Internationale Agenda-21-Schule" teil. Sie bewirbt sich damit um den Titel " Umweltschule in Europa". Dabei tritt die Schule des zweiten Bildungsweges in eine Reihe mit weiteren Osnabrücker Schulen, die sich für Umweltschutz und Nachhaltigkeit engagieren.
Über eine Arbeitsphase von zwei Jahren wird die Schule ihre Bereitschaft zu umweltgerechtem Verhalten demonstrieren. Für den aktuellen Projektzeitraum von 2015 bis 2017 werden den Teilnehmerschulen in Niedersachsen in Abstimmung mit der Bundeskoordination die Handlungsfelder " Ressourcen: Umgang mit Plastik", " Biologische Vielfalt in der Schulumgebung" und das gesellschaftspolitische Thema " Voneinander/ miteinander lernen" empfohlen, erklärt Landeskoordinatorin Monika Ahlrichs von der Niedersächsischen Landesschulbehörde. Darüber hinaus können die Schulen aus einer Vielzahl weiterer Themen wählen. Nach zwei Jahren reichen die Teilnehmer eine Dokumentation ihrer Arbeit ein, die von einer Fachjury in Hannover bewertet wird.
Das Thema " Lebensmittelverschwendung und Überproduktion an nicht verwerteten Lebensmitteln" bildet den Schwerpunkt des Projektes. Parallel wird dabei die Nutzung von Plastikbechern in der Getränkeversorgung, etwa die bekannten " Coffee-to-go-Becher", in den Fokus gerückt. Geplant sind verschiedene Kooperationen mit Osnabrücker Lebensmittelherstellern und Bäckereien sowie Umweltinstitutionen, heißt es in einer Mitteilung des Abendgymnasiums.
Persönliche Verhaltensänderungen und Beiträge zu einer verbesserten nachhaltigen Entwicklung in Schule und Unternehmen könnten ein Ergebnis des Projektes sein, heißt es hier weiter. Ansprechpartnerin für das Projekt am Abendgymnasium ist die Biologielehrerin Christiane Högermann. Die Biologin beschäftigt sich nicht nur dienstlich mit Umweltanliegen, sondern ist auch im Lehrerbeirat der Bundesumweltstiftung aktiv tätig.
Neben dem Abendgymnasium Sophie Scholl haben sich auch die Ursulaschule und die Integrierte Gesamtschule (IGS) in Eversburg darum beworben, sich künftig als Umweltschule bezeichnen zu können, sagt Ahlrichs. Darüber hinaus seien das Gymnasium " In der Wüste", die Gesamtschule Schinkel, die Angelaschule, die Berufsbildenden Schulen am Pottgraben sowie die Domschule zum Teil schon seit Beginn des Projektes vor über 20 Jahren dabei. " Ich finde es ganz toll, dass sich eine Schule des zweiten Bildungsweges für das Projekt bewirbt und sich mit Themen der nachhaltigen Entwicklung engagiert beschäftigt", sagte Ahlrichs.
Das Projekt ist eine Ausschreibung der internationalen Umweltbildungsorganisation Foundation for Environmental Education (FEE), in Deutschland vertreten durch die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung (DGU). Gegenwärtig beteiligen sich weltweit über 20 000 Schulen in mehr als 40 Staaten. In Deutschland waren es im Schuljahr 2014/ 2015 750 Schulen aus acht Bundesländern.

Bildtext:

Coffee-to-go-Becher sind ein Bestandteil der Bemühungen des Abendgymnasiums Sophie Scholl auf dem Weg zum Titel " Umweltschule in Europa". Für zwei Jahre wird die Schule in zwei Handlungsfeldern ihre Bereitschaft zu umweltgerechtem Verhalten demonstrieren. Symbolfoto: dpa

Tipps und Ratschläge für die Projektumsetzung holten sich Heiner Gieske, Schulleiter Manfred Keßling, Christiane Högermann, Jürgen Ludewig vom Abendgymnasium Sophie Scholl von Monika Ahlrichs, Landeskoordinatorin in der Niedersächsischen Landesschulbehörde (v.l.). Foto: Abendgymnasium Sophie Scholl
Autor:
pm/dah


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