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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein Tag im Klärwerk
 
Das sind wir: Das Team der Zeitung
 
Fest, flüssig oder gasförmig – so flexibel ist Wasser
 
Wasser auf der Welt
 
Getümmel im Kescher
Zwischenüberschrift:
Der Weg vom dreckigen bis zum klaren Wasser zurück in die Nette
 
Die Aggregatzustände eines besonderen Elements
 
Ein lebenswichtiges Element
 
Die Nette ist ein Lebensraum für viele kleine Wasserlebewesen
Artikel:
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Originaltext:
Wallenhorst. Jeden Tag verbrauchen wir viele Liter Wasser und machen es schmutzig. Durch Kläranlagen wird das Wasser gereinigt, sodass wir es wieder benutzen können. Doch bis das Wasser wieder ganz sauber ist, hat es einen langen Weg vor sich.
Wir, die Schüler der Klasse 4b der St.-Bernhard-Grundschule Rulle in Wallenhorst, waren einen Tag im Klärwerk und haben beobachtet, wie dort das schmutzige Abwasser gesäubert und dann wieder als klares Wasser in die Flüsse geleitet wird.
Alles beginnt mit der mechanischen Reinigungsstufe. Dort wird das Wasser durch das Rechenbecken gesiebt. Hier werden Grob- und Feststoffe zurückgehalten, die größer als 0, 5 Millimeter sind, erklärt uns Michael Haneberg, Mitarbeiter des Klärwerks in Rulle. Solche Teilchen sind zum Beispiel Laub, große Steine oder auch kleine tote Tiere. Nach der Rechenanlage passiert das Abwasser den Sand- und Fettfang. Im Sandfang sinken die schweren Schmutzteilchen zu Boden, da in diesem Becken nur eine langsame Strömung ist. Am Boden werden die Teilchen dann abgeschoben und entsorgt. Zu diesen Teilchen zählen Steine, Sand oder kleine Glasteile. Durch das Einblasen von Luft gelangen Öle und Fett an die Wasseroberfläche und werden ebenfalls abgesaugt. Danach beginnt die biologische Reinigung. Dazu haben wir uns das Absetzbecken angeschaut. Dieses Becken ist komplett strömungsfrei. Hier konnten wir sehen, wie sich die letzten Schmutzteilchen im Wasser am Boden absetzen. Als Nächstes landet das Wasser im Belüftungsbecken, in welches, wie der Name schon sagt, frische Luft hineingepustet wird. In diesem Becken leben viele Bakterien, die unter ständiger Luftzufuhr den letzten Schmutz fressen und abbauen. Aus dem Belüftungsbecken fließt das Abwasser in die Nachklärung. Hier werden Verdauungsrückstände der Bakterien beseitigt. Zum Schluss wird das Wasser noch im Labor getestet. Ist es nach dem Weg durch das Klärwerk sauber genug, wird es wieder zurück in die Nette geleitet.
Unser Trinkwasser kommt hauptsächlich aus dem Grundwasser. Wenn es regnet, versickert der Regen im Erdreich und geht ins Grundwasser. " Das Wasser wird in die Wasserwerke gepumpt, dort gereinigt und dann an die Haushalte weitergeleitet", so Klaus Jordan, Leiter der Wasserwerke.

Bildtext:

Klärwerk-Mitarbeiter Michael Haneberg.

Foto:

Jasper

Michael Haneberg überprüft das Wasser im Klärwerk in Rulle. Er arbeitet hier und kennt jeden einzelnen Abschnitt der Wasserreinigung.

Foto:

Joel

Klaus Jordan, Leiter der Wasserwerke. Foto: Natascha

Arbeitet im Klärwerk:
Michael Haneberg.

Foto:

Levin

Wallenhorst. Wir sind die Nachwuchsreporter von der Klasse 4b der St.-Bernhard-Schule aus Rulle. In unserer Gruppe sind: Jasper, Levin, Nicolai, Jannis, Joel, Ronja, Natascha, Finja, Nele und Luca. Im Fach Sachunterricht beschäftigten wir uns mit dem Thema " Wasser". Denn in Rulle gibt es viel über Wasser zu entdecken. Mit unserer Lehrerin Silke Schrempel durften wir das Ruller Klärwerk besuchen. Dort erfuhren wir alles über die Säuberung von Wasser.
Außerdem untersuchten wir einen Fluss, der durch unser Dorf fließt. Er hat den lustigen Namen " Nette". An unserem Recherchetag machten wir viele Fotos. Von der Redakteurin Kathrin Pohlmann lernten wir, was man dabei alles beachten muss. In der Redaktion durften wir an den Computern unsere Artikel schreiben. Frau Pohlmann zeigte uns, wie man einen Artikel schreibt. Seht und lest selbst, was wir für euch herausgefunden haben viel Spaß!

Vereint: die Nachwuchsreporter

Foto:

Kathrin Pohlmann

Wallenhorst. Wir Menschen bestehen zu fast 70 Prozent aus Wasser. Das kommt ganz auf unser Alter an. Je älter wir werden, desto weniger Wasser haben wir in unserem Körper.
Ohne Wasser könnten wir also nicht leben. Denn wir sind nicht in der Lage, das Wasser wie die Kamele in der Wüste in unseren Körpern zu speichern. Wir brauchen immer wieder genug Nachschub. Trinken wir eine längere Zeit nicht, bekommen wir Durst. Wenn wir daraufhin weiter nichts trinken, würden nach und nach unsere Organe im Körper kein Wasser mehr bekommen. Haben unsere Organe kein Wasser mehr, würden wir sterben. Deswegen ist Wasser ein lebenswichtiges Element für uns Menschen und viele andere Tiere.
Wasser gibt es in vielen Formen. Es kann fest, flüssig oder gasförmig sein. Diese drei Formen werden Aggregatzustände genannt. In welchem Aggregatzustand Wasser vorliegt, ist von der Temperatur des Wassers abhängig.
Bei Wasser können wir das gut beobachten: Eis, also gefrorenes Wasser, hat den Aggregatzustand fest. Wenn es aus dem Wasserhahn kommt, ist Wasser flüssig, und wenn es beim Kochen als Dampf aus dem Topf aufsteigt, ist es gasförmig.
Doch wieso ist das so? Wasser besteht aus vielen kleinen Teilchen. Wenn das Wasser fest ist, also in Form von Eis oder Schnee, sind die Teilchen ziemlich unbeweglich. Sie halten sich aneinander fest. So bekommt das Wasser seine feste Form.
Wenn wir das Eis erwärmen, werden die Teilchen beweglicher. Sie brauchen dann mehr Platz und lösen sich manchmal voneinander. Es gibt dann keinen festen Zusammenhalt mehr zwischen den Teilchen. Der Stoff ist jetzt flüssig.
Wird ein flüssiger Stoff weiter erwärmt, brauchen die Teilchen noch mehr Platz als vorher. Sie lassen sich deshalb sogar irgendwann für immer los. Nur so können sich die Teilchen dann frei bewegen. Meistens sind sie in dieser Form klein und unsichtbar, wie der Wasserdampf aus dem Kochtopf.

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Gerade bei starker Hitze ist Trinken sehr wichtig.

Foto:

dpa

Auf Gletschern ist Wasser in Form von Eis und Schnee zu finden.

Foto:

dpa

Wallenhorst. Wir Menschen brauchen Wasser für viele Dinge im Alltag. Dazu gehören zum Beispiel Zähneputzen, Duschen, Bügeln und Kochen.
Gemeint ist hiermit das Süßwasser. Meerwasser kann aus vielen Gründen nicht verwendet werden. Würden wir es trinken, trocknet unser Körper wegen des hohen Salzgehaltes aus. Auch Bauern würden mit dem Wasser ihre Felder versalzen.
In Deutschland verbraucht jeder Mensch rund 124 Liter Wasser pro Tag. Der durchschnittliche Wasserverbrauch ist jedoch in allen Ländern unterschiedlich.
Vor allem in Regionen Afrikas haben die Menschen oft nicht genug Wasser. Besonders groß ist der Wassermangel in den Ländern, die nahe der großen Wüste Sahara liegen. Dort gibt es so gut wie kein Süßwasser, da es kaum regnet. Die Menschen müssen oft weit laufen, um Wasser zum Kochen oder Waschen aus kleinen Tümpeln oder Flüssen zu holen.
Von Wassermangel ist auch die Rede, wenn zu wenig sauberes Wasser zur Verfügung steht. Den armen Ländern fehlt oft Geld, um Kläranlagen zu bauen, die das dreckige Wasser wieder reinigen. Wegen des Wassers werden Kinder oft krank oder sterben sogar, weil es viele Bakterien enthält.

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In der Wüste mangelt es an Wasser.

Foto:

dpa

Wallenhorst. In der Natur gibt es viel mehr zu entdecken als in einem Klassenraum. Mit dabei waren das Umweltmobil Grashüpfer und Irene Steiner. Sie ist Mitarbeiterin beim Museum am Schölerberg und kennt sich aus in Sachen Umwelt. Wir warteten in Rulle vor dem Klärwerk auf sie. Dort fließt auch der Fluss Nette entlang, und den galt es zu untersuchen. Der Fluss entspringt in Ostercappeln im Ortsteil Haaren und mündet in Osnabrück in die Hase. Zum Baden ist sie aber nicht geeignet.
Das Umweltmobil ist ausgestattet, wie ein kleines rollendes Labor: Es gibt Kescher, Mikroskope, Pinzetten, Bestimmungstafeln und vieles mehr. Kinder dürfen hier alles ausprobieren. Irene Steiner verteilte an alle erst mal Kescher. Damit sollten sich die Jungen und Mädchen die Wassertierchen aus dem Fluss ein bisschen genauer anschauen. Einmal den Kescher ins kalte Wasser gehalten und schon wimmelte es darin nur so von kleinen Tieren. Der Fluss ist ein Lebensraum für viele Arten: Kleinkrebse, Eintagsfliegenlarven und Wasserschnecken bis zu kleinen Fischen und Wasserläufern. Diese Arten haben die Schüler unter anderem auch in ihren Keschern gefunden. Anschließend durften sie die Tiere dann vorsichtig in Becherlupen packen, um sie besser beobachten zu können nur die kleinen Fische mussten sofort wieder ins Wasser zurück, an Land können sie nicht atmen und würden ersticken. Oft wird die Nette auch als " Forellengewässer" bezeichnet.
Durch die vielen Tiere im Fluss kann auch die Wasserqualität bestimmt werden. Denn je größer die Vielfalt der Tiere im Wasser, desto besser ist auch die Qualität. Wäre die Nette total verdreckt oder auch vergiftet, dann könnten die kleinen empfindlichen Tiere nicht überleben. Zurzeit hat der Fluss die Note 2 minus. Das ist ganz in Ordnung. Die Note ist darauf zurückzuführen, dass vor einigen Monaten Abwässer in die Nette gelaufen sind. Durch die Wasserverschmutzung sind viele Fische gestorben.

Bildtext:

In der Nette haben viele Lebewesen ihr Zuhause.

Foto:

Thomas Remme/ Gemeinde Wallenhorst
Autor:
Joel, Levin, Jasper, Tristan, Jannis, Nicolai, Felix, Finja, Ronja, Nele, Natascha


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