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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Minderjährige Flüchtlinge in Familien?
Zwischenüberschrift:
Diskussion über Ausweitung der Plätze
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Stadt braucht dringend weitere Inhobhutnahmeplätze für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF). Weil Osnabrück Verkehrsknotenpunkt und Sitz einer Erstaufnahmeeinrichtung des Landes ist, rechnet die Jugendverwaltung weiter mit steigenden Zahlen.
Auch wenn seit dem 1. November minderjährige Flüchtlinge nach Quoten auf alle Kommunen gleich verteilt werden und Osnabrück seine Quote längst übererfüllt hat die Stadt ist zunächst verantwortlich für alle, die hier aufgegriffen wurden oder sich selbst gemeldet haben. Vorläufige Inobhutnahme heißt dieses neue In strument, bei dem geprüft wird, ob der Jugendliche in das Verteilverfahren aufgenommen wird oder in Osnabrück bleibt. Das kann der Fall sein, wenn der Jugendliche erkrankt ist und längere Zeit vor Ort behandelt werden muss.
Alle Plätze überbelegt
Ob vorläufig oder nicht, die Stadt braucht mehr Unterbringungsmöglichkeiten. Bislang stellt der Katholische Verein für soziale Dienste SKM acht Inobhutnahmeplätze, je vier für Stadt und Landkreis Osnabrück. Hinzu kommen zwei Notplätze. Diese waren jedoch in den vergangenen Monaten ständig überbelegt, teilte die Verwaltung dem Jugendhilfeausschuss mit. Sechs weitere Plätze im Laurentiushaus brachten keine wirkliche Entlastung. Deshalb wurden in der Jugendherberge und in Hotels Zimmer angemietet.
Nun sollen mithilfe des SKM bei St. Johann acht neue Plätze entstehen. Die Kosten dafür werden auf 510 000 Euro jährlich geschätzt. Das Land Niedersachsen finanziert die Einzelfälle. Sollten die Plätze nicht ausgelastet werden, müsste die Stadt die Kosten tragen.
Mit einem Rückgang wird aber derzeit nicht gerechnet. Im Gegenteil, wie Hermann Schwab, Leiter des Fachbereichs für Kinder, Jugendliche und Familien, im Ausschuss vortrug. Seit der Gesetzesänderung am 1. November gebe es erstmals gesicherte Zahlen über UMF, weil jedes Jugendamt in Deutschland täglich seine tagesaktuellen Zahlen melden müsse. So seien aus bundesweit geschätzten 30 000 inzwischen fast 60 000 Gemeldete geworden.
Aber auch diese Zahl enthalte Unwägbarkeiten. Als Beispiel führte Schwab minderjährige Flüchtlinge an, die in Begleitung älterer Geschwister oder anderer Angehöriger unterwegs seien. In solchen Fällen werde oft aus pragmatischen Gründen die Vormundschaft an die Angehörigen übertragen und die Jugendlichen nicht als unbegleitet gemeldet, auch wenn kein Erziehungsberechtigter dabei sei.
Nach der Inobhutnahme kommen die jungen Flüchtlinge in der Regel in Wohngruppen. Weil es auch hier Engpässe sowohl bei Räumen als auch beim Fachpersonal gebe, werde geprüft, ob die Aufnahme in einer Familie möglich sei. Die Stadt verhandele derzeit mit zwei Trägern über ein Konzept, wie Familien für die Aufnahme junger Flüchtlinge gewonnen, angeleitet und begleitet werden könnten.
Autor:
S.


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