User Online: 1 | Timeout: 20:11Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Atterstraße: Osnabrück fehlt das Geld für sicheren Tunnel
Zwischenüberschrift:
Ebenerdige Kreuzung von Bahn und Straße bleibt ein Risiko
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Immer wieder kommt es zu gefährlichen Situationen am Bahnübergang Ein Risiko bleibt vorerst die ebenerdige Kreuzung von Bahn und Straße auf der Atterstraße. Foto: Gert Westdörp . Die Stadt will die ebenerdige Kreuzung von Bahn und Straße durch einen Tunnel ersetzen, aber wegen anhaltender Ebbe im Haushalt ist das Vorhaben schon mehrfach aufgeschoben worden.
Vor zwei Wochen stand ein Linienbus auf den Gleisen, als das Rotlicht zu blinken begann. Nach der Beschreibung einer 19-jährigen Studentin, die in dem Gelenkbus saß, wäre es um ein Haar zu einer Kollision mit einem Zug gekommen. Ganz so dramatisch sei es wohl nicht gewesen, erklärte anschließend die für die Linie R 11 verantwortliche Regionalverkehrsgesellschaft Münsterland (RVM), sie räumte aber ein " Vorkommnis" ein.
Schon aus Gründen der Verkehrssicherheit sei es sinnvoll, den ebenerdigen Bahnübergang durch einen Tunnel zu ersetzen, sagt Franz Schürings, der Leiter des Fachbereichs Städtebau der Stadt Osnabrück. Aus Geldmangel hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt das Vorhaben aber auf die lange Bank geschoben.
Jahrelang tauchte der Tunnel immerhin in der mittelfristigen Finanzplanung auf. Dabei ging es allerdings nicht um die Baukosten, sondern lediglich um die Kosten der Planung. Doch auch dieser Posten wurde 2014 zugunsten anderer Projekte aufgegeben. Zu ihnen gehören Neubauten für mehrere Eisenbahnbrücken, deren Baufälligkeit zu schnellem Handeln zwang. In der Finanzplanung bis 2020 ist der Tunnel nicht enthalten. Wann er eine Chance bekommt, entscheidet die Politik.
Im Mai dieses Jahres war der Bahnübergang an der Atterstraße ein Thema im Bürgerforum Eversburg/ Hafen. Oberbürgermeister Wolfgang Griesert konstatierte nur, dass es keinen neuen Sachstand gebe. Er lieferte aber ein paar Zahlen, die die Stadt von der Deutschen Bahn erbeten hatte. Demnach senken sich die Schranken jeden Tag für 141 Züge, die auf der Strecke zwischen Osnabrück und Rheine unterwegs sind es handelt sich zu fast gleichen Teilen um Güter- und Personenzüge. Griesert rechnete vor, dass der Verkehr auf der Atterstraße in einer Stunde durchschnittlich 10 bis 15 Minuten vor dem Andreaskreuz zum Stillstand komme.
Planer wie Fachbereichsleiter Schürings beklagen, dass es durch die Unachtsamkeit von Verkehrsteilnehmern immer wieder Zwischenfälle an beschrankten Bahnübergängen gebe. Vor einigen Jahren, als es noch weit mehr niveaugleiche Kreuzungen gab, hätten die Menschen den Schranken mehr Respekt entgegengebracht. Aus gutem Grund: Auch in der Region Osnabrück starben Menschen, weil Fahrzeuge von herannahenden Zügen erfasst wurden.
Der Bahnübergang im Stadtteil Eversburg ist nicht der einzige, den die Stadt erneuern will. Auch am Ickerweg sollen die Schranken verschwinden. Wegen der Topografie ist dort allerdings kein Tunnel, sondern eine Brücke geplant. " Aus Sicht der Stadt hat die Atterstraße aber Vorrang", sagt Stadtplaner Schürings.
Umbauten an Bahnstrecken erfordern einen jahrelangen Vorlauf. Die Stadt muss mit der Deutschen Bahn AG Netz eine Kreuzungsvereinbarung treffen und Einigkeit über die Kostenbeteiligung herstellen. Zudem macht die Errichtung von Bauwerken eine präzise Zeitplanung erforderlich. Mindestens ein Jahr im Vo raus werden dabei die Zugpausen festgelegt, die für bestimmte Arbeiten erforderlich sind.
Eine so aufwendige Kooperation gab es zuletzt in Hellern, wo die Stadt Osnabrück zwei neue Brücken über die Bahnstrecke nach Münster gebaut hat. Im kommenden Jahr sollen sie freigegeben werden.

Bildtext:

Ein Risiko bleibt vorerst die ebenerdige Kreuzung von Bahn und Straße auf der Atterstraße.

Foto:

Gert Westdörp
Autor:
rll


Anfang der Liste Ende der Liste