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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Vom Tropenwald in die Rührschüssel
Zwischenüberschrift:
Leckere Adventstürchen-Aktion im Botanischen Garten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Einen cremigen und süßen weihnachtlichen Beigeschmack hatte die NOZ-Adventstürchen-Führung durch den Botanischen Garten. Denn vom Tropenhaus ging es über die Gewächshäuser in die Küche, wo Weihnachtskekse mit selbst gemachter Schokolade hergestellt wurden.
Über deren Ursprung hatte rund eineinhalb Stunden vorher Claudia Grabowski-Hüsing als Leiterin der Grünen Schule im Tropenhaus aufgeklärt. Denn dort wachsen an den Stämmen eines Kakaobaums, der in seiner südamerikanischen Heimat bis zu 60 Meter hoch werden kann, in einer als Pulpa bezeichneten süßen weißlichen Masse Kakaobohnen, die in ihrem Urzustand erst einmal bitter schmecken. Sind ihre Bitterstoffe aber erst einmal ab- und ihr Aroma durch Trocknung aufgebaut, können sie in geschälter Form mit einem Mörser zu einer Kakaopulvermasse zerkleinert werden, die als Grundlage für Schokolade dient. In der Schokoladenfabrik, die aus Lateinamerika mit Kakaobohnen beliefert wird, erledigen das natürlich Maschinen.
In der Küche des Botanischen Gartens durfte unter anderem die achtjährige Amelie aus Haste dann auch selbst aus der eigenhändig gestampften Kakaomasse Schokolade machen. Etwa ein Drittel Zucker und je nachdem, ob es Vollmilch oder Zartbitter werden soll, unterschiedlich viel Milch reichten dabei aus, um das Pulver schnell in eine dunkle und klebrige Schokoladencreme zu verwandeln. Damit die auch nach Weihnachten schmeckt, wurde außerdem etwas Vanillezucker mit reingerührt. Dass Vanilleschoten die einzigen essbaren Orchideenblüten sind, erfuhren die staunenden Teilnehmer am Beginn ihrer spannenden Reise durch den tropischen Regenwald. Mit einem Geruchstest konnten sie unterschiedliche Gewürze erkennen, die für Weihnachtsschokoladen, aber auch für Weihnachtsgebäck wie Spekulatius oder Lebkuchen verwendet werden. Und dieses sehr lange haltbar machen. Genauso wie etwa Ingwer, Muskatnuss, Kardamom oder Gewürznelken dabei helfen, den Körper fit und gesund zu halten.
Wie die Pflanzen und ihre Früchte aussehen, durfte dann im Gewächshaus bestaunt werden: Von der Kokospalme, deren große Nusssamen auf Wasser schwimmen können, über den Zimtbaum, dessen Rinden zu Gewürzstangen verarbeitet werden, bis hin zum Zuckerrohrgras, das für die Kinder in Südamerika eine süße Leckerei zum Kauen ist. Genau wie bei uns die Schokolade, die am Ende der ebenso lehrreichen wie leckeren Weihnachtsführung durch den Botanischen Garten noch nach Belieben nicht nur mit verschiedenen Gewürzen, sondern auch anderen Zutaten wie Rosinen, Cornflakes, Bananen, Weintrauben oder Nüssen verfeinert werden konnte. Allerdings auf Kekse gestrichen. Denn zum Conchieren, Kühlen und Erhärten in einer Tafelgießform hätte die Aktion noch ein paar Tage weitergehen müssen. Aber auch so wird nicht nur Amelie in Zukunft wissen, wie viel Arbeit, aber auch wie viel Spaß dahintersteckt, wenn sie Schokolade isst.

Bildtext:

Ihre eigenen Schokoladenkekse machte die 8-jährige Amelie nach der Adventstürchen-Führung im Botanischen Garten. (Foto: Swaantje Hehmann) .

Foto:

Swaantje Hehmann

OS: # Adventstürchen / Botanischer Garten, Schokolade selber machen. Auf dem Bild: Claudia Grabowski-Hüsing (Leiterin der Grünen Schule im Botanischen Garten) und die 8-jährige Amelie.

Foto:

Swaantje Hehmann

Foto:

imago/
imagebroker
Autor:
mali


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