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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Haus der Jugend wird vorerst nicht barrierefrei
Zwischenüberschrift:
Umbau erneut verschoben - Geld für zwei Rampen fiel unter die Haushaltssprerre
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Nachricht kam nach der Haushaltssperre nicht überraschend: Die barrierefreie Erschließung des Hauses der Jugend ist erneut um ein Jahr verschoben worden, hieß es im Jugendhilfeausschuss.
Das Haus der Jugend ist nicht nur die älteste, sondern auch die größte Jugendeinrichtung der Stadt. Für Menschen mit Behinderung und Mütter mit Kinderwagen ist das Haus allerdings nur sehr umständlich zu erreichen. Denn der Weg zum Haupteingang an der Großen Gildewart führt über zwei Treppen.
Rollstuhlfahrer oder Eltern mit Kindern müssen deshalb einen Umweg über den Innenhof zum Hintereingang machen. Bei Veranstaltungen am Wochenende ist der Innenhof allerdings oft aus organisatorischen Gründen geschlossen. Dann ist das Haus der Jugend für Rollstuhlfahrer nicht erreichbar, ein Zustand, der seit Jahren von Besuchern und der Politik kritisiert wird.
2013 hatte deshalb die Jugendverwaltung den städtischen Eigenbetrieb Immobilien und Gebäudemanagement mit Plänen zum behindertengerechten Umbau des 61 Jahre alten Hauses beauftragt. Sie umfassen den barrierefreien Zugang für 65 000 Euro und die Barrierefreiheit innerhalb des Hauses für 199 000 Euro.
Ein Teil des Umbaus könnte 2015 aus Mitteln der Bauunterhaltung in den Jugend- und Gemeinschaftszentren verwirklicht werden, hatte es vor einem Jahr im Jugendhilfeausschuss geheißen. Realisiert werden sollten zunächst der preisgünstigere barrierefreie Zugang über zwei Rampen. Ein " aber" gab es dennoch: Sollten kurzfristig Mittel für zwingend notwendige Unterhaltungsarbeiten an anderen Häusern fällig werden, würde der Umbau erneut verschoben.
In diesem Jahr kam allerdings etwas anderes dazwischen: die am 21. Juli vom Oberbürgermeister verhängte Haushaltssperre. Danach müssen alle Ausgaben über 10 000 Euro vom Finanzvorstand genehmigt werden. Ein Freigabeantrag des Eigenbetriebs Immobilien wurde im Oktober jedoch abschlägig beschieden: Der Umbau sei nicht zwingend erforderlich, weil es einen barrierefreien Zugang über den Innenhof gebe." Wie geht es jetzt weiter?", wollte der Ausschussvorsitzende Uli Sommer wissen. Die Verwaltung gehe davon aus, dass nach dem Ende der Haushaltssperre der Umbau in Angriff genommen werden, sagte Hermann Schwab, Leiter des städtischen Fachbereichs für Kinder, Jugendliche und Familien.
Der behindertengerechte Innenumbau steht angesichts der finanziellen Lage der Stadt weiter in den Sternen. Geplant ist die Erschließung des Gebäudes vom Keller bis zum Dachgeschoss durch einen Fahrstuhl. Für Rollstuhlfahrer unerreichbar blieben weiterhin das Dachgeschoss und die Turnhalle wegen deren höhenversetzter Lage unterhalb des Kellerniveaus. Über den Fahrstuhl wären immerhin mehr als 90 Prozent aller öffentlichen Angebote im Haus der Jugend barrierefrei.

Bildtext:

61 Jahre alt ist das Haus der Jugend schon. Der Stadt fehlt das Geld für einen barrierefreien Umbau.

Archivfoto:

G. Westdörp
Autor:
S.


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