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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Zu Besuch bei Buschi
 
Das sind wir: Das Team der Zeitung
 
Hartes Leben für Urwaldbewohner
 
Billiges Palmöl statt Artenvielfalt
Zwischenüberschrift:
Affenstarke Regenwaldbotschafter: Klasse 4a der Johannisschule aus Wallenhorst recherchiert im Zoo
 
Durch die Abholzung des Regenwaldes wird den Tieren der Lebensraum genommen: Drei bedrohte Arten, die es schwer haben
 
Der Rohstoff ist der Grund, warum die Regenwälder in Indonesien verschwinden und mit ihnen die Tiere
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Wir, die Klasse 4a der Johannisschule aus Wallenhorst, haben den Osnabrücker Zoo besucht. Wir fuhren nicht zum Spielen und Toben dorthin, sondern wir mussten arbeiten.

Lisa Mockel, eine Zoopädagogin, nahm uns in Empfang, und nach einer kleinen Frühstückspause ging es direkt los. Wir wurden zu " Affenstarken Regenwaldbotschaftern" ausgebildet. Aber was genau ist das?

Frau Mockel führte uns zu Buschi, dem bekannten Orang-Utan des Zoos. Auch seine Freundin Astrid war dabei, sie kletterte kopfüber am Gitter des Geheges entlang.

Buschi kam ganz nah an das Gitter und beobachtete uns die ganze Zeit. Wir hatten den Eindruck, dass er sehr gut aufpasst, was wir da machen. Wir mussten nämlich die Zooexperten interviewen. Dabei wurden wir von os1.tv gefilmt. Im Buschi-Gehege wohnen noch andere Affen, es sind Gibbons: Otti mit Frau und zwei Kindern. Sie haben richtig Alarm gemacht und wild he rumgeschrien. Frau Mockel erklärte uns, dass Otti mal eine Alarmanlage eines Autos gehört hat, und seitdem macht er sie ganz laut nach.

Nach unserem Besuch bei den Affen schauten wir bei den Elefanten vorbei. Der ganz große Elefant heißt Luca, und er wohnt mit weiteren Männchen zusammen. Luca war bereits in anderen Zoos. Er ist einer der größten Elefanten auf der ganzen Welt, die in Zoos leben.

Weiter ging es danach zu den zwei Sumatra-Tigern. Sie haben ein recht neues Gehege. Sie sind erst seit gut einem Jahr im Zoo. Das Männchen ist zwei Jahre alt, und das Weibchen ist drei. Gerade wurden sie gefüttert, dabei werden sie getrennt. Sonst würde das Männchen dem Weibchen alles wegfressen. Das Weibchen lag ganz nah an der Scheibe und ruhte sich aus.

Danach ging es zu den Tapiren. Auch sie waren in ihrem Haus. Sie können ihren Kot nur im Wasser absetzen, wegen ihrer empfindlichen Verdauung. Entsprechend stinkig war es im Haus. Ein Tapir ist ganz schmal gebaut, damit er im Regenwald gut durch das Dickicht kommt. Im Tapir-Haus gab es auch noch Faultiere und kleine Affen, die Totenkopf-Äffchen.

Als Letztes führte Lisa Mockel uns zu den Schimpansen. Sie erzählte uns von der Bedrohung der Schimpansen und auch der anderen Tiere. Im Regenwald wird pro Minute eine Fläche von 35 Fußballfeldern abgeholzt oder abgebrannt. Das heißt, der Lebensraum der Tiere wird zerstört und ihre Nahrung knapp. Die Bauern pflanzen ihre Nutzpflanzen dort an. Kommen beispielsweise die Schimpansen zum Futtern werden sie abgeschossen. Aber warum wird der Regenwald zerstört? Die Menschen brauchen das Holz etwa für Gartenmöbel, und vor allem bauen sie auf der abgeholzten Fläche Palmölpflanzen an. Dieses Palmöl findest Du in ganz, ganz vielen Lebensmitteln, zum Beispiel in Schokolade, Fertiggerichten oder aber Pflegeprodukten wie Seife und Cremes.

Warum sollten wir den Regenwald schützen? Es gibt dort viele Pflanzen und Tiere, die sonst aussterben. Forscher vermuten, dass es noch viele unentdeckte Pflanzen dort gibt. Der Regenwald ist unsere grüne Lunge für die ganze Welt. Dort entsteht viel Sauerstoff, und er ist verantwortlich für unser Klima. So bildete Frau Mockel uns zu " affenstarken Regenwaldbotschaftern" aus.

Jeder von uns kann helfen, den Regenwald zu schützen:

Anstatt einer Plastiktüte nimmst Du einen Stoffbeutel, den kannst Du ganz oft verwenden.

Wickle Dein Schulbrot nicht in Alufolie oder Frischhaltefolie, packe es am besten in eine Brotdose.

Nimm eine wiederbefüllbare Trinkflasche mit anstatt ein Trinkpäckchen, das Du wegwirfst.

Benutze Recyclingpapier, oder nutze die Rückseite von etwas Bedruckten.

Versuche beim Einkaufen wenig Produkte mit Palmöl zu kaufen.

Versuche nicht so viel Fleisch zu essen.

Nach den Recherchen im Zoo rauchten uns allen die Köpfe. Zur Erholung gingen wir auf den Spielplatz. Abschließend besuchten wir noch die Ziegen im Streichelzoo.

Bildtext:

Orang-Utans sind vom Aussterben bedroht, weil ihr Lebensraum, der Regenwald, immer weiter zerstört wird.

Foto:

dpa

Wallenhorst. Wir sind die Nachwuchsreporter aus der Klasse 4a der Johannisschule Hollage-Ost in Wallenhorst. In unserer Zeitungsgruppe sind: Lukas, Niklas, Maren, Jean Luca, Fina, Jana, Sina und Vitas. Wir führten ein Zoo-Projekt durch. Zum Glück mussten wir dafür oft in den Zoo. Wir luden Experten ein, um sie zu interviewen. Frau Lisa Mockel war unsere Zooexpertin. Sie erklärte uns alles über Orang-Utans und den Regenwald. Der Pfleger von Buschi und Astrid im Osnabrücker Zoo erzählte uns viel über das spannende Leben von Buschi und wie er als kleines Baby im Kinderhospital mit der Flasche aufgezogen wurde, weil seine Mutter ihn nicht annehmen wollte. Wir durften sogar zu den Tapiren ins Gehege.
Richtig toll war es, dass wir selbst fotografieren und ein Aufnahmegerät bedienen durften. Zum Abschluss besuchten wir die Redaktion der NOZ und schrieben selbst Artikel. Wie ein echtes Reporterteam entwarfen wir diese Zeitungsseite und schrieben unsere Artikel an Laptops in der Chefetage. Cool, oder?
Bildtext:
Die Nachwuchsreporter live vor Ort im Zoo.
Foto:
Pohlmann

Osnabrück. Es gibt viele Tiere im Zoo, die in der freien Wildbahn bedroht sind. Weil der Regenwald abgeholzt wird, verschwindet ihr Lebensraum, die Tiere finden nichts mehr zu fressen und sterben schlimmstenfalls aus. Hier stellen wir drei von ihnen vor.
Der Tapir ist braun und hat kurze braune Haare. Er geht gerne schwimmen. Der Tapir ist ein Pflanzenfresser. Er isst gerne Gras und Früchte und ist ein lebendes Fossil. Sein Körperbau hat sich seit 50 Millionen Jahren nicht verändert.
Tapire sind Säugetiere. Sie haben eine Schulterhöhe von ungefähr einem Meter. Der Tapir wird 176 bis 215 Zentimeter groß. Die Oberlippe ist mit der Nase zu einem Rüssel verbunden, der gut zum Abpflücken von Trieben und Ästen geeignet ist. Tapire sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber meist. Flachlandtapire werden 30 bis 35 Jahre alt. Sie sind sehr muskulös.
An den Vorderbeinen haben sie vier und an den Hinterbeinen drei Zehen. Ihr Körperbau ist so geformt, dass sie sich hervorragend durch das dichte Urwaldgestrüpp zwängen können.
Wenn sie sich in Menschennähe aufhalten, fressen sie gerne Melonen, Zuckerrohr, Kakaopflanzen und Gemüse, Nutzpflanzen, die der Mensch für sich beansprucht. Deshalb werden sie gejagt.
Die natürlichen Feinde des Tapirs sind der Tiger und der Jaguar. Die Flachlandtapire sind vom Aussterben bedroht, weil der Regenwald abgeholzt wird. Deshalb sind wir froh, dass im Zoo noch viele Tapire leben.
Der Sumatra-Tiger ist der kleinste und seltenste Tiger. Er kann bis zu 15 Jahre alt werden. Vom Kopf bis zum Hinterteil ist er 150 Zentimeter lang. Sein Gewicht beträgt 75 bis 100 Kilogramm. Sein Lebensraum ist der Dschungel. Aber nicht nur in den Wäldern gibt es Tiger, auch im Bergland Asiens und im kalten Sibirien sind sie zu Hause. Der Tiger ist ein Fleischfresser. Er ernährt sich von kleinen Säugetieren, Affen, Hirschen und Schweinen.
Die Streifen im Tigerfell sind wie Linien beim menschlichen Fingerabdruck bei jedem Tiger sind sie unterschiedlich. Durch die schwarzen Streifen im rötlich-braunen Fell sind die Tiere zwischen Bäumen und Sträuchern bestens getarnt. Das Fell kann bis zu zwölf Zentimeter lang werden.
Tiger sind gute Schwimmer, sie haben Schwimmhäute zwischen den Zehen. Sie bringen meist zwei Junge zur Welt. Die Tragzeit von Tigern beträgt etwa drei Monate. Nach gut sechs Wochen trauen sich die kleinen Tiger mit ihrer Mutter aus dem Versteck.
Im Osnabrücker Zoo leben zwei Sumatra-Tiger, ein Männchen und ein Weibchen, die zwei und drei Jahre alt sind. Die Tierpfleger hoffen, dass es bald Nachwuchs gibt, damit die Tiger nicht aussterben.
Orang-Utans werden auch die roten Menschenaffen genannt. Das liegt an ihrem bräunlich-roten Fell. Die Orangs sind die größten auf Bäumen lebenden Tiere der Erde. Sie verbleiben Tag und Nacht auf den Bäumen und sind sehr gute Kletterer. Sie sind am liebsten allein leben also als Einzelgänger. Die Ernährung besteht aus Früchten, Blättern und Insekten.
Noch bis Mitte des letzten Jahrhunderts haben vermutlich Hunderttausende Orang-Utans die asiatischen Wälder bewohnt jetzt sind es schätzungsweise noch 50 000. Die Regenwälder werden zunehmend abgeholzt, und daher fehlt den Tieren auch der Lebensraum. Jeder Orang-Utan braucht mindestens einen Quadratkilometer Regenwald, um satt zu werden von Früchten und Blättern. Ohne Wald verlieren die Tiere ihre Nahrungsquelle, ihren Schutz und Lebensraum.
Bildtexte:
Tapir im Osnabrücker Zoo.
Tigerjunge sind oft nur noch im Zoo zu sehen.
Kleiner Orang-Utan aus dem Berliner Zoo.
Fotos:
Vitas, dpa

Osnabrück. Der Regenwald besteht aus mehreren Stockwerken. Parterre: die Boden- und Wasserwelt mit Pilzen, Ameisen, Käfern und vielen anderen Insekten. Zu den Bewohnern von Flüssen und Seen gehören neben den Fischen auch Echsen, Krokodile oder Zwergflusspferde.
Erster Stock: Im sogenannten Unterwuchs mit Büschen, Sträuchern und Blüten leben Schlangen und kleine Nagetiere. Oft suchen auch Bewohner der oberen Etagen hier nach Nahrung: Jaguare, Affen, auch Kolibris auf der Suche nach Blütennektar.
Zweiter Stock: Im Blätterdach dieser sogenannten Kronenregion ist jede Menge los. In den Bäumen, die bis zu 35 Meter hoch wachsen, leben Affen, Schlangen und Baumfrösche, bunte Vögel wie Papageien und Tukane. Um die Äste ranken sich Lianen, Würgefeigen und schillernde Orchideen.
Dritter Stock: In den Baumriesen, die wie Türme aus dem Blätterdach herausragen, sind vor allem Vögel und Fledermäuse zu Hause. Zu den " Überständern" gehören zum Beispiel der Mahagoni- und der Paranussbaum.
Der Regenwald ist bedroht, weil wir Menschen die Bäume dort abholzen. Wir nutzen das Holz zum Beispiel für Möbel und zur Papierherstellung. Auf der Fläche des ehemaligen Regenwaldes entstehen vielfach Palmölplantagen. Wo vorher also noch viele verschiedene Pflanzen wuchsen, stehen dann nur noch Palmen. Das ist kein Lebensraum für die Tiere, weil sie dort keine Nahrung finden und sich auch nicht verstecken können. Die Hälfte aller Produkte aus dem Supermarkt enthält Palmöl. Das meiste Öl rund 90 Prozent kommt aus Indonesien und Malaysia. Die Plantagen brauchen viele Chemikalien gegen unerwünschtes Unkraut. Dadurch werden sie zu leblosen grünen Wüsten. Weltweit wachsen auf 170 000 Quadratkilometern Ölpalmen fast die Hälfte der Fläche Deutschlands. Die Regenwälder müssen dafür weichen.
Palmöl wird aus den Früchten der Ölpalme gepresst. Es ist ein sehr billiges Öl. Deshalb verarbeitet die Industrie den Rohstoff seit einigen Jahren in Lebens-, Waschmitteln und Pflegeprodukten. Seitdem nehmen die Plantagen zu. Das Fatale: Die Palme wächst nur dort, wo auch der Regenwald wächst.
In den Motoren der Autos der EU verbrennen rund 1, 9 Millionen Tonnen Palmöl pro Jahr. Um diese Menge zu ernten, muss man auf 7000 Quadratkilometern Ölpalmen pflanzen. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) hat 2007 einen Bericht veröffentlicht, in dem steht, dass Ölpalm-Plantagen der Hauptgrund für Regenwaldzerstörung in Malaysia und Indonesien sind. Heute werden weltweit etwa 35 Fußballfelder Regenwald jede Minute zerstört.
Bildtext:
Einöde: Abgeholztes Gebiet auf der Insel Sumatra in Indonesien.
Foto:
dpa
Autor:
Jean Luca, Lucas, Jana, Maren, Sina, Vitas, Niklas, Fina


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