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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Stofftasche statt Plastikbeutel
Zwischenüberschrift:
Schüler wollen Tütenschwemme stoppen – Auftakt zum Weihnachtseinkauf
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Überflüssig, umweltschädlich und ein zentrales Symptom unserer Wegwerfgesellschaft, so charakterisieren die Klimabotschafter der Ursulaschule das Problem Plastiktüte. Um diesem endlich Herr zu werden, haben die Schüler in ihrer Projektgruppe den ehrgeizigen Plan entwickelt, die Osnabrücker davon zu überzeugen bis Ende 2017 gänzlich auf umweltfreundliche Alternativen umzusteigen.

Am Samstag verteilten sie hierzu am Nikolaiort nicht nur 10 000 speziell bedruckte Jutebeutel unter den Passanten, sondern führten diesen anhand eines Theaterstücks auch die drastischen Folgen der sprichwörtlichen Plastiktütenschwemme vor.

Oh du wunderschöne Weihnachtszeit, mit dem ersten Adventswochenende beginnt für viele die heiße Phase des Weihnachtsshoppings. Treue Begleiter sind dabei zumeist zahlreiche Plastiktüten, die nach dem Besuch der unterschiedlichen Geschäfte angesammelt werden.

Die Folgen dieses Konsumverhaltens sind gravierend, können doch die Chemieerzeugnisse kaum wiederverwertet werden und landen nach vielen Stationen oft im Meer und somit auch im menschlichen Nahrungskreislauf. " Sie könnten also im Restaurant anstatt vermeintlich gesunden Seefisch ebenso Plastiktüten serviert bekommen", meinte Florian Nils Hehmann von den Klimabotschaftern. Dabei verwies er auf das von seinen Mitschülern aufgeführte Theaterstück, in dem genau diese überspitzte Situation dargestellt wurde.

Es bestehe akuter Handlungsbedarf, befanden einhellig die versammelten Politikvertreter, die zur Präsentation des unter Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert stehenden Projektes gekommen waren. Neben Bürgermeisterin Birgit Strangmann, dem Landtagsabgeordneten Volker Bajus und dem Bundestagsabgeordneten Mathias Middelberg war auch der Europaabgeordnete Jens Gieseke vor Ort und lobte den Einsatz der Schüler in höchsten Tönen.

Da letztlich jeder einzelne Bürger durch sein Konsumverhalten über die Verbreitung der Plastiktüten mitbestimme, sei ihre engagierte Aufklärungsarbeit von großer Bedeutung, bekannte der Parlamentarier. Mit dem ambitionierten Ziel, in Osnabrück bereits Ende 2017 keine Plastiktüten mehr zu verwenden, sei man zudem Vorreiter und Vorbild in einer EU, die erst 2025 einen im Vergleich zu heute 80-prozentigen Rückgang erwirkt haben will.

Die 10 000 mit finanzieller Unterstützung engagierter Partner wie des Bistums produzierten und mit einem sinnbildlichen Känguru samt Beutel bedruckten Jutebeutel fanden an diesem Samstag reißenden Absatz. Das gibt den Schülern Hoffnung, dass im übernächsten Jahr zum ersten Advent kaum noch Weihnachtsshopper auf Plastiktüten setzen.

Bildtext:

Auf dem Nikolaiort verteilten die Klimabotschafter der Ursulaschule Stoffbeutel für den Weihnachtseinkauf. Ihr Ziel ist ein plastiktütenfreies Osnabrück. Bürgermeisterin Birgit Strangmann (rechts) lobte die Aktion.

Foto:

Hermann Pentermann
Autor:
Alexander Adams


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