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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Jugendparlament: An Gratis-Schülerbuskarten festhalten
Zwischenüberschrift:
Einstimmiger Beschluss wendet sich gegen Kürzungspläne von Rat und Verwaltung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Nach dem Stadtelternrat hat sich nun auch das Osnabrücker Jugendparlament klar gegen die geplante Neuordnung der Schülerbeförderung ausgesprochen. Die Parlamentarier forderten in ihrer Sitzung am Montagabend, dass Busfahrkarten für Schüler weiterhin kostenlos bleiben.
In einem kurzen Vortrag stellte Parlamentarier Markus Pietschner zu Beginn der Sitzung im Haus der Jugend den Plan der Stadt vor, den Zuschuss für Schülerbusfahrkarten zu kürzen. Aus seiner Haltung zu den Plänen machte der 15-Jährige kein Geheimnis: " Dass die Stadt bei den Schülerbusfahrkarten kürzen will, um Geld zu sparen, ist etwas, das bei uns ganz sicher nicht auf Anerkennung stößt."
Seine Ablehnung begründete Markus Pietschner damit, dass Eltern und Schüler mit der geplanten Gebühr für Busfahrkarten finanziell übermäßig belastet wären. Außerdem benötigten Schüler die kostenlose Fahrkarte nicht nur, um zur Schule zu kommen, sondern auch, um etwa zum Neumarkt zu fahren. " Und schließlich sollten Jugendliche doch an den öffentlichen Personennahverkehr herangeführt werden."
Der 15-Jährige schlug dann vor, sich möglicherweise mit den Osnabrücker Jusos zusammenzutun, die sich ebenfalls gegen die Buskarten-Pläne der Stadt positioniert haben. Doch Philipp Christ, Juso-Mitglied und auch einige Monate lang Mitglied im ersten Osnabrücker Jugendparlament, riet davon ab. " Ich würde euch empfehlen, erst eine eigene Position zu erarbeiten und euch erst danach mit einer anderen Gruppe zusammenzutun." Zu Gast war Christ, weil er gemeinsam mit dem ehemaligen Jugendparlaments-Vorstandssprecher Max Assmann einen Leitfaden für die Arbeit im Jugendparlament schreibt und die aktuellen Parlamentarier um ihre Unterstützung bitten wollte.
Ein anderer Gast der Sitzung machte dem Jugendparlament derweil wenig Hoffnung. " Ich sitze für den Stadtschülerrat im Schul- und Sportausschuss des Stadtrates, und ich sehe kaum Chancen, dass die bisherige Busfahrkarten-Regelung von der ersten bis zur zehnten Klasse weitergeführt wird", berichtete Liza-Marie Dünhölter.
Das Jugendparlament beschloss schließlich einstimmig, eine Erklärung anzufertigen, die sich gegen die geplante Buskarten-Regelung wendet. Die Erklärung soll an die Presse gegeben und über den Jugendhilfeausschuss an den Rat vermittelt werden.
Wer die Position des Jugendparlaments im Jugendhilfeausschuss vertreten wird, wurde in dieser Sitzung auch beschlossen. Jenushan Antonydas, Mitglied des vierköpfigen Vorstandes, wird das Gremium dort künftig vertreten. Mit Felix Hemesath wird außerdem ein weiteres Vorstandsmitglied für das Jugendparlament bei den Erwachsenen mitmischen. Hemesath konnte sich bei der Wahl für den Vertreterposten im Schul- und Sportausschuss durchsetzen.
Eine längere Diskussion führte das Parlament schließlich noch über die Anschaffung einer Software, mit der die interne Kommunikation der Parlamentarier über die Website des Jugendparlamentes gestaltet werden könnte. Der Abgeordnete Stefan Leer sagte, im Prinzip sei das sicher eine gute Idee genauso wie der Portalserver IServ für Schulen. " Aber am Ende nutzt es doch niemandem."
Jenushan Antonydas entgegnete, er halte die Idee für sinnvoll und glaube, dass die Parlamentarier das System, das rund 1500 Euro koste, durchaus intensiver nutzen würden als viele Schüler IServ. " Außerdem haben wir noch Geld in unserem Budget, das verfällt, wenn wir es in diesem Jahr nicht nutzen." Am Ende beschloss das Jugendparlament, zunächst eine Testversion der Software zu nutzen, um dann bei erfolgreichem Test die Vollversion zu erwerben.

Bildtext:

Abstimmung im zweiten Osnabrücker Jugendparlament, das seit September im Amt ist. Foto: Archiv/ David Ebener
Autor:
stk


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