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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Telekom-Beamte im Flüchtlingsdienst
Zwischenüberschrift:
Bundesamt für Migration nimmt Osnabrücker Angebot an
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Bundesamt nimmt Angebot an: 45 ehemalige Mitarbeiter der Telekom in Osnabrück sind zur Registrierung von Flüchtlingen abgeordnet worden.

Bei den Mitarbeitern handelt es sich um Bundesbeamte, die früher bei der Telekom tätig waren und später zur Osnabrücker Telekom-Tochter Vivento Customers Service GmbH (VCS) mit Sitz an der Möserstraße wechselten. Weil der Osnabrücker Standort aufgegeben wird, sind die Beschäftigten der neuen Niederlassung in Dortmund zugewiesen worden. Lange hatten sich Betriebsrat und Gewerkschaft gegen die Versetzung gewehrt. Letztlich vergebens. Der Wechsel bedeute für viele der 200 Betroffenen eine besondere Härte, sagen die Arbeitnehmervertreter.

Als Bundesinnenminister Thomas de Maizière im August ankündigte, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) personell stark aufzustocken, er kannte der Osnabrücker Vivento-Betriebsratsvorsitzende Andreas Nardmann die Chance: Er schrieb de Maizière einen Brief: " Unsere Kolleginnen und Kollegen wären sofort bereit, die von Ihnen geplanten Jobs zu übernehmen und den Bund oder auch das Land Niedersachsen bei der schwierigen Aufgabe zur Bewältigung der Flüchtlingswelle zu unterstützen. Neben motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen außerdem in zentraler Lage Räume, Sicherheitsbereiche, modernste Kommunikationsmittel und Lagerflächen zur Verfügung."

Das Innenministerium leitete Nardmanns Angebot an das Bundesamt (BAMF) und dessen neuen Chef Frank-Jürgen Weise weiter. Vertreter des Bundesamtes nahmen Gespräche mit der Telekom auf, wie Andreas Nardmann berichtet. So ganz erfüllte sich der Wunsch des Betriebsratsvorsitzenden danach aber nicht: Die Flüchtlingsarbeit kommt nicht, wie erhofft, zur Vivento-Niederlassung in Osnabrück, sondern die Mitarbeiter werden zum Bundesamt abgeordnet und im Flughafen Münster/ Osnabrück und in Herford zur Registrierung von Flüchtlingen eingesetzt.

45 Beamte stehen nach Angaben von Betriebsratsvize Florian Pendl inzwischen im Dienst des Bundesamtes oder unmittelbar vor dem Wechsel. Insgesamt 27 Beschäftigte sind zum Flughafen abgeordnet, wo neun bereits in der dortigen Registrierungsstelle arbeiten. Weitere fünf nahmen am Freitag am FMO ihren Dienst auf. 13 Beamte werden dem Flüchtlingshaus in Osnabrück zugewiesen, die ersten sieben beginnen dort am 1. Dezember. Fünf Beamte kommen in einer Notunterkunft in Herford zum Einsatz (zwei sind bereits da).

Thomas de Maizière hatte angekündigt, kurzfristig und auf unkonventionelle Weise mehrere Hundert Mitarbeiter zur Bearbeitung von Asylanträgen rekrutieren zu wollen. 600 bis 700 Beamte aus anderen Behörden, aus dem Ministerium, von Zoll oder Bundeswehr sollen nach de Maizières Vorstellungen an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge abgeordnet werden.
Autor:
Wilfried Hinrichs


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