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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Musik, Mord und Mafia
Zwischenüberschrift:
Theater-AG des Gymnasiums "In der Wüste" bringt Krimi auf die Bühne
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Schüsse fielen am Dienstagabend in der Schulaula des Gymnasiums " In der Wüste". Die waren aber zum Glück nicht echt, sondern Bestandteil einer Krimihandlung. Nicht nur inhaltlich, sondern auch musikalisch spannend geriet das selbst geschriebene Musiktheaterstück, das 13 Schüler der Theater-AG nun zur Premieren-Aufführung gebracht haben.
Die Bilder mit gezeichneten Instrumenten vom Saxofon über das Klavier und die Trompete bis hin zum Mikrofon dienten nicht nur als Dekoration der fiktiven New Yorker Jazzbar " Desert Inn", in der die Handlung angesiedelt war und die die Zuschauer in das New York der Dreißigerjahre entführte. Sie wurden auch lebendig durch die schuleigene, 22-köpfige Brassband, die als Hausband des Clubs den " coolsten Jazz der ganzen Stadt" servierte. Schon seit mehr als einem Vierteljahrhundert ist die Brassband seit 1999 unter der Leitung von Lehrer Marc Schröer mit bis zu 30 Auftritten pro Jahr ein fester Bestandteil des Schullebens im Wüstengymnasium.
Schröers Auftritt währte allerdings nicht sehr lange, denn als Bandleader Harry Parker spielte er das Mordopfer. Sein Nachfolger im Stück glänzte neben diversen Gesangseinlagen auch mit fein gespielter Arroganz. Als das ungleiche Ermittler-Duo der Polizei seine Arbeit aufnimmt, ist die Leiche bereits im Keller.
Mit einer gelungenen Mischung aus Sherlock Holmes und Agatha Christie animierte der mit viel Musik gewürzte Krimi zum Mitraten. Neben den tödlichen Schüssen sorgte auch die musikalische Untermalung für zahlreiche Treffer auch wenn sie nicht immer in die Zeit der Handlung passte, etwa beim als " Sportstudio"- Intro bekannt gewordenen Stück " Up to Date" von Thomas Reich, mit dem beschwingt zur Halbzeitpause geblasen wurde.
In der zweiten Spielhälfte platzte dann musikalisch begleitet von flotten Jazz-Standards die Mafia mit ihrem hochmütigen Boss Don Cavaradossi, dessen Tochter in die Geschichte verstrickt zu sein scheint, in die Ermittlungen und in die Show hinein, die trotz der tödlichen Schüsse natürlich weitergehen musste. Ob Schutzgelderpressung oder Eifersucht das Mordmotiv war, blieb bis zum glücklichen Ende ungeklärt, in dem sich auch das Geheimnis um den ominösen Mr. Fitzgerald auflöste.
Mit ihrem Motto " Music, Murder & More" hatten die Schüler, die an ihrem Stück eineinhalb Jahre lang ideenreich und kreativ gearbeitet haben, nicht zu viel versprochen und hätten am Ende mehr Zuschauer verdient gehabt. Eine zweite und zugleich letzte Chance, beim mörderischen Musiktheater in der Wüste beziehungsweise im " Desert Inn" mitzuraten, besteht allerdings noch, denn eine zusätzliche Aufführung von " Music, Murder & More" gibt es heute um 19.30 Uhr in der Aula des Gymnasiums " In der Wüste". Eintritt: 7 Euro (ermäßigt 5 Euro).

Bildtext:

Ein Jazzclub in New York der 1930er-Jahre ist Schauplatz von " Music, Murder & More".
Autor:
Matthias Liedtke


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