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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Sport ist nicht alles
Zwischenüberschrift:
Die TSG 07 Burg Gretesch öffnet ihr Clubhaus für 14 Flüchtlinge aus Syrien
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. 14 syrische Flüchtlinge sind in das Clubhaus der TSG 07 Burg Gretesch eingezogen. Der Vorstand des Vereins hatte kurzfristig entschieden, die acht leer stehenden Gästezimmer im Obergeschoss der Geschäftsstelle für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Die Stadt Osnabrück hat die Räume angemietet zunächst für die nächsten zwei Jahre.

Bei einer Besprechung Mitte Oktober mit TSG-Geschäftsführerin Jutta Stockmann hatte Vorstandsmitglied Jürgen Bußmann festgestellt, dass die Zimmer im ersten Stock der Geschäftsstelle in den Wintermonaten nur spärlich belegt waren. Monteure oder Sportler im Trainingslager buchen sich dort normalerweise ein. " Dann haben wir im Vorstand sehr schnell entschieden, dass wir die Räume für Flüchtlinge zur Verfügung stellen möchten", so Bußmann. " Es kann ja nicht sein, dass die Leute in Hesepe zu acht auf einem Zimmer sind und wir hier Leerstand haben."

Nach eiligen Gesprächen mit Udo Kunze vom Fachbereich Integration, Soziales und Bürgerengagement und Klaus Rußwinkel vom Fachdienst Flüchtlinge und Wohnraumversorgung stand es fest: Das Clubhaus sollte Flüchtlingen ein Zuhause bieten, und das in nur knapp zwei Wochen.

Zuvor gab es allerdings noch eine bürokratische Hürde: Der Brandschutz musste erneuert werden. " Aber auch das ging relativ schnell", berichtete Bußmann. Was noch fehlte, war eine Küche für die Bewohner. " Die haben Vereinskollegen am letzten Wochenende besorgt und hier aufgebaut." Geschirr, Besteck, Töpfe und Pfannen wurden gespendet.

Die Sportanlagen des TSG dürfen die Bewohner kostenlos nutzen. Viele hätten gefragt, ob sie auch Basketball spielen könnten, also seien ihnen einige Bälle geschenkt worden.

" Einen Fernseher für alle haben wir auch schon bestellt", so Bußmann. Außerdem werde das WLAN im Gebäude verstärkt, sodass die Flüchtlinge per Internet den Kontakt zu ihren Familien halten können. Viele von ihnen hat der Krieg nämlich in aller Herren Länder verstreut. Der Syrer Mohammad (30), der schon seit neun Monaten in Deutschland ist und bei der TSG als Dolmetscher aushilft, berichtete zum Beispiel von seinen drei Schwestern, die in Saudi-Arabien, Norwegen und den Niederlanden leben.

Der junge Mann, der in seiner Heimatstadt Homs als Wirtschaftsingenieur in einem Gaswerk tätig war, kennt die Unterkünfte in Bramsche-Hesepe und in der Landwehrstraße in Osnabrück. " Dieses hier ist viel besser", lobte er die Organisatoren bei der TSG. Regelmäßig will er im Clubhaus vorbeikommen, um seinen Landsleuten beim Start in Deutschland zu helfen.

" Ganz wichtig ist es, die Sprache zu lernen", weiß er aus eigener Erfahrung. Er selbst habe in Eigenregie über das Internet Deutsch gelernt. Für die Flüchtlinge bei der TSG soll es Sprachkurse geben. " Danach haben sofort alle gefragt", berichtete Stockmann. Ihnen sei klar, dass sie in absehbarer Zeit nicht in ihre Heimat zurückgehen können. Sie wollten möglichst deshalb schnell hier ankommen, Deutsch lernen und vor allem arbeiten. Erst einmal müssten sie sich allerdings bei der Ausländerbehörde melden, Aufenthaltsanträge stellen und warten.

Bildtext:

Nicht nur Basketball spielen können die Flüchtlinge aus Syrien bei der TSG Burg Gretesch sie können dort auch leben. Foto: Gert Westdörp


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