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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Davor fürchten sich die Deutschen
Zwischenüberschrift:
Umfrage: Angst vor Zuwanderung steigt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Zunahme von rechten Kräften, Verschuldung und die Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt: Diese Probleme bereiten der deutschen Bevölkerung angesichts steigender Flüchtlingszahlen Sorgen. Das ergab eine aktuelle Umfrage von Infratest dimap für den ARD-Deutschlandtrend.
Insgesamt beobachten die Deutschen den Flüchtlingsstrom skeptisch. 50 Prozent der Befragten so die Umfrage haben Angst davor, dass viele Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Nur 37 Prozent der Befragten sind der Meinung, Zuwanderung bringe Deutschland eher Vorteile. Die Mehrheit (44 Prozent) findet, Zuwanderung bringe eher Nachteile mit sich. Das sah im August 2015 noch anders aus: 33 Prozent sahen damals die Zuwanderung eher kritisch, und 45 Prozent fanden, die Zuwanderung bereichere Deutschland.
Dennoch glauben 56 Prozent der Deutschen, dass Flüchtlinge perspektivisch auf dem deutschen Arbeitsmarkt gebraucht werden. Der aktuelle Trend zeigt, dass vor allem unter AfD- und Unions-Anhängern die Skepsis gegenüber Zuwanderung groß ist: 85 Prozent der AfD-Anhänger und 42 Prozent der Unions-Anhänger finden, dass Deutschland eher Nachteile durch die Zuwanderung hat. Unter Anhängern der Grünen sehen das nur 25 Prozent der Befragten genauso.
Am meisten befürchten die Befragten einen größeren Zulauf rechter Parteien. 87 Prozent äußern diese Sorge. Insgesamt 85 Prozent der Befragten befürchten, die Verschuldung der öffentlichen Haushalte könnte durch den Flüchtlingsstrom steigen. Die steigende Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt bereitet 79 Prozent der Befragten Sorgen. Auf dem vierten und fünften Platz mit jeweils 78 Prozent liegt die Angst vor hohen Kosten für Unterbringung und Versorgung sowie die Angst vor dem steigenden Einfluss des Islam.
76 Prozent befürchten, dass die Zahl der Straftaten und die Terrorgefahr steigen könnten. Knapp die Hälfte der Deutschen hat Angst davor, dass die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt größer wird. Und 53 Prozent der Befragten sehen den Wohlstand in Deutschland angesichts der hohen Flüchtlingszahlen bedroht.
Mehrheit für Gesetz
Bei der Frage, welche Maßnahmen in der Flüchtlingskrise ergriffen werden müssen, haben die Befragten klare Vorstellungen: 75 Prozent wünschen sich ein Gesetz, das regelt, wie man Zuwanderer auf deutsche Grundwerte verpflichtet. 71 Prozent möchten eine Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen. 69 Prozent wünschen sich Transitzonen an den Grenzen, um Flüchtlinge ohne Asylanspruch direkt zurückweisen zu können.
Der Wunsch der Bevölkerung widerspricht den neuesten Beschlüssen der Bundesregierung. Am Donnerstag entschieden sich Angela Merkel, Horst Seehofer und Sigmar Gabriel gegen eine Einführung von Transitzonen. Dafür sollen Registrierzentren an bis zu fünf Standorten den Flüchtlingsstrom regeln. 63 Prozent der Deutschen wünschen sich außerdem, dass mehr Geld für die bessere Integration von Flüchtlingen bereitgestellt wird.

Bildtext:

Hohe Flüchtlingszahlen machen 50 Prozent der Deutschen Angst. Foto: dpa
Autor:
Olga Zudilin


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