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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Gemeinsam den Bienen etwas Gutes tun
Zwischenüberschrift:
Drei Osnabrücker Schulen beteiligen sich an der Naturschutzwoche des Natur-Netzes Niedersachsen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Es regnet und es stürmt und es ist Naturschutzwoche für Kinder. Den Osnabrücker Grundschülern ist das Nieselwetter fast egal, ja, vor lauter Eifer sind die nassen Schuhe oder die Tropfen auf der Brille so gut wie vergessen. Noch bis Sonntag widmen sich derzeit drei Schulen bei einem Freilandprojekt auf dem Kinderbauernhof Burenkamp in Osnabrück dem Schutz von Wild- und Honigbienen. Unterstützt werden sie vom Verein Weidelandschaften und der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung.
Sowohl Honigbienen als auch Wildbienen sind unentbehrlich für die Vermehrung von Bäumen, Blumen und Nutzpflanzen. Viele Wildbienenarten sind auf bestimmte Pflanzen spezialisiert. Umso gravierender ist es für die Umwelt, dass viele Bienen bedroht oder inzwischen gar schon ausgestorben sind.
Nachdem die Schüler das in einer kurzen Einführung von Weidelandschaften-Mitarbeiterin Carla Tank gelernt hatten, kletterten sie wieder aus dem Bauwagen hinaus, um sich ans Werk zu machen. Auf der sieben Hektar großen Projektfläche des Vereins Weidelandschaften, die auch als Kinderbauernhof Burenkamp bekannt ist, errichten sie einen Bienenstand für Honigbienen, ein Insektenhotel für Wildbienen und einen Rohbodenbereich aus Lößlehm und Sand für Bienenarten, die im Erdboden nisten. Als zusätzliches Nahrungsangebot für die Bienen werden Heil- und Gewürzkräuter angepflanzt.
" Wir haben uns viel vorgenommen. Was in der Naturschutzwoche nicht geschafft wird, wird zukünftig von weiteren Schulklassen und von den Schülern, die uns wiederholt besuchen, fortgeführt", erklärte Weidelandschaften-Geschäftsführer Jan-Philip Kunath.
Der Verein ermöglicht es Kindern aus der Stadt, landwirtschaftliche Erfahrungen zu sammeln und der Natur ganz nah zu kommen. So wirtschaften Schüler regelmäßig auf dem Kartoffelfeld des Kinderbauernhofs und treffen dort zudem auf alte Nutztierrassen wie Vorwerkhühner, rotes Höhenvieh oder Exmoorponys. Die Tiere sorgen auch manchmal für eine Extraportion Spaß, so wie am Dienstag der Thüringer-Waldziegen-Bock Rudi. Neugierig schlich er sich immer wieder an die Kinder der 6. Klasse der Montessori-Schule heran, die gerade Löcher in Hartholzblöcke bohrten, damit später Wildbienen darin ihr Nest anlegen können.
Neben der Montessori-Schule haben auch die Elisabeth-Siegel-Schule und die Rosenplatzschule jeweils an verschiedenen Tagen an der Naturschutzwoche teilgenommen. Am Montag etwa malten Elisabeth-Siegel-Grundschüler Bienenkästen bunt an. " Die bienenfreundliche Farbe dient als Wetterschutz und hilft den Bienen bei der Orientierung, dabei, ihren Bienenstock immer wiederzufinden", richtete sich Jan-Philip Kunath an die Kinder. Der Honigbienenstand soll zukünftig mit den Schülern der beteiligten Schulen betrieben werden.
Bei schweren Arbeiten wie dem Aufschichten einer Trockenmauer um den Bodenbienen-Nistbereich greifen Teilnehmer der Arbeitsmarktmaßnahme des Jobcenters Osnabrück den Kindern unter die Arme. Elf von ihnen helfen aktuell beim Verein Weidelandschaften, kümmern sich um die Tierversorgung, bauen Zäune auf oder unterstützen bei Projekten wie nun bei der Naturschutzwoche.
Ins Leben gerufen wurde die Naturschutzwoche für Kinder zum dritten Mal vom Natur-Netz Niedersachsen. Rund 5000 Kinder in ganz Niedersachsen nehmen in 76 verschiedenen Projekten daran teil. Ziel ist es, Begeisterung für Natur zu wecken, sie den Mädchen und Jungen auf erlebnisreiche Art näherzubringen und so bei ihnen einen Grundstein für umweltgerechtes Handeln zu legen. Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung unterstützt die vielfältigen Naturschutzeinsätze mit insgesamt 110 000 Euro. Ein Anteil von 2960 Euro fließt in das Bienenschutzprojekt der Naturschutzwoche beim Verein Weidelandschaften


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