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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Warnung vor Salafisten in Aufnahmelagern
Zwischenüberschrift:
Diskussion zur Flüchtlingskrise in der Landvolkhochschule Oesede
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Georgsmarienhütte. In der Katholischen Landvolkhochschule Oesede veranstaltete die Konrad-Adenauer-Stiftung zusammen mit dem Hermann-Ehlers-Bildungsforum Weser-Ems eine Podiumsdiskussion zur Flüchtlingskrise.
Unter dem Titel " Flüchtlingskrise und kein Ende Herausforderungen für Kommunen und Länder" diskutierten vier politisch Involvierte vorrangig um die derzeitigen Probleme.
So warb die Landtagsabgeordnete Editha Lorberg um Verständnis für teils chaotische Zustände seitens der Behörden. Denn montags gelieferte Zahlen über Flüchtlinge seien spätestens Mittwoch veraltet. Alle Entwicklungen ändern sich rasant. Da die Politik im Frühsommer weder schnell agiert noch Strukturen geschaffen habe, wurden viele Flüchtlinge weder registriert noch medizinisch untersucht. Die Gefahr einer Infektionswelle sei zeitweise hoch gewesen.
" Das Kartenhaus wird bisher getragen von Ehrenamtlichen und öffentlich Bediensteten, die mittlerweile auf dem Zahnfleisch gehen. Die Problematik hört nicht beim Bund auf", so Reinhard Wessel von der Konrad-Adenauer-Stiftung. " Ein großes Problem sind die Salafisten, die sich in Erstaufnahmelager begeben, um ihr gefährliches Gedankengut zu transportieren. Da müsse man gewaltig aufpassen", teilte Lohrberg mit. Es gebe vieles zu bedenken, und die Krise beginne erst.
Ein weiteres Problem ist die Tatsache, dass sich die Politiker sehr uneins sind sowohl kommunal als auch auf Länder-, Bundes- und EU-Ebene. " Eine Lösung gibt es nur auf der Ebene der EU oder die EU zerbricht," sagte der Referent für Migration und Caritas international, Ludger Haukap. " Wir brauchen Strukturen, ein funktionierendes System und hauptamtliche Kräfte, vor allem Verteilungsstrukturen. Ohne die vielen Freiwilligen wäre das Kartenhaus längst zusammengebrochen." Der Libanon habe bei vier Millionen Einwohnern rund eine Million Flüchtlinge aufgenommen, so Haukap weiter. " Davon sind wir noch weit entfernt."
Haukap weiß, wovon er spricht, denn er war seinerzeit auch für die Aussiedler in der Caprivikaserne Osnabrück verantwortlich. Er begleitete bereits mehrere Einwanderungswellen.
Es hänge von der Größe der Unterkünfte ab, wie die Krise in den Regionen wahrgenommen wird. Dort, wo kleinere Unterkünfte besiedelt werden, werde die Lage nicht als dramatisch wahrgenommen. Im Erstaufnahmelager Hesepe allerdings fühle man sich in der Hauptstraße wie im Ausland", sagte Imke Märkl (CDU), Mitglied im Stadtrat Bramsche, frustriert. Dazu würde jede nicht abgeschlossene Tür als Aufforderung angesehen zu schauen, was sich dahinter befindet. Märkl weiter: " Viele Probleme entstehen durch die jungen Männer, die Frauen als Menschen zweiter Klasse betrachten. Für diese ist die Bedrohung nicht nur optisch vorhanden. Auch gibt es einerseits keine Strukturen und kaum Übersetzung. Flüchtlinge erhalten zwar Bettzeug, müssen sich aber selbst ein Bett suchen."
Landtagsmitglied Martin Bäumer (CDU) hält es mit dem Statement Angela Merkels, möchte jedoch noch einen Schritt weiter: " Wir schaffen das, ja, der Meinung bin ich auch. Aber was wollen wir schaffen? Wir müssen eine Aufgabe mit Perspektive erhalten, um Unruhe in der Bevölkerung zu entschärfen."
Aber die Flüchtlinge haben erst mal nur einen Aufenthaltsstatus von drei Jahren. Ändern sich die Verhältnisse in ihren Herkunftsländern bis dahin zum Positiven, könnten sie zurückgeführt werden.
Autor:
sbi


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