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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Hälfte der Flüchtlinge auf eigene Faust weitergezogen
Zwischenüberschrift:
Sozialausschuss informiert sich über Osnabrücker Notunterkunft
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Von den 117 Flüchtlingen, die am vergangenen Samstag in der Notunterkunft in Hellern aufgenommen worden waren, sind 60 auf eigene Faust weitergezogen. Das berichtete Udo Kunze, Leiter des städtischen Fachbereichs Soziales und Gesundheit, im Sozialausschuss.
Die ersten zwei Flüchtlinge hätten die Notunterkunft in einem ehemaligen Uhrengroßhandel bereits am Sonntag wieder verlassen, sagte Kunze. Die beiden Männer hätten angegeben, zu Verwandten nach Schweden weiterreisen zu wollen. Die Stadt habe keine Möglichkeit und auch keine Veranlassung, Flüchtlinge aufzuhalten. In den folgenden Tagen seien weitere Bewohner auf eigene Faust weitergezogen. Einige hätten Verwandte in Belgien und den Niederlanden, das Ziel der meisten sei aber unbekannt.
Die Situation sei für die Flüchtlinge schwer zu durchschauen, meinte Kunze: In Bayern hätten sie einen Zettel in die Hand gedrückt bekommen. Bei ihrer Ankunft seien ihre Namen und Herkunftsländer notiert worden, um sie an das Land Niedersachsen weiterzureichen. Das könnte den Eindruck erwecken, sie seien registriert worden, mutmaßt Kunze.
Registriert würden sie aber erst in einer Erstaufnahmeeinrichtung. Nach den derzeitigen Plänen sollen die verbliebenen 57 Flüchtlinge am 28. November nach Bramsche überstellt werden. Dort findet eine Untersuchung statt. Amtsarzt Dr. Gerhard Bojara habe die Ankömmlinge bereits am Montag untersucht. Ein Kind sei mit Lungenentzündung ins Krankenhaus gekommen.
In der Sitzung hatte Horst Bleischwitz von der Ausländerbehörde zuvor mitgeteilt, dass die Auswirkungen des Asylverfahrensbeschleunigungsgesetzes in Osnabrück " nicht so schnell spürbar werden". Das sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass viele Asylverfahren noch nicht entschieden seien. Werde ein Antrag abgelehnt, bleibe dem Betroffenen der Klageweg.
Möglich sei jedoch, dass aussichtslose Asylbewerber vom Westbalkan das von der Bundesregierung gebotene " Bonbon" annehmen und ihren Asylantrag freiwillig zurückziehen. Sollten sie in Deutschland ein Beschäftigungsangebot haben, könnten sie ein Beschäftigungsvisum erhalten und als Arbeitnehmer wieder einreisen. Die Menschen vom Westbalkan kämen in der Regel, um hier zu arbeiten, und nicht, um Asyl zu bekommen.
Bleischwitz hält diesen Weg für gangbar. In Pflegeberufen etwa werden dringend Kräfte gesucht. Deshalb gebe es für Bewerber vom Balkan kaum Konkurrenz von deutschen oder EU-Mitbewerbern. Zudem lernten sie schnell Deutsch.

Bildtext:

Unter den 117 Flüchtlingen, die am vergangenen Samstag nach Osnabrück kamen, sind 61 Kinder. Inzwischen leben in Hellern nur noch 57 Asylsuchende. Foto: Stefanie Preuin
Autor:
S.


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